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ELO FanclubBerichte und StorysBerichte und Storys zum Electric Light Orchestra und deren Mitglieder |
40 Jahre Heart Beat 86© Fotos, NEC© Text, Hartmut Scholz, ELO Fanclub (Übersetzung aus dem Englischen) ![]() Das Electric Light Orchestra Heart Beat 86 war ein hochkarätig besetztes Benefizkonzert, das am 15. März 1986 in der Arena des National Exhibition Centre (NEC) in Birmingham, England stattfand. Organisiert wurde es von Schlagzeuger Bev Bevan, um Spenden für das Birmingham Children's Hospital zu sammeln. Zahlreiche prominente britische Musiker, viele mit Verbindungen zu den West Midlands, traten auf, darunter George Harrison, das Electric Light Orchestra, Robert Plant, The Moody Blues, UB40, Roy Wood, Denny Laine, The Steve Gibbons Band, The Applejacks, The Fortunes, The Rockin' Berries und The Honeydrippers. Als Gäste traten unter anderem der Komiker Jasper Carrott und Noddy Holder von Slade auf. Das Konzert, das Tausende von Besuchern anzog, bot eine Mischung aus Rock, Pop und nostalgischen Hits der 1960er und 1970er Jahre und unterstrich so Birminghams reiches musikalisches Erbe, während gleichzeitig die Kinderheilkunde unterstützt wurde. Zu den Höhepunkten zählten gemeinsame Jamsessions, etwa George Harrison's und Denny Laine's Interpretationen von "Money (That's What I Want)" und "Johnny B. Goode" sowie ELO's Set mit Songs ihres kommenden Albums und der dazugehörigen Tournee "Balance Of Power". Die Veranstaltung wurde später im selben Jahr teilweise auf MTV ausgestrahlt und trug maßgeblich zur Finanzierung des Krankenhauses bei; die damit verbundenen Spendenaktionen brachten schließlich über eine Million Pfund ein. Das Konzept und der Zweck Heart Beat 86 entstand 1985 als Benefizkonzert, initiiert von Bev Bevan, dem Schlagzeuger vom Electric Light Orchestra, mit dem ausdrücklichen Ziel, Spenden für das Birmingham Children's Hospital zu sammeln. Die Veranstaltung konzentrierte sich auf die Verbesserung der veralteten Infrastruktur, beispielsweise durch überdachte Wege für junge Patienten, die während des Transports widrigen Wetterbedingungen ausgesetzt waren. Alle Einnahmen flossen direkt in diese wohltätigen Zwecke, wodurch das Konzert als gezielte Reaktion auf die dringenden Bedürfnisse des Krankenhauses positioniert wurde. Bev übernahm die Rolle des Hauptorganisators und nutzte dabei seine langjährigen Verbindungen zur lebendigen Musikszene Birminghams sowie sein persönliches Wissen um die Herausforderungen des Krankenhauses, die er als "schrecklich" und "veraltet" bezeichnete. Motiviert durch die weltweite Wirkung des Live Aid-Konzerts von 1985, das er selbst miterlebt hatte, wollte Bev dessen Geist im lokalen Rahmen wiederbeleben, indem er Musiker zusammenstellte, die bereit waren, unentgeltlich aufzutreten. Seine Bemühungen wurden durch wichtige Kooperationspartner unterstützt, darunter die Leitung des National Exhibition Centre, das Veranstaltungsort, Personal, Sicherheitspersonal und Parkplätze kostenlos zur Verfügung stellte, um die Spenden zu maximieren. Die Initiative wurde Ende 1985 öffentlich gestartet und setzte sich ein ehrgeiziges anfängliches Spendenziel von 1 Million Pfund durch das Konzert und damit verbundene Aktionen in der Gemeinde, wie zum Beispiel Spendenläufe und Unternehmensbeiträge, um die Sanierung des Krankenhauses und die medizinischen Fortschritte voranzutreiben. ![]() Das begeisterte Publikum Historischer Hintergrund Die 1980er Jahre waren in Großbritannien von einem deutlichen Anstieg an Benefizkonzerten geprägt. Dieser wurde maßgeblich durch den Erfolg der Band Aid-Single "Do They Know It's Christmas?" von 1984 angestoßen, die über 8 Millionen Pfund für die Hungerhilfe in Äthiopien einbrachte sowie durch das darauffolgende globale Live Aid-Event 1985, das durch zeitgleiche Konzerte in London und Philadelphia 127 Millionen US-Dollar sammelte. Diese von Bob Geldof und Midge Ure initiierten Projekte demonstrierten die Kraft der Musik, öffentliche Unterstützung und Spenden für humanitäre Zwecke zu mobilisieren. Sie inspirierten eine Welle ähnlicher Veranstaltungen, die Unterhaltung mit Wohltätigkeit verbanden und gleichzeitig das Bewusstsein für globale und nationale Krisen stärkten. Heart Beat 86 entstand als Teil dieses Trends und verdeutlichte, wie das Live Aid-Modell mit seinen prominentenbesetzten, mehrteiligen Shows lokale Anpassungen förderte, um regionalen Bedürfnissen gerecht zu werden. Birmingham, im industriellen Herzen der Midlands gelegen, blickte auf eine lebendige Musiktradition zurück, die solche gemeinschaftsorientierten Veranstaltungen begünstigte. Lokale Veranstaltungsorte wie das National Exhibition Centre dienten als Drehscheiben für Nachwuchstalente und als Treffpunkte für große Konzerte. Die Stadt brachte in den späten 1970er und 1980er Jahren einflussreiche Künstler hervor, darunter Gruppen wie UB40. Ihr Erfolg unterstrich Birminghams Rolle als Förderer vielfältiger, von der Arbeiterklasse geprägter Musikszene, die oft sozialkritische Themen aufgriff. Diese kulturelle Infrastruktur, kombiniert mit der Förderung durch lokale Pubs und Clubs, schuf ein Umfeld, das Benefizkonzerte begünstigte und den lokalen Stolz und die Solidarität stärkte. Die Veranstaltung fand zudem vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Herausforderungen Großbritanniens in den 1980er Jahren statt, insbesondere des starken industriellen Niedergangs in den West Midlands. ![]() George Harrison Organisation / Hauptorganisatoren Bev Bevan war Hauptorganisator von Heart Beat 86 und profitierte dabei von seiner langjährigen Erfahrung als Schlagzeuger vom Electric Light Orchestra, einer Band, die seit ihrer Gründung in den frühen 1970er Jahren fest in der Musikszene Birminghams verwurzelt ist. Der gebürtige Birminghamer nutzte seine lokalen Kontakte und seine Branchenerfahrung, um die Veranstaltung zu konzipieren und durchzuführen, inspiriert vom weltweiten Erfolg von Live Aid 1985. Zu seinen Aufgaben gehörten die Kontaktaufnahme mit Künstlern Ende 1985, die Gewinnung von Zusagen für kostenlose Auftritte und die Koordination der gesamten Produktion zugunsten des Birmingham Children's Hospital. Das Birmingham Children's Hospital, als Hauptbegünstigter, überwachte die Veranstaltung durch seine Vertreter, um sicherzustellen, dass die Spenden für Verbesserungen der Einrichtung verwendet wurden. Obwohl keine konkreten Namen von Krankenhausmanagern in den Unterlagen vermerkt sind, prägte das Engagement der Wohltätigkeitsorganisation den Fokus der Veranstaltung auf die Sammlung von über einer Million Pfund. Dies wurde durch das Konzert und eine anschließende einjährige Spendenkampagne mit Benefizläufen, Unternehmensspenden und anderen Aktionen erreicht. Unterstützt wurde die Produktion von Schlüsselfiguren aus der Veranstaltungs- und Musikszene, darunter Barry Cleverdon, Leiter des National Exhibition Centre (NEC) und Terry Golding, der Geschäftsführer des NEC. Sie ermöglichten die kostenlose Nutzung der Arena sowie die Bereitstellung von Personal, Sicherheitspersonal und Logistik. Bev's enger Mitarbeiter Jeff Lynne, Frontmann von ELO, half bei der Künstlersuche und organisierte Überraschungsauftritte, während der aus Birmingham stammende Komiker Jasper Carrott, ein Freund von Bev, als Moderator fungierte. Diese Entscheidungen zur Budgetverteilung - die Kosten wurden durch Sachspenden minimiert - und die gezielte Ansprache von Künstlern wie ELO und den Moody Blues wurden ab Ende 1985 von Bev Bevan und seinem Kernteam federführend getroffen. ![]() Jasper Carrott und George Harrison Planung und Promotion Die Planung für Heart Beat 86 begann Ende 1985, kurz nach dem weltweiten Erfolg von Live Aid im Juli desselben Jahres. Dieser inspirierte Organisator Bev Bevan dazu, ein lokales Benefizkonzert zugunsten des Birmingham Children's Hospital zu veranstalten. Mit Unterstützung von Barry Cleverdon, dem Leiter des National Exhibition Centre (NEC), sicherte sich Bev das NEC als Veranstaltungsort für das Event am 15. März 1986. Ein wichtiger Meilenstein war die Auftaktveranstaltung im Oktober 1985 im Edwards No. 8 Club in Birmingham. Dort trafen sich Bev, Jasper Carrott und potenzielle Künstler, um die Kampagne zu starten. Aus der anfänglichen lokalen Spendenaktion entwickelte sich eine große ganztägige Veranstaltung, die als Auftakt einer Reihe gedacht war - daher die Bezeichnung "86" - obwohl keine weiteren Konzerte zustande kamen. Die Werbestrategien konzentrierten sich darauf, lokale Künstler und Medien zu nutzen, um in Birmingham Begeisterung zu wecken. Die Benefizsingle "Action" der Tandy Morgan Band, produziert von Jeff Lynne und mit Beiträgen aus dem UB40-Studio, wurde in verschiedenen Vinyl-Formaten veröffentlicht. Das Cover war von fast allen Künstlern signiert, um den gemeinnützigen Charakter der Veranstaltung zu unterstreichen. Ein 10-sekündiger Werbeclip der BBC zeigte Konzertaufnahmen und stellte das Line-up vor, um Aufmerksamkeit zu erregen. Weitere Marketingmaßnahmen umfassten die Verteilung von Plakaten in der ganzen Stadt und Kooperationen mit lokalen Medien. Spezielle Radiospots auf BBC Radio WM und Artikel im Birmingham Mail verstärkten die wohltätige Botschaft. Angesichts des weltweiten Booms an Benefizveranstaltungen nach Live Aid und dem vollen Terminkalender der Künstler gestaltete es sich schwierig, hochkarätige Acts zu gewinnen. Eine geplante Reunion von The Move scheiterte an ungelösten persönlichen Konflikten und logistischen Problemen, unter anderem verhinderte Carl Wayne's vorherige Verpflichtung Proben; Ace Kefford sprang stattdessen bei der All-Star-Session ein. Interne Spannungen innerhalb vom Electric Light Orchestra, darunter Jeff Lynne's nachlassende Begeisterung aufgrund von Streitigkeiten mit dem Plattenlabel und persönlichen Angelegenheiten, erschwerten die Zusagen. Verhandlungen mit den Moody Blues führten dazu, dass diese anstelle von ELO als Headliner auftraten, was zu Reibereien auf der Bühne führte. Diese Hürden verzögerten die Bestätigungen, brachten aber letztendlich eine Reihe von Künstlern aus Birmingham zusammen, die bereit waren, unentgeltlich aufzutreten. Der Ticketverkauf verfolgte eine Strategie der Zugänglichkeit, um die Besucherzahlen und Spenden zu maximieren: der Preis von 15,50 £ beinhaltete eine freiwillige Spende von 12 £ an das Krankenhaus. Der Verkauf begann im Januar 1986 über Ticketmaster, was eine schnelle Verteilung ermöglichte und zu einem ausverkauften Haus im NEC beitrug. Dieser Ansatz trug dazu bei, allein am Veranstaltungstag 200.000 £ zu sammeln und das Kampagnenziel von insgesamt über 1 Million £ für Krankenhauseinrichtungen und Verbesserungen in der Kinderversorgung zu erreichen. ![]() Noddy Holder, The Moody Blues, Denny Laine und andere Veranstaltungsdetails / Veranstaltungsort und Datum Heart Beat 86 fand im National Exhibition Centre (NEC) statt, einem Ausstellungs- und Konferenzzentrum in Solihull, etwa 8,8 Kilometer östlich des Stadtzentrums von