Face The Music Themen

Berichte und Storys


Ausführliche Berichte und Storys rund um das Thema Electric Light Orchestra, The Move und deren Mitglieder

Index

Wer ist die Frau an Jeff's Seite?
Jeff Lynne als Produzent der Beatles
Der Mann an der Seite von Jeff Lynne
Todestag von Pete Haycock
Roy Wood und Doctor & The Medics
Francis Rossi & Jeff Lynne
Supersonic - mit dem Electric Light Orchestra
Todestag von Tom Petty
Todestag von Carl Wayne
Die Musicland Studios
Godley & Creme, die Video-Macher


Wer ist die Frau an Jeff's Seite?

© Fotos, YouTube

Die Frau, die immer mal wieder an Jeff Lynne's Seite zu sehen ist, heißt Camelia Kath. Sie wurde am 10. Dezember 1954 in West Hollywood, Kalifornien, als Camillia Emily Ortiz geboren.

Ihr Leben:

Camelia war mit Terry Kath von 1974 bis 1976 verheiratet. Mit ihm hat sie eine Tochter, Michelle Kath Sinclair, die am 19. Mai 1976 geboren wurde.
Terry Kath war Gründungsmitglied der US-Band Chicago. Am Nachmittag des 23. Januar 1978 gegen 17 Uhr begann der an Waffen interessierte Terry in seinem Haus in Los Angeles seine halbautomatische 9-Millimeter-Pistole zu putzen. Um den anwesenden Don Johnson zu beruhigen, sagte er: "Keine Sorge, die ist nicht geladen", hielt sich die Pistole an die Schläfe und drückte ab - mit tödlicher Folge!
Camelia heiratete 1987 Kiefer Sutherland, Sohn des Schauspielers Donald Sutherland. Am 18. Februar 1988 wurde ihre Tochter Sarah Jude geboren. Die Ehe mit Kiefer wurde im Jahre 1990 geschieden.

Seit 2008 ist Camelia mit Jeff Lynne liiert.



Ihre Filme:


Camelia hatte in mehreren Spielfilmen mitgewirkt, so zum Beispiel in "Terror on Tour" von 1980. In diesem Film spielte sie das "Stoned Girl" Freebase Chick. 1987 drehte sie zusammen mit Kiefer Sutherland "The Killing Time", in dem sie die Figur der Laura Winslow spielte. Weitere Filme waren "Fake-Out" (1982) und die TV-Serie "Buchanan High" bei der sie in der Folge "Deadline" (1984) mitspielte. In der TV-Serie "Die Nanny", die von 1993 bis 1999 produziert wurde, war sie 1999 als Executive Assistant beschäftigt. Zu einer Folge dieser Serie, "Babys aus Plastik" (Originaltitel: "The Dummy Twins") schrieb sie das Drehbuch als Co-Autorin. In dem Movie "Mr Blue Sky: The Story of Jeff Lynne & ELO" (2012) war sie Hairstylistin beschäftigt. Außerdem wirkte sie in der Filmografie "The Terry Kath Experience" (2016) selbst mit.

Fotos:
links oben: Camelia Kath, Jeff Lynne
rechts unten: Jeff Lynne, Camelia Kath, Phil Hatton



Jeff Lynne als Produzent der Beatles

© Cover, Apple Records
"Free As A Bird" ist eine unvollendet gebliebene The Beatles-Komposition von John Lennon. Er hatte sie (vermutlich) im Jahr 1977 privat in New York auf eine Audiokassette aufgenommen und begleitete sich selbst bei dieser Aufnahme ausschließlich auf einem Klavier. John konnte das Lied bis zu seinem Tod im Jahr 1980 nicht mehr vollenden. Insbesondere im Mittelteil fehlten noch einige Textzeilen und Harmonien. Im Januar 1994 übergab Yoko Ono, die Witwe von John Lennon, den verbliebenen Beatles Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr die Kassette, damit diese die Aufnahme beenden bzw. vervollständigen konnten. Sie baten Jeff Lynne als Co-Produzenten dazu.