Birmingham in den West Midlands, England. Das 1976 eröffnete NEC nutzte eine seiner flexibel gestaltbaren Ausstellungshallen für das Konzert. Die Veranstaltung fand am Samstag, den 15. März 1986, als eintägiges Benefizkonzert zugunsten des Birmingham Children's Hospital statt. Die Ausstellungshalle verfügte über eine geräumige Bühne, die sich für Auftritte mit mehreren Acts eignete. Das NEC war dank hervorragender Verkehrsanbindungen gut erreichbar, darunter direkte Zugverbindungen vom Stadtzentrum Birmingham über den Bahnhof Birmingham International, der nur 5 Gehminuten vom Veranstaltungsort entfernt liegt und von dem aus die Züge in weniger als 15 Minuten fahren. ![]() Roy Wood Besucherzahlen und Logistik Das Benefizkonzert Heart Beat 86 war ausverkauft. Die Logistik umfasste die vom NEC bereitgestellte Sicherheit. Die Veranstaltung begann um 15:00 Uhr und dauerte bis in den Abend. ![]() Justin Hayward (Moody Blues) Künstler / Line-up Das Heart Beat 86-Konzert bot ein abwechslungsreiches Programm mit Künstlern, die vorwiegend aus Birminghams Musikszene stammten. Die Auftritte folgten einer festgelegten Reihenfolge: lokale Vorbands eröffneten das Konzert, gefolgt von Top-Acts und einem gemeinsamen Finale. Den Auftakt machte die Steve Gibbons Band, eine feste Größe der Brummie-Rockszene, bekannt für ihren energiegeladenen Pub-Rock-Stil. Anschließend traten die 1960er Jahre-Hitmacher The Fortunes auf, berühmt für Titel wie "You've Got Your Troubles". Roy Wood, Multiinstrumentalist und Gründer von The Move, ELO und Wizzard, betrat als Nächstes die Bühne und präsentierte sein charakteristisches Set aus Glam Rock und Pop. Weitere Auftritte folgten, darunter ein gemeinsames Set der Reggae-Band UB40, Birminghams Chartstürmer mit Hits wie "Red Red Wine" und der Soulsängerin Ruby Turner, deren kraftvolle Stimme die Rhythmen des Duos perfekt ergänzte. Die Applejacks, eine Merseybeat-Band aus Birmingham aus den 1960er Jahren, feierten ihr Comeback mit nostalgischen Pop-Nummern. Robert Plant, Frontmann von Led Zeppelin und gebürtig aus den West Midlands, trat mit der Bluesrock Band Big Town Playboys auf und präsentierte seine Solo-Entwicklung nach Led Zeppelin. Die Rockin' Berries, eine weitere Gesangsgruppe der 1960er Jahre aus der Region, steuerten Doo Wop-Harmonien bei, bevor das Electric Light Orchestra ein umfangreiches Set mit Stücken aus ihrem Repertoire, darunter "Mr. Blue Sky", zum Besten gaben. Die Moody Blues beendeten die Hauptacts mit ihren Progressive Rock-Klassikern wie "Nights In White Satin" und spiegelten damit ihre tiefen Wurzeln in Birmingham wider. ![]() Denny Laine und George Harrison Den krönenden Abschluss des Abends bildete ein All-Star-Jam-Band-Finale, bei dem zahlreiche Musiker für Coverversionen wie "Johnny B. Goode" und "Money (That's What I Want)" zusammenkamen. Als Überraschungsgast trat George Harrison an der Gitarre auf, neben Denny Laine (ehemals Wings), ELO-Mitgliedern wie Bev Bevan am Schlagzeug und anderen Musikern wie Robert Plant und Jeff Lynne. Dieser Abschnitt unterstrich den Gemeinschaftsgeist: George Harrison's Überraschungsauftritt wurde durch persönliche Kontakte in der Musikszene zustande gebracht. Bei der Künstlerauswahl wurde Wert auf in Birmingham geborene und britische Acts gelegt, um den regionalen Stolz zu stärken und die örtliche Kinderkrankenhaus-Stiftung zu unterstützen. Alle Künstler traten ehrenamtlich auf. Organisatoren wie Bev Bevan bevorzugten Acts mit starker Verbindung zur Stadt, wie UB40, The Moody Blues und Reunion-Gruppen wie The Applejacks, um eine "Heimkehr"-Atmosphäre zu schaffen, die von globalen Events wie Live Aid inspiriert war. ![]() The Applejacks Performance / Setlisten Das Heart Beat 86-Konzert bot eine Reihe kurzer Sets der Künstler. Jeder Act spielte 2 bis 5 Songs, um den Zeitplan der Veranstaltung einzuhalten. Die Gesamtspielzeit betrug inklusive Übergängen und Ansagen durch Moderatoren wie Oliver Spencer, Jasper Carrott und Peter Powell etwa 9 Stunden. Die Sets wurden im Vergleich zu üblichen Tourneen generell verkürzt, um dem Benefizformat gerecht zu werden. Die Veranstaltung schloss mit einem gemeinsamen Finale mehrerer Künstler. Die folgende Liste führt die Acts in ungefährer Auftrittsreihenfolge basierend auf verfügbaren Berichten mit den verifizierten Songs auf. The Steve Gibbons Band: Share It With You B.S.A. Denny Laine: Go Now (Bessie Banks Cover) Mull Of Kintyre (Wings Song) The Fortunes: Let It Be Me You've Got Your Troubles Roy Wood: See My Baby Jive (Wizzard Song) Are You Ready To Rock (Wizzard Song) I Wish It Could Be Christmas Everyday (Wizzard Song) UB40 (with Ruby Turner): I Got You Babe (Sonny & Cher Cover) The Applejacks: Tell Me When Robert Plant (with The Big Town Playboys): She Walks Right In (Clarence "Gatemouth" Brown Cover) Come On (Every Time I Hear) That Mellow Saxophone (Roy Montrell Cover) The Rockin' Berries: He's In Town Electric Light Orchestra: Twilight Evil Woman Livin' Thing Telephone Line Ma-Ma-Ma Belle / Do Ya / Rockaria! (Medley) Sweet Talkin' Woman / Confusion (Medley) Turn To Stone Rock 'n' Roll Is King Calling America (Live Debut) Mr. Blue Sky Hold On Tight Don't Bring Me Down Zugabe: Roll Over Beethoven (Chuck Berry Cover) The Moody Blues: Tuesday Afternoon Legend Of A Mind Question Nights In White Satin Ride My See-Saw (einige Quellen nennen stattdessen den Song "The Voice" oder auch beide Songs) The Honeydrippers: In den verfügbaren Aufzeichnungen sind keine spezifischen Lieder dokumentiert. Collective Finale (feat. George Harrison, Robert Plant, Denny Laine and others): Johnny B. Goode (Chuck Berry Cover, geführt von George Harrison) Lucille (Little Richard Cover, mit mehreren Künstlern, darunter Noddy Holder und Roy Wood) Money (That's What I Want) (Barrett Strong Cover) Die Übergänge zwischen den Acts umfassten kurze Ansagen des Moderators und Bühnenumbauten, was zur verlängerten Dauer der Veranstaltung ohne feste Pausen beitrug. Das Set von ELO beispielsweise unterschied sich von ihrer "Balance Of Power"-Tour durch Medleys und die Premiere von "Calling America", um neueres Material hervorzuheben. ![]() The Moody Blues Höhepunkte und Ereignisse Einer der unvergesslichsten Momente von Heart Beat 86 ereignete sich während des Auftritts von UB40. Die Band animierte das Publikum zu einem mitreißenden Mitsingkonzert von "I Got You Babe" zusammen mit Gastsängerin Ruby Turner und schuf so eine elektrisierende Atmosphäre, als Tausende in den Gesang einstimmten. Diese gemeinschaftliche Energie verkörperte den Geist der Einheit, der bei der Veranstaltung für den guten Zweck im Vordergrund stand. Eine große Überraschung gab es zum Abschluss des Konzerts, als Ex-Beatle George Harrison unerwartet auf die Bühne kam und sich einer All-Star-Jam-Session für die Songs "Johnny B. Goode" und "Money" anschloss. Selbst die anderen Künstler waren überrascht und das Publikum jubelte begeistert. Organisator Bev Bevan erinnerte sich später an den "Adrenalinrausch" dieses Moments, als George Harrison ohne Probe zu spät kam und die Bühne mit ELO, The Moody Blues, Robert Plant und anderen Künstlern zwar chaotisch, aber dennoch mitreißend war. ![]() Bev Bevan Resonanz und Wirkung / Kritische Reaktionen Das Konzert Heart Beat 86 erfuhr positive Resonanz, insbesondere durch die Ausstrahlung im BBC-Fernsehen am 2. August 1986 und später im selben Jahr teilweise auf MTV. Die Veranstaltung lockte Tausende Besucher an und präsentierte ein vielfältiges Programm, das das Gemeinschaftsgefühl und das musikalische Erbe Birminghams stärkte. Aufgrund der Größe des Veranstaltungsortes traten einige logistische Herausforderungen auf, darunter mögliche Tonprobleme für Zuschauer in weiter entfernten Sitzreihen. ![]() Denny Laine und Noddy Holder Vermächtnis / Kultureller Einfluss Heart Beat 86 spielte eine entscheidende Rolle bei der Festigung von Birminghams Identität als Hochburg der britischen Rock- und Popmusik, die oft auch als Geburtsort des "Brumbeat" bezeichnet wird. Mit einem hochkarätigen Line-up lokaler Talente feierte das Konzert das tief verwurzelte musikalische Erbe der Stadt, das bis in die Beat-Szene der 1960er Jahre zurückreicht. Dies unterstrich den Gemeinschaftsgeist und den lokalen Stolz der Veranstaltung. Das Event zeigte, wie die Integration etablierter Stars mit lokalen Helden das gesellschaftliche Engagement und wohltätige Zwecke stärken kann. Was das mediale Erbe angeht, so sind Aufnahmen von Heart Beat 86, darunter der Überraschungsauftritt von George Harrison mit anschließender spontaner All-Star-Jam-Session, online erhalten geblieben und geteilt worden. Jasper Carrott's dramatische Ankündigung von George Harrison - "Moment mal ... Sein Name ist ... es ist jemand namens GEORGE HARRISON!" - ist bis heute eine beliebte Anekdote in Rückblicken und symbolisiert den anhaltenden Überraschungseffekt des Events. Erinnerungen von Fans zeichnen den Abend als einen wegweisenden Meilenstein im Kulturkalender Birminghams. Besucher beschreiben die elektrisierende Atmosphäre aus Schock und Jubel während George Harrison's unangekündigtem Auftritt. Bev Bevan erinnerte sich, dass die Geheimhaltung den Nervenkitzel noch verstärkte: "Es hatte vorher keinerlei Gerüchte gegeben, daher war es eine absolute Überraschung für das Publikum. Und auch für die Musiker." Die lokale Geschichtsschreibung schreibt dem Konzert zu, den Gemeinschaftsgeist gestärkt und den anhaltenden Stolz auf das musikalische Schaffen der Stadt inspiriert zu haben. Oft wird es als ein "entscheidender Abend" bezeichnet, der Generationen von Brummie-Künstlern miteinander verband. ![]() Roy Wood Weitere Ereignisse Nach dem Konzert am 15. März 1986 bezogen die Organisatoren die breite Öffentlichkeit durch Aktionen wie Spendenläufe, Kaffeekränzchen und Spenden lokaler Unternehmen, darunter Preise und Fahrzeuge, mit ein. Rockmusiker, die an der Veranstaltung teilnahmen, darunter auch Bev Bevan, beteiligten sich aktiv, indem sie in lokalen Geschäften von Tür zu Tür gingen und Spenden sammelten. Die Kampagne nutzte prominent das Logo Heart Beat 86 - eine Zeichnung eines Babys mit Gitarre von Roy Wood - das sich in ganz Birmingham zu einem weit verbreiteten Symbol für den guten Zweck entwickelte. Dank des gemeinsamen Engagements des Konzerts und der anschließenden Kampagne wurde das ursprüngliche Ziel von 1 Million Pfund für das Krankenhaus erreicht, das sich damals in einem desolaten Zustand befand und dringend sanierungsbedürftig war. Weitere Großkonzerte unter dem Namen Heart Beat wurden nicht organisiert, aber die Initiative stellte Mitte der 1980er Jahre ein bedeutendes lokales Bemühen im Bereich der Kindergesundheitsförderung dar. ![]() nach oben |