Im Februar und März 1994 fanden die endgültigen Aufnahmen statt. Zunächst musste Johns ursprüngliche Kassetten-Aufnahme klanglich überarbeitet und taktgenau umgeschnitten werden. Nach dieser aufwendigen Arbeit, die vor allem von Produzent Jeff Lynne durchgeführt wurde, fügten Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr die Aufnahmen ihrer Instrumente (elektrische und akustische Gitarren, Bass, Klavier und Schlagzeug) hinzu. Den von John Lennon unvollständig hinterlassenen Mittelteil füllten sie mit neu geschriebenem Text und neuer Melodie.

"Free As A Bird" wurde am 20. November 1995 veröffentlicht.


"Real Love", das zunächst den Titel "Real Life" trug, war ursprünglich Bestandteil einer umfangreicheren Komposition, aus der John Lennon später zwei andere Stücke kreierte: "Watching The Wheels" und "I'm Stepping Out". Das Überbleibsel davon bildete an Melodie und Text das Gerüst für das spätere "Real Love". John konnte auch dieses Lied bis zu seinem Tod im Jahr 1980 nicht mehr vollenden. Ebenso wie "Free As A Bird" wurde auch "Real Love" von den drei damals noch lebenden Mitgliedern der Beatles überarbeitet. Als Co-Produzent fungierte hier ebenfalls Jeff Lynne.

"Real Love" wurde am 4. März 1996 veröffentlicht. Zusammen mit "Free As A Bird" gelten beide Singles als virtuelle Wiedervereinigung der Beatles.

Am 6. November 2015 erschien "1+" als 2015 Remaster in einer Limited Deluxe Edition. Auf den Blu-ray Discs sind auch die Musikvideos zu "Free As A Bird" und "Real Love" enthalten. Interessant dabei ist, dass bei dem Musikvideo zu "Real Love" die Tonspur von Giles Martin und Jeff Lynne neu abgemischt wurde. Dieser neu bearbeitete Song räumt John Lennons Gesang weiter auf und setzt einige der 1995 aufgenommenen, gelöschten Elemente wie Lead-Gitarren-Phrasen und Drum-Fills wieder ein. Außerdem werden Cembalo und Harmonium in dieser Mischung hervorgehoben.

Diese Version wurde auch auf dem offiziellen The Beatles YouTube-Kanal veröffentlicht.



Der Mann an der Seite von Jeff Lynne

© Foto, WelshMansHill

Einige werden sich schon einmal gefragt haben, wer der Mann an der Seite von Jeff Lynne bei seinen Live-Konzerten ist? Sein Name ist Phil Hatton. Seit über 20 Jahren ist er der persönliche Freund von Jeff, der aber nicht nur als Assistent und guter Freund agiert, sondern auch musikalisch etwas auf dem Kasten hat. Er steuerte die Backing Vocals auf Jeff's Soloalbum "Armchair Theatre" (1990) bei und auch auf dem von Jeff produzierten Del Shannon-Album "Rock On!" (1991) sang Phil im Background. Seit ca. 2011 arbeitete Phil Hatton zusammen mit Steve Turner und Phil Ridden an Songs, die im Februar 2013 unter dem Bandnamen WelshMansHill veröffentlicht wurden. Einige Songs sind mehr als 30 Jahre alt, wurden aber neu gemischt und weitere Passagen zugefügt, andere Songs sind erst über die letzten Jahre entstanden. Es gibt bis zu 10 Versionen jedes Songs auf ihren Computern, sie wurden Woche für Woche optimiert, bis alle mit dem Ergebnis zufrieden waren. "Tomorrow's World" war einer der ersten Songs, die sie alle zusammen geschrieben haben, das war bereits im Jahr 1982.