Endeløse Nat / Review von Patrik Guttenbacher© Fotos, Miss B. Haven© Text & Formatierungen, Patrik Guttenbacher ![]() Die Band veröffentlichte die Alben "Miss B. Haven", 1987 "Ice On Fire", 1987 (Internationale Ausgabe von "Miss B. Haven") "On Honeymoon", 1988 "Nobody's Angel", 1990 (Internationale Ausgabe der beiden ersten Alben, inklusive der drei Jeff Lynne beteiligten Songs) "Mellem Hjerter og Spar", 1991 "Miss B. Haven", 1992 (Internationale Ausgabe von "Mellem Hjerter og Spar") "Suk & Stads", 1994 "Marta Marta", 1996 (Internationale Ausgabe der letzten beiden Alben), mit geändertem Bandnamen in Marta Marta, weil "misbehavin' / ungezogen" zu anrüchig in den USA klang und falsche Erwartungen wecken würde. "Endeløse Nat", 2025, Soundtrack mit dem Titelsong, 2022 mit Produzent Sune Wagner an der Gitarre eingespielt. Im Prinzip geht es um die gesamten Karrieren der fünf Miss B. Haven-Frauen, die bei ihrem Eintritt in die jeweilige Band mit Kindheits- und Jugendbildern startet. Die hochkarätigen Video-Produktionen von Making Love In The Snow und Nobody's Angel, die Warners 1990 durchgeführt hatten, sind leider nur mit Interview-Unterbrechungen im Film zu sehen. Film Der Film enthält sehr detailliert die ganze Bandgeschichte, da es um die gesamten Karrieren der fünf Miss B. Haven-Frauen, die bei ihrem Eintritt in die jeweilige Band mit Kindheits- und Jugendbildern startet. Lise Cable, 1958 Sängerin und Gitarristin aus Amager, zog 1973 nach Bellahojhusene und flog mit 15 von der Schule. Ihre ein Jahr jüngere Schwester Dorte Kopp-Rasmussen, mit der sie fast wie Zwillinge groß wurde, war die Bassistin in ihrer ersten Band. Susanne Unrhu aus Bronshoj, Bellahoj, war in der 7., 8. Klasse in der Parallelklasse ihrer Schwester, spielte Akustische Gitarre und konnte sogar Barré-Griffe, die Lise inzwischen aufgegeben hatte. Sanne konnte besser Gitarre spielen. Sie fühlten sich wie die neuen Rolling Stones und Lise war Mick Jagger. Sanne hatte ein Tonbandgerät, mit dem sie sich schon gegenseitig interviewten, als seien sie schon Berühmtheiten. Sie spielten 1975 zuerst als J.C. and his Ladies Department mit Songs wie Hang on Sloopy. J.C. war US-Amerikaner, älter, spielte Keyboards, übte mit den Mädels Songs ein und sie machten ihre ersten Auftritte. Lise Gitarre, Dorte Bass und Sanne Schlagzeug. Da J.C. aus dem Land zu fliegen drohte, hat Lise ihn geheiratet, weil sie 18 und die anderen erst 17 Jahre alt waren; und so kam Lise zu ihrem Nachnamen Cabble. Es war somit nur pro forma, aber Lise sagt heute, "sie heiratete die Musik". 1977 flogen sie nach Minneapolis zu seinem Haus, weil J.C. sie groß rausbringen wollte. Eine finnische Frau wohnte da bereits, die J.C. auch geheiratet hatte, weil sie schwanger war. Die Band stand also da, "im Schnee, in Minneapolis!". Als sie zurückkamen, lernten sie die Bassspielerin Marianne Hall Christensen von der "Frauenbewegung" kennen, die 10 Jahre älter als sie war. So starteten sie 1979 die Gruppe Band Yt. Lise lernte ihre erste Freundin Lisbet aus Store Kongensgade, wo die ganzen ersten Punks lebten, kennen. Sie waren beide 1976 auf dem gleichen Bowie-Konzert gewesen, hatten viel gemeinsam, aber auch nicht alles. Lise wollte Musikerin werden und mochte auch Punk-Musik. 1981 gründeten sie die Gruppe Clinic Q mit Lise, Dorte, Sanne und Gitte Trier am Bass. Minna Grooss war da 17 Jahre alt und ging nach Saltlageret, zum Nosferatu Punk Environment, was viel aggressiver war als The Police und das war das Wildeste, was sie bisher kannte. Das Konzert war sehr männerbasiert und dann kam Lise auf die Bühne und rockte los. Die Punkbewegung Ende der 70er zeigte die Frauen in einer ganz neuen Wahrnehmung. Da bei Punk alles Do It Yourself war und quasi jeder singen konnte, hatte es einen befreienden Effekt für beide Geschlechter und bot neue Möglichkeiten für Frauen. Sie machten Demos und Jan Degner von CBS nahm sie unter Vertrag. 1983 erschien das Album "Aye" mit Lise Cabble (Gitarre, Gesang), Dorte Kopp-Rasmussen (Keyboards), Gitte Trier (Bass) und Susanne Unruh (Percussion). Arhus Musikkontor war das Management, bei dem man sie buchen konnte, aber plötzlich waren sie out, weil diese zur gleichen Zeit auch die Gruppe TV2 unter Vertrag nahmen und die sich mehr um TV2 kümmerten. Dorte oder Gitte gingen zuerst. Für kurze Zeit füllten sie die Lücke mit Hilmer Hassis und Finn Verwohlt, aber es war klar, dass sie neue Girls finden mussten, um weiterzumachen. ![]() Anne Vig Skoven spielte in der Band Venus. Mette war hin und weg, als sie Anne sah, so sehr, dass sie immer ihren Gitarrenkoffer trug. Anne trat im Sommer 1984 in die Band Tyfoon ein, in der auch Mette war. Anne kam aus Gentofte, lernte Grundschullehrerin und unterrichtete noch, während sie mit der Band spielte. Sie zog dann nach Bredgade in Kopenhagen. Lene Lykke Davidsen (damals Eriksen) war seit 1985 bei Clinic Q. Sie war als Kind im Varde Garden Internat für viele Jahre und spielte die Flöte, aber hörte damit auf, als sie gemobbt wurde, weil sie in einem Orchester-Internat lebte. Nach ihrem Examen arbeitete sie in einem Studentenwohnheim in Regent's Park in London und konnte neben ihrer Arbeit tun, was sie wollte. Sie lernte eher spät, mit 19 Jahren, den Bass zu spielen, den sie in der High School ausprobierte. Sie ging von London zurück nach Kopenhagen und hatte 1985 ein Vorspielen bei Clinic Q, weil sie Mette empfohlen wurde. Clinic Q spielten einfach so, wie die Ideen kamen und eine Zeit lang war es sehr rhythmisch, etwa von den Talking Heads beeinflusst. Als es melodischer wurde, begann Lise mit dem Songschreiben und wurde mehr und mehr die treibende Kraft. Es war alles in Englisch, aber niemand wollte sie unter Vertrag nehmen, denn sie sollten in Dänisch singen. Da dachten sie, dann gehen wir nach London, sprachen mit Virgin und Roxy Musics Manager, die alle begeistert waren, aber meinten, solange sie in Kopenhagen lebten, würde nichts passieren. Sie lasen das Buch "How To Make A Hit". Sie suchten eine Plattenfirma, die ihnen helfen konnte, etwas Besonderes zu kreieren und machten ein spektakuläres Video. Sie wollten neue Demos aufnehmen und in eine neue Richtung gehen. Um einen Plattenvertrag zu bekommen, präsentierte Sanne die Idee, alle Plattenfirmen in das Haus des Magistrats einzuladen und ihre Vertragsrechte ersteigern zu lassen, so dass die Plattenfirma nur noch unterschreiben müsste. Es war etwas größenwahnsinnig! Ernst Jorgensen fand das nicht sehr interessant und ging nicht hin, bis Schlagzeugerin Sanne Unruh ihn um ein Treffen bat. Da er gerade ein neues Plattenlabel gründen wollte, kam Sanne vorbei, mit einer zierlichen Lady, Lise, die auf den Boden schaute und nichts sagte. Und mit Demos, die wie Zementmischer klangen mit Titeln wie Biting Heads Of Chicken, die wirklich nicht gut waren. Auf einem anderen Tape sangen sie in Dänisch und da gab es die Zeilen "Cause you could blow my brain out, you can break my shell - crack it like a coconut, it's all yours, come and take it, if you need it". ("Du kannst meine Schale brechen, wie eine Kokosnuss - es ist alles deins - komm und nimm mich, wenn du es brauchst") Er dachte, eine Person, die solche Texte schreiben kann, von der wird noch mehr kommen. Und er bot ihnen einen Plattenvertrag, wenn sie es auf Dänisch versuchen. Lise kam mit dem Namen Miss B. Haven und alle fanden ihn cool. Aber über die Richtung waren Sanne und Lise verschiedener Ansicht. Nach einigen Treffen war Sanne der Meinung, dass es nicht klar war, in welche Richtung gegangen werden sollte. Sie wollte neu beginnen und ging nach London, um es dort zu schaffen. Es war eine unterschiedliche Balance in der Band und trotzdem, dass Sanne die Driving Force war, die die meisten Dinge möglich gemacht hatte, war sie nicht die Frontfigur, sondern Lise. Die schrieb die Songs und sie hatte entschieden, dass das, was sie fühlte, die richtige Richtung war. Und von da an gingen Lise und Sanne getrennte Wege, weil Sanne nicht weitermachen wollte. Somit wechselte Mette dann an das Schlagzeug. ![]() Die Unstimmigkeiten zwischen der Band und all ihren Produzenten waren immer vorhanden, da die Band für ihre Songs kämpfte und das ewige "ob das nun schneller oder langsamer werden sollte" dafür sorgte, dass die Demos immer cooler waren, weil die Magie noch drin war. Sie sagten sich, wir hören mal rein, ob der ursprüngliche Song noch drin ist. Die erste Single 1987 war dann It's All Yours, Come And Take It, nicht wegen der Musik, aber wegen den Texten. Erst passierte nicht viel, aber dann spielte die DJane Monica Krog Meyer den Song ständig im dänischen Radio. Und als das Album kam, ging der Song ab. Lay Down Under The Sky (Making Love In the Snow) folgte nach. Plötzlich spielten sie Konzerte und die Leute sangen mit. Rock-Kritiker männlich wie weiblich waren begeistert. Und sie hatten aber auch gleich mit den Vorurteilen zu kämpfen. Sie wurden als die beste Frauenband bezeichnet, was aber nicht viel heißt, wenn es nur zwei im Land gibt. Das Album verkaufte 30.000 Einheiten. Sie "spielen gut für Frauen", "Bekommt ihr gute Kritiken, weil ihr Mädchen seid?", sie wurden noch nicht mal Frauen genannt. Die Fotografen wollten immer, dass sie lachen. Und sie sagten "Wir wollen nicht lachen". Mette wurde nach dem Konzert gefragt, ob da ein richtiger Drummer hinter dem Vorhang sitzt. Das Roskilde Festival '87 war dann das Ding. Der Song Coco, den man vom Radio her kannte, wurde da viel rauer, punkiger gespielt. Sie waren alle dünn und blass, als hätten sie seit Jahren nicht mehr die Sonne gesehen. Vor dem ersten Album hatte Susanne Unruh die Band verlassen, daher spielte Mette darauf Schlagzeug und Keyboard. Aber es gab Dinge, die Mette nicht so gut konnte, so kam Lotte Brondum mit auf das Album. Da sie nun auch eine Keyboardspielerin benötigten, da Metta ja live am Schlagzeug saß, baten sie Lotte einzusteigen und es lief sehr gut. Auf dem nächsten Album "On Honeymoon" spielte Lotte dann die Keyboards. Da die restlichen vier doch sehr fest miteinander verbunden waren, wollten sie zu der Zeit kein fünftes Vollzeit-Mitglied in der Band haben. Tomas Lagermand LundmeIn, der Schriftsteller, war damals 14, fand die Telefonnummer von Lene im Telefonbuch, rief sie an und wurde fortan von der Band nach den Konzerten nach Hause gefahren. In Fotex on Vesterbrogade lebten Lise und Mette und dort wurde Lagermand aus dem Tourbus entlassen. Es war nicht, weil es so offensichtlich war, dass es innerhalb der Gay Community lag, aber es war vielleicht offensichtlich für sie, als sie Tomas sahen, dass er ein junger schwuler Junge war, dem sie auf dem Weg helfen wollten. Es war sicher für ihn und gab noch Luft nach oben. Die Band entließ ihren ersten Produzenten Finn nach dem ersten Album, weil es ja so gut lief. Das kannte der aber nur zu gut, dass Bands meinen, nun können sie 100 % alles alleine bestimmen. Finn wurde aber wieder eingestellt. Sie hatten auf allen Alben dänische und englische Songs, da sie immer noch den Traum vom Erfolg im Ausland hatten. Ernst wollte sie außerhalb Dänemarks bekannt machen. Ole Dreyer Wogensen, Geschäftsführer und Musikverleger vom Label Sam, hörte die Band auf dem Roskilde Festival und dachte, das wird ein internationaler Act aus Dänemark. Er arbeitete damals in England und sagte zu Ernst, die Band muss nach England. Er verteilte die