Steve Turner spielte Gitarre für Brian Connolly's Band The New Sweet von 1984 bis 1991 und von 1991 bis 1993 in Brian Connolly's Band BC Sweet. Er produzierte und schrieb Alben mit den Bands The Luckees und Blackfoot Sue. Phil Ridden war Schlagzeuger in Brian Connolly's Band The New Sweet von 1984 bis 1990 sowie von 1993 bis 1994 in Brian Connolly's Band BC Sweet und tourte auch mit der Band.
Jeff Lynne erwähnte in dem Jeff Lynne's ELO-Song "Time Of Our Life" Phil Hatton übrigens in einer Textzeile: "To play our music at the football ground 'I can't believe this is going down' I said to my friend Phil, 60,000 rockin' out ..."

Das Album von WelshMansHill heißt "Poparama" und wurde am 16. Februar 2013 veröffentlicht. Das normale Album enthält 11 Tracks und gibt es nur als Digital Download, eine Limited Edition als CD mit 12 Songs ist aber ebenfalls erhältlich.

Die komplette Trackliste:
Tomorrow's World / Alaska / Not Really A... / Sunset In The Morning / Postmodernist Bluesman / Nobody Came / Catch A Train / When It Rains / Wendy's Farm / Endorphic / Getcha / WAYOH

Bestellt werden kann das Album als Digital Download und auch als Limited Edition (CD) über das Onlineportal Bandcamp:


Todestag von Pete Haycock

Pete Haycock war langjähriges Mitglied der Climax (Chicago) Blues Band. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen für das Debütalbum "The Climax Chicago Blues Band" im Jahr 1968 war der Gitarrist und Sänger erst 17 Jahre alt. 1985/86 brachte er die Alben "Total Climax" und "The Soft Spot" als Pete Haycock's Climax heraus und nahm 1986 die Songs "One And One Is One", "Pictures In The Sky" und "Cadillac" mit John Fiddler und Scott Gorham als Medicine Head auf. Von 1989 bis 1993 war er Mitglied beim Electric Light Orchestra Part II und veröffentlichte mit dieser Band das Album "Electric Light Orchestra Part Two" im Jahr 1991. In den 1990ern arbeitete Pete zusammen mit Hans Zimmer an Filmmusiken wie Thelma & Louise, K2, Toys, Drop Zone und The Dilemma. Pete komponierte außerdem Lieder für den Film One False Move. Er schrieb und produzierte unzählige Songs für die verschiedensten Künstler, blieb selbst aber immer sehr bescheiden. Pete Haycock baute ein Aufnahmestudio in Frankfurt/Main, wo er mittlerweile auch lebte. Am 30. Oktober 2013 starb er im Alter von 62 Jahren an einem Herzinfarkt.

Ende der 1990er Jahre erstellte ich die Electric Light Orchestra-Fanpage "First Movement", die Vorgänger- bzw. Partner-Seite vom ELO Fanclub. Auf dieser Plattform hatte ich eine Pete Haycock-Diskografie ausgearbeitet, die Pete auf seiner eigenen Homepage übernommen hatte. Am 5. März 2003 erhielt ich eine E-Mail von Pete Haycock persönlich, in der er meine Homepage mit den Worten lobte: "Congratulations. You have obviously put a lot of work into Your website and I, for one, appreciate it a lot. thank you, Pete Haycock"

Diese Mail von einem so großartigen Musiker bekommen zu haben, erfüllt mich schon ein wenig mit Stolz. Als kleine Hommage an Pete habe ich die oben angesprochene Diskografie hier noch einmal in überarbeiteter und aktualisierter Form online gestellt:



Roy Wood und Doctor & The Medics

© Cover, Universal Music, Edel Records, RCA

Die TV-Sendung Saturday Superstore war eine Kinderfernsehserie, die von 1982 bis 1987 auf BBC1 ausgestrahlt wurde. Sie lief am Samstagmorgen mit den Moderatoren Mike Read, Sarah Greene, Keith Chegwin und John Craven. In Folge 12 der Staffel 5 vom 13. Dezember 1986 waren Doctor & The Medics zu Gast und gaben unter anderem ein Interview. Danach gab es von Doctor & The Medics ein spezielles Konzert für Teresa Stephenson, das sie im Vorraum ihres Hauses aufführten. In diesem Video, mit der Hintergrundmusik von "Spirit in the Sky" (Doctor & The Medics-Version), war Roy Wood als Statist dabei. Man sieht ihn zu Anfang des Videos, als die Musiker von der Truck-Ladefläche springen, danach, als sie an der Eingangstür des Hauses klingeln, beim gegenseitigen "Augenschminken" und beim eigentlichen Song "Waterloo" im Haus von Teresa Stephenson, bei dem Roy Wood Saxofon spielt und als Backgroundsänger agiert.

Bei den Studioaufnahmen zum Song "Waterloo" war Roy Wood offiziell dabei und spielte Saxofon und sang die Backing Vocals. Die Doctor & The Medics-Version von "Waterloo" wurde 1986 aufgenommen. Der Videoclip dazu wurde als "Eurovision Song Contest" inszeniert, wobei man unter den Jury-Mitgliedern Captain Sensible und Lemmy Kilmister (Motörhead) findet. Roy spielt sein Saxofon und singt im Background-Chor mit. Die Mitglieder der Band waren: Gesang, "The Doctor" (Clive Jackson) / Gitarre, Steve McGuire / Bass, Richard Searle / Schlagzeug, Vom Ritchie / der Backgroundgesang kam von "The Anadin Brothers" Wendi Anadin und Colette Anadin, die eigentlich Wendy West und Colette Appleby heißen. Der Song erschien 1986 auf Vinyl als 7 inch und 12 inch Single. Auf dem Cover der Single wurden nicht nur die Bandmitglieder als Karikatur abgebildet, auch Roy wurde in der Mitte des Covers hinter einer Kanone abgebildet. Auf dem dazugehörigen Album "I Keep Thinking It's Tuesday" von 1987 war der Song nicht enthalten, erst 1988 erschien er auf gleichnamigen Album in den USA auf CD, Vinyl LP und Kassette.

Captain Sensible, Lemmy Kilmister (Motörhead)

Doctor & The Medics "Waterloo" Single
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Francis Rossi & Jeff Lynne

© Cover, Universal Music, Edel Records, RCA

Status Quo Album "Riffs" (2003)

Status Quo Album "In Search of the Fourth Chord" (2007)

Dass Francis Rossi (Status Quo) ein Fan von Jeff Lynne ist, hat er kürzlich wieder einmal in einem Interview zum Ausdruck gebracht. Rossi sagte im März 2019 auf die Frage, welche Musiker ihn am meisten in seiner Karriere beeinflusst haben: "Die Everly Brothers, Little Richard, die frühen Fleetwood Mac, Stan Webb's Chicken Shack, Rory Gallagher und Jeff Lynne." "In dem Moment, in dem ich andere Bands sehe, wie etwa die Eagles oder einen Typen wie Jeff Lynne, denke ich: Das will ich auch machen. Aber es funktioniert nicht. Wenn ich auf die Bühne gehe oder im Studio bin, kann ich nur das machen, was ich immer mache. Und meistens mag ich es dann auch. Mein persönlicher Held nach den Everly Brothers ist Jeff Lynne. Ich kenne Jeff schon seit meinem 15. oder 16. Lebensjahr. Wir haben ihn mit Idle Race in den Midlands gesehen. Persönlich sagte er mir einmal: Du musst deine Helden nie unbedingt wirklich treffen. Ich mag italienische Oper, ich mochte die Bee Gees, ich mochte Jeff Lynne, auch wenn das alles angeblich nicht cool war."

Im Jahr 2003 coverte Rossi mit Status Quo den Electric Light Orchestra-Song "Don't Bring Me Down", der auf dem Album "Riffs" enthalten ist, allerdings nur als Bonus-Track der UK Edition (Universal Music 9813910). Beim Song "Pennsylvania Blues Tonight" wurde sogar Jeff Lynne erwähnt, da heißt es in einer Textzeile ... Maybe baby it seems alright Jeffrey Lynne and George H tonight ... Der Song ist auf dem 2007er Album "In Search of the Fourth Chord" zu finden.

Außerdem bleibt noch zu erwähnen, dass der Song "Ships In The Night" von Francis Rossi bei wiederkehrenden Passagen Ähnlichkeiten von ELO's Poor Boy (The Greenwood) aufweisen. Dieser Song wurde auf dem Album "Exiled" (1980) von Mitchell / Coe Mysteries veröffentlicht sowie auf der 3 CD-Box von Status Quo mit dem Titel "Collected", die im Jahr 2017 erschien.

Francis Rossi "Promo CD"

Mitchell / Coe Mysteries "Exiled" (1980)

Status Quo Album "Collected" (2017)
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Supersonic - mit dem Electric Light Orchestra

© Foto, ITV

"Supersonic" war ein ITV UK-Popmusikprogramm, das vom 1. März 1975 bis zum 2. April 1977 lief und von Mike Mansfield produziert wurde, einem bekannten Musikproduzenten, der später ELO's "Live At Wembley"-Konzertvideo produzieren sollte. Die Show dauerte in der Regel 30 Minuten und war dafür bekannt, wilder und übertriebener zu sein als der BBC-Rivale "Top Of The Pops", einschließlich Bubble- und Nebelmaschinen und anderer Spezialeffekte. Von "Supersonic" gab es 2 Staffeln, Staffel 1 vom 1. März 1975 bis 27. März 1976 mit 30 Episoden, Staffel 2 vom 1. September 1976 bis 2. April 1977 mit 28 Episoden. In Show 13 vom 27. November 1975 und in Show 23 vom 31. Januar 1976 trat Roy Wood mit dem Song "Looking Through The Eyes Of A Fool" auf. Das Electric Light Orchestra hatte tatsächlich nur einen Auftritt in der Show und spielte "Evil Woman" am 4. Dezember 1975. Die Band imitierte ein Playback der Single-Version mit ein paar einfachen Änderungen: Cutting der String Interlude und schnelles Ausblenden des Chorus während des Refrains nach dem letzten Vers. Über diesen Backing-Track spielte Jeff Live-Lead-Gesang und Richard lieferte einen Live-Piano-Track nur auf der Instrumental Bridge. Richards Piano Bridge unterschied sich sehr von der LP oder der Single-Version, da die Dancehall-Version viel energischer war. Der Rest der Band imitierte nur den Song und die Instrumente, während sie auf einer mehrstufigen Bühne, die mit Rauchmaschinen eingenebelt wurde, stand, wobei der Rauch die Cellisten Melvyn Gale und Hugh McDowell meistens verdeckte. Es gab einen amüsanten Moment beider "Piano Bridges", als Jeff zu dem fast völlig vernebelten Hugh hinüberblickte, sichtlich laut lachte und für einen Moment bei der gemimten Vorstellung abgelenkt war.
Obwohl das Electric Light Orchestra nur einmal im Programm vertreten war, sind sie Anfang 1977 ins Studio gegangen und nahmen einen neuen Titelsong für die Show auf, der einfach als "Supersonic" betitelt wurde. Sie nahmen auch eine Version mit Lead-Gesang eines unbekannten Sängers namens Nathan James auf (alternativ bekannt durch den Spitznamen Fred from Stoke). Eine dieser Aufnahmen wurde angeblich nur für die letzten beiden Sendungen verwendet, die am 26. März und 2. April 1977 für 30 Sekunden mit dem Show-Intro ausgestrahlt wurden. Alle anderen Sendungen verwendeten die Aufnahme des Titelsongs "Supersonic" von Andy Bown, der seit 1976 Mitglied der britischen Band Status Quo ist und Backgroundgesang, Keyboard, Gitarre und Mundharmonika bei der Band spielt. In den ELO-Archiven existiert ein vollständiges Titellied von Jeff Lynne, aber es wurde wohl niemals in einer der Shows verwendet. Ebenso wurde die Jeff Lynne-Version bisher nicht veröffentlicht, der Song von Nathan James hingegen ist seit November 2014 auf YouTube zu finden. Den "Evil Woman"-Auftritt vom Electric Light Orchestra gibt es hier zu sehen:


Todestag von Tom Petty

© Fotobearbeitung, Hartmut Scholz

Wenn unsere Lieblingsmusiker sterben, hinterlässt es bei den Fans eine große Lücke in ihren Herzen. Für Millionen Menschen und Musikerkollegen hat der Tod der Rocklegende Tom Petty genau diese Leere hinterlassen. In seiner 50-jährigen Karriere hat er weltweit mehr als 80 Millionen Tonträger verkauft und ist somit einer der erfolgreichsten Musikkünstler aller Zeiten.

Die eigentliche Karriere von Tom Petty begann 1976, als er mit den Heartbreakers das Debüt-Album "Tom Petty & The Heartbreakers" am 9. November 1976 veröffentlichte. Gleich das erste Album erreichte in den USA Goldstatus. Spätestens 1988 wurden auch die Jeff Lynne-Fans auf Tom Petty aufmerksam, als den Musikern Jeff Lynne, George Harrison, Bob Dylan und Roy Orbison zusammen mit Tom Petty als The Traveling Wilburys ein Sensationsschlag mit dem Album "Traveling Wilburys Volume One" gelang. 1989 vertiefte Tom seine Zusammenarbeit mit Jeff Lynne an seinem Solo-Album "Full Moon Fever". 1990 ging es dann weiter mit dem zweiten Album der Traveling Wilburys, "Traveling Wilburys Volume Three", leider ohne den 1988 verstorbenen Roy Orbison. Im gleichen Jahr erschien "Into The Great Wide Open", das Album von Tom Petty & The Heartbreakers, auch wieder unter Mitarbeit von Jeff Lynne. 1997 spielte Tom Petty eine kleine Gastrolle in dem Film Postman, zusammen mit Kevin Costner. 2002 lieh er seiner Zeichentrickfigur in einer Folge der Simpsons die Stimme. Ebenfalls 2002 wurden Tom Petty & The Heartbreakers in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Eine weitere Zusammenarbeit mit Jeff Lynne gab es mit dem Album "Highway Companion", das 2006 als Soloalbum von Tom Petty erschien.
Im Februar 2008 trat er mit den Heartbreakers in der Halbzeitshow des Super Bowl XLII auf. Ein Reunionalbum seiner ehemaligen Band Mudcrutch mit seinen alten Weggefährten Tom Leadon, Mike Campbell, Benmont Tench und Randall Marsh veröffentlichte Tom im April 2008. "Hypnotic Eye", das am 29. Juli 2014 erschien, war das letzte Studio-Album der Heartbreakers.

Auch von Schicksalsschlägen wurde Tom Petty nicht veschont. So musste er nach einem Brandanschlag auf sein Haus mit seinen Angehörigen mehrere Monate in provisorischen Unterkünften verbringen.
Im Jahr 2005 sagte Tom einmal: "Ich versuche einfach nur gute Musik zu machen, denn ich habe festgestellt, dass diese Musik mich selbst überleben wird. Ich möchte, dass sie zeitlos und ehrlich ist." Diese Aussage trifft es auf den Punkt, denn seine Musik ist auch 2 Jahre nach seinem Tod immer noch allgegenwärtig.