Vinyl-Platten der Band und alle Labelverantwortlichen sagten, dass es sehr gut ist. Zur gleichen Zeit machte Ernst das gleiche in Frankreich. Beim Rockexpress 1988 in Frankreich erklärt die rauchende Mette im Zug, dass sie etwas nervös sind, weil ihre Patte in Frankreich veröffentlicht wird und sie einen TV-Auftritt in Paris hatten. Die französische Plattenfirma hatte sehr viele Auftritte in der ganzen Stadt organisiert und dann kam WEA und wollte die Band unter Vertrag nehmen, weil nun das ganze Universum für sie offenstehen sollte. Hugh Attwooll von Warner war sehr von der Band begeistert. Die Band gab ihre Plattenfirma in Frankreich auf, obwohl die Dinge dort sehr gut liefen, aber dann tauchte WEA mit dem Label East/West auf und natürlich kann man dann nicht Nein sagen. Es ist so ein größerer Sprung. Ernst Mikael Jorgensen sagt zum Grund, warum die großen Warner eine kleine dänische Band unter Vertrag nahmen: Weil die Talente in England und den USA auslaufen und es Zeit wird für etwas Neues und Anderes. Mit Warner flogen sie sofort Business Class. Da Lise Angst vorm Fliegen hat, betranken sie sich alle, weil in der Businessklasse trinken frei war, außer Lene. Nach der Landung wankten sie durch den Zoll, wurden gefilzt, doch die Zöllner fanden aber nichts. Außer Lene, die weder rauchte noch trank, hatte ein paar Produkte gekauft, so auch ein Haar-Shampoo, das aussah wie Hasch, und als sie raus waren, wartete eine Stretch Limousine auf sie und brachte sie zu Warner, um den Vertrag zu unterschreiben. ![]() Erst mit dem Marketing ging es richtig los. Welches Coverfoto? Brauchten sie einen Stylisten? Die Band sagte, sie waren schon immer sehr individuell im Aussehen und den Klamotten. Aber plötzlich hatten sie, alle lange Haare, lange Mäntel und Reithosen an. Wir bekamen einen Blankoscheck, um in London einkaufen zu gehen, denn sie wollten wirklich, dass wir einheitlich aussahen. Die Stylisten hatten Meinungen, die aber nicht die der Band waren. Die kauften eine Menge Kleider, die aber nicht gut genug waren. Anne sagt, "wir hatten eine harte Zeit mit dieser Einseitigkeit. Sie dachten, wir sehen nicht dezent aus und wir machten nicht genug aus den Dingen. Sie versuchten uns in eine von drei Hauptkategorien zu stecken. Wo immer wir das entdeckten, hatten wir ein Problem damit." Wenn man mit ihnen arbeitet, dann muss man ihre vier verschiedenen Persönlichkeiten kennen, um ihre Knöpfe zu drücken, wenn man möchte, dass etwas dabei rauskommt. Sie waren sehr unterschiedlich. Lise, Mette und Anne waren mehr zusammen als mit Lene zu der Zeit. Sie waren Freundinnen von Anfang an. Lene trank kein Bier, sondern Karottensaft und die anderen waren alle starke Raucherinnen. Außer Lene, die war gesundheitsbewusst. "Natürlich hat sie sich manchmal beschwert und wir sagten ihr, sie sollte chillen". Aber das macht ja eine Band großartig. Lene kommt auch aus Jutland und die anderen drei aus Kopenhagen. Bei Fotosessions hatten sie 600 Fotos und man sollte drei auswählen. Jede wählte das, wo sie am besten aussah und das Management wählte dann eins aus. "Jede Band braucht eine vorgegebene Richtung. Eigener Stil ist da fehl am Platz, wenn man nicht die Village People sein möchte." ![]() Es wurde rauer. "Denn in Dänemark ist es fast ein demokratischer Prozess, ein Album aufzunehmen. Nicht so aber in England, da müssen schnelle Entscheidungen getroffen werden, jetzt tun wir dies, jetzt das und wenn du dich beschwerst, nehmen sie jemand anderen." Lise meint, dass sie es als unrealistisch angesehen hatten, aber sie hatten hart gearbeitet und es ist jetzt wie ein alter Traum, der sich nun erfüllt. Das Video zu Making Love In The Snow läuft. Lene meint, es wirkt, als ob alle Personen abwesend wären. Das riesige Film-Studio, Hammer Studios, mit dem großen Set-Up und riesigem Essensbuffet. Sie generieren im Video dem Zuschauer, dass man "sie haben kann". Ein Phänomen, das allen Rock- und Popmusikern der 1960er bis 2000er, egal ob männlich oder weiblich, gemeinsam ist: Dem Zuhörer, Käufer, Kunden, männlich wie weiblich, das Gefühl zu geben, dass sie nur für Dich singen und Du sie haben könntest. Also das übliche "Sex sells" wie überall in der Verkaufswerbung. Es hat an nichts gefehlt. Wind-Maschinen, Schnee und Lagerfeuer. Aber es fehlte die menschliche Wärme. Es gab keine Unterstützung, es war keine Person da mit einer guten Idee darüber, wer die Band sein sollte und wohin sie gehen sollten. "Wir haben die Zügel zur falschen Zeit lockergelassen. Irgendwie mussten wir zusammenarbeiten, aber am Ende verkauften wir ein Stück weit unsere Persönlichkeiten. Wenn man sich zu sehr verbiegen lässt, dann ist am Ende nichts mehr von einem übrig. Und man weiß nicht, was es ist. Aber die Musik ist doch mehr als nur die Noten, die gespielt werden." Ihre Träume wurden wahr, weil sie ins Ausland gingen, so puschten sie sich selbst ein bisschen weiter, als sie es hätten tun sollen. Sie beklagen auch die männerdominierte Musikszene der damaligen Zeit, aber doch weit weniger als es im Pressetext zum Film angekündigt wurde. Heute sieht man das natürlich etwas anders, aber damals mussten sie so machen mussten, was dann wohl die Kritik aus heutiger Sicht ist. Die Presse war sehr stark zu der Zeit in England und konnte Trends etablieren. Daher war es wichtig, dass die Band in London war. Es war wichtig, in der Stadt gesehen zu werden und die Journalisten ein bisschen kennenzulernen. Mette sagt, "man muss dort leben und muss dort sein und mit den richtigen Leuten abhängen und großartiges Material haben, was aber nicht genug ist. Man muss großartige Produzenten haben, was aber auch nicht genug ist. Man muss verdammt gut aussehen, was wir taten, was aber auch nicht genug ist. Und so weiter und man braucht auch Glück." "Das Video kostete eine Million in der Produktion und das war verdammt viel Geld für ein Video in 1989. Jeff Lynne und Duncan Bridgemann waren unsere Produzenten, wir lebten für drei Monate in einem arabischen Appartement mit überall Spiegeln und Marmor. Es war kein billiges Abenteuer. Die neuen Verantwortlichen wollten aber nichts anrühren, was sie nicht selbst kreiert hatten. Es war wie, wenn der gedrückte große Knopf plötzlich verlangsamte. Nichts passierte. Das Album verkaufte sich nicht, es funktionierte einfach nicht. Und das ist sehr enttäuschend, da es ein sehr gutes Album ist." Sie hatten versucht, es im Radio zu spielen, aber es funktionierte nicht wirklich. Die Band machte danach eine kleine Tour. Die "scheiße" Tour. Minna Grooss kam sprichwörtlich ins Bild, gerade, als alles zusammengebrochen war. ![]() Sie merkten, wie unglücklich sie waren, sie hatten alles getan, es hat Geld gekostet und war auch Spaß, aber irgendwie waren doch wohl alle froh, da wieder herausgekommen zu sein. Und dann nahmen sie 1991 das Album "Mellem Hjerter Og Spar" auf. 1991 mit Til Sommer / This Summer. Es war nicht wie ein Heimkommen, eher wie "auf in den Sattel, weiter geht’s. Wir hatten die Energie und waren immer noch eine Rockband." Sie spielten wieder auf dem Roskilde Festival und in England und Deutschland. Sie gingen zu EMI und Ernst unterstützte die Band weiterhin inoffiziell, da es ja nicht mehr sein Plattenlabel war. Andy Piercy war Produzent und eher nett. Als Mette eine perfekte Schlagzeugspur einspielte, meinte er, sie könnten doch eine Drummaschine nehmen, wenn Mette es so spielen will! Das Album war gut und die Band diskutiert, ob man die Songs für die Plattenfirma aufnimmt, um Erfolg zu haben, oder ob man für sich damit zufrieden ist. Sie waren noch eine Rockband in klassischer Besetzung mit starker Leadstimme, aber hatten eine Pop-Basis mit etwas tiefgreifenderen Texten. 1994 kam das Album "Suk & Stads" mit Produzent Richard Gottehrer, der auch die ersten beiden Blondie-Alben produziert hatte. Er versuchte etwas Punk Attitude in eine aktuellere Version zu übersetzen und so hatten sie einen komplett anderen Sound. Mehr rockig und rau. Alle Kritiker bestätigten, dass sie sehr gute Musikerinnen sind und immer sehr gut produziert wurden, so konnte man sie nie angreifen, nie klang etwas schlecht. Sie waren durchaus ein internationaler Act aus Dänemark. Alle vier Alben waren etwas unterschiedlich und das Letzte kehrte wieder zurück zu dem Schmerz auf dem Ersten. Es gab danach eine kleine Kontroverse, in welche Richtung man gehen wollte. Anne war etwas frustriert über die vielen Herz/Kreislauf-Krankheitssongs und Lise mochte mehr die Techno-Songs. Die Band versuchte es noch mal in den USA mit den Songs der letzten beiden Alben und nannte sich dafür um in Marta Marta, weil die Firma in den USA dachte, Miss B Haven habe einen sexuellen Unterton, worüber die Band nie nachgedacht hatte, aber sie wollten auch nicht in den USA als Porno-Act durchgehen. Da Anne mehr in die Bibel abdriftete und sich für Theologie interessierte und Jesus irgendwann mal "Marta, Marta… und ein Zitat, an das sie sich nicht mehr erinnern konnte, geschrien hat", was aber niemand außer Anne verstanden hatte. ![]() "Weil es ein bisschen wieder so war, wie es bereits in England passiert ist, als die Plattenfirma aufgelöst wurde und jemand gefeuert wurde, passierte das gleiche nun wieder. Wir waren raus! Aber niemand wusste genau an welchem Punkt. Es lag einfach im Raum und war etwas wie eine Art schleichende Metallermüdung. Die Geschichte wiederholte sich." "Es war auf jeden Fall ein großer Platzer, als Anne die Band verließ. Es konnte einfach nicht mehr weitergehen, denn die Diplomatin hatte die Band verlassen. Wie wenn ein Arm amputiert wurde. Anne ging, um Theologie zu studieren und es war nicht möglich, dies mit einem 8-Stunden-Tag der Band zu kombinieren. Sie wollte etwas anderes machen. Es war auch nicht möglich mit kleinen Kindern, obwohl sich Preben, ihr Mann um die Kinder kümmerte. Anne wollte zwar weiterhin in der Band sein, aber auf eine andere Art. Aber als ihr die Frage gestellt wurde, ob sie nun dabei ist oder nicht, war das so peinlich für uns, dass sie ging. Die Band fand heraus, dass jeder seine Rolle hatte und sie alle essentiell in genau diesem Line-Up waren. "Wie eine Chromosomenanordnung. Wenn man einen Link herausnimmt, fällt alles zusammen." Am Nyborger Strand sagen Lene und Nina, dass sie die Band verlassen wollen. Das letzte Konzert war am Bellevue Theater mit Margarethe Björklund als Gitarristin bei der letzten Tour. Beim Verlassen des Probenstudios hatten Mette und Lise einen Kampf. Liese stieß Mette die Treppen herunter. Sie brach sich beinahe den Hals. Lise wiegelt ab. Beide lachen nun im Film darüber. Am 1. Mai 1997 lösten sich Miss B. Haven offiziell auf. Mette wurde verlassen mit nichts, einer riesigen Leere. Die Band war ihr Leben und mehr als nur ein Job gewesen. "Es war Leben, Arbeit, Blut, Schweiß, Tränen, Fleisch und Seele, alles mit jeder Zelle des Körpers. Von einem Tag auf den anderen kam ein großer Radierer und löschte alles aus. Eine Befreiung und große Traurigkeit, weil die letzte Platte wirklich sehr gut war. Es fühlte sich an wie auf einer