Tom Petty starb im Krankenhaus in Santa Monica am 2. Oktober 2017 im Alter von 66 Jahren. Sein Tod war für viele ein großer Schock, da seine Fans immer glaubten, Tom sei unsterblich. Nach einer Autopsie wurden die starken Schmerzmittel Oxycodon und Fentanyl aus der Stoffgruppe der Opioide nachgewiesen. Abhängig von diesen Schmerzmitteln wurde Tom, weil er unter einem Emphysem und Knieproblemen sowie an einer angebrochenen Hüfte litt. Er starb laut Angaben von seiner Familie an einer versehentlichen Überdosis Schmerzmittel.

Als Hommage und Danksagung spielten die Highway Kings (Tom Petty- und Bruce Springsteen-Tribute Band) am 20. Oktober 2017, dem Geburtstag von Tom Petty, ein kostenloses 2-stündiges Konzert in der Gaststätte Hannes im niedersächsischen Bremervörde.

Videos dazu gibt es in der Playliste auf meinem Movement LIVE! YouTube-Kanal:


Todestag von Carl Wayne 

© Fotobearbeitung, Hartmut Scholz

Am 31. August 2004 starb Carl Wayne im Alter von 61 Jahren nach längerem Leiden an Krebs. Seine Anfänge hatte er bei Carl Wayne & The Vikings. Mit dieser Formation veröffentlichte er die Songs What's The Matter Baby? / Your Lovin' Ways / This is Love / You Could Be Fun at the End of A Party / My Girl / Shimmy Shammy Jingle.
Von Mitte der 1960er Jahre bis 1970 war er Sänger bei The Move, nach seinem Ausscheiden aus der Gruppe von Roy Wood im Jahr 1970 startete Carl eine Solokarriere, zu der auch Arbeiten im Fernsehen und Radio gehörten. Er trat weltweit in Schallplatten-, Film-, Fernseh- und Bühnenproduktionen auf, insbesondere in den 1990er Jahren als The Narrator in Londons mehrfach preisgekrönter West End-Theaterproduktion von Blood Brothers (Ivor Novello; Theaterstücke und -spieler; Society of West End Theaters; Drama Magazine). Seine Aufführung von The Narrator wurde hoch gelobt gelobt und dauerte 6 Jahre.
Von 2000 bis 2004 war er Sänger bei The Hollies. Solo war Carl mit folgenden Songs unterwegs: Maybe God's Got Something Up His Sleeve, Imagine, Take My Hand For A While, Sweet Seasons, You're A Star, San Diego, Way Back In The Fifties, A Little Give A Little Take, Home Lovin' Man, Deeper Than Love, Aerial Pictures, Love Your Dog (A Dog Is For Life).
Anfang der 2000er nahm Carl mit dem deutschen Projekt Et Cetera einige ältere Songs neu auf, wie z.B. Soldier's Song, den The Move Klassiker Blackberry Way in englischer und auch in einer deutschen Version sowie den Weihnachtssong White Christmas und davon ebenfalls die deutsche Version Träum' mit mir von der Zeit Weihnacht.
Als Sänger / Background-Sänger war er in einigen Projekten involviert wie Adrian Lee (The Magician), The Care Bears (To The Rescue), Mike Oldfield (Earth Moving), Artists United For Nature (Yes We Can), Kylie Minogue (On A Night Like This) und Tandy / Morgan (Earthrise).
Carl war auch körperlich sehr aktiv - unter anderem nahm er regelmäßig am jährlichen London-Marathon teil, bei dem er Geld für die Leukämieforschung sammelte.
Er spielte sein letztes Konzert mit The Hollies am 10. Juli 2004 in Egersund, Norwegen. Kurz darauf wurde bei ihm Speiseröhrenkrebs diagnostiziert und Carl starb einige Wochen später im Alter von 61 Jahren.

Ich hatte bereits kurz nach seinem Tod im Jahr 2004 ein Video zur Erinnerung an Carl erstellt. Dieses Video wurde 2017 von mir ein wenig überarbeitet und auf meinem Movement LIVE! YouTube-Kanal hochgeladen.


Die Musicland Studios

Fans des Electric Light Orchestras wissen, dass Jeff Lynne mit seinem Orchester fünf Alben in den Münchener Musicland Studios aufgenommen hat (Face the Music / 1975, A New World Record / 1976, Out of the Blue / 1977, Discovery / 1979, Time / 1981). Was viele aber nicht wissen: Gründer der legendären Studios in München war Giorgio Moroder, Sänger und Produzent aus Südtirol und Neffe von Luis Trenker. Hits wie "Looky Looky", "Moody Trudy", "Underdog", "Arizona Man", "From here to Eternity" und "Son of my Father" stammen aus seiner Feder. Einen großen Erfolg feierte er als Produzent der deutschen Version vom Sir Douglas Quintett Song "Mendocino" in der Version mit Michael Holm. Giorgio war seiner Zeit weit voraus mit seinem Moog-Synthesizer-Sound. Sein erster Synthesizer hatte noch die Größe eines Schrankes und passte gerade eben mal in ein normales Zimmer. Anfang der 1970er Jahre gründete er die Musicland Studios im Untergeschoss des Arabella-Hauses (jetzt: Sheraton München Arabellapark Hotel). Welterfolge feierte er zusammen mit Donna Summer, die den typischen Moroder-Sound glanzvoll darbieten konnte. Nachdem Giorgio Mitte der 1980er Jahre nach Los Angeles auswanderte, leitete der Tontechniker und Produzent Reinhold Mack "Mack" die Studios weiter, bis sie Mitte der 1980er Jahre geschlossen wurden. Künstler wie das E.L.O., BAP, Queen, Deep Purple, Elton John, Falco, Led Zeppelin, Meat Loaf, Rainbow, Scorpions, The Sweet, T. Rex, Uriah Heep, Whitesnake und viele andere nahmen Alben im Musicland auf.
Die Legende sagt, dass die Studios aufgegeben wurden, da die Münchner U-Bahn in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre zum Arabellapark gebaut wurde und die Trasse nur wenige Meter hinter der Studiowand vorbei führte, was zu Vibrationen führte und eine hochwertige Tonaufnahme nicht mehr möglich war. Ein weiterer Grund für den Auszug soll einer Mieterhöhung zur gleichen Zeit zugrunde liegen und dadurch wäre das Studio nicht mehr rentabel gewesen.

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Godley & Creme, die Video-Macher

Kevin Godley und Lol Creme gehörten in den 1970ern wohl mit zu den außergewöhnlichsten Musikern. Als Mitglieder der Bands The Hotlegs (Neanderthal Man) und 10cc hatten sie zusammen mit Eric Stewart und Graham Gouldman einige Hits, "The Dean and I", "Rubber Bullets", "The Wallstreet Shuffle", "I'm not in Love" und viele mehr. Nachdem Godley und Creme im Jahr 1976 10cc verließen, arbeiteten sie weiter zusammen, allerdings als Musikvideo-Regisseure. Sie inszenierten originelle Musikvideos, unter anderem zu Visage "Fade To Grey", "Mind of a Toy", Herbie Hancock "Rockit", The Police "Every Breath You Take", Duran Duran "Girls On Film", Peter Gabriel "Biko", Eric Clapton "Forever Man", Go West "We Close Our Eyes" und Sting "Set Me Free". Auch für die Jeff Lynne-Produktionen "When we was Fab" von George Harrison und "Real Love" von den Beatles inszenierten sie die originellen Video-Clips. Im Jahr 1985 schufen sie als Godley & Creme den Hit "Cry" mit einem ebenso originellen Clip.

Zudem entwickelten sie Anfang der 1970er Jahre ein Effektgerät namens Gizmotron (The Gizmo) für elektrische Gitarren, das durch drehende Räder einen gestrichenen geigenähnlichen Sound ermöglichte.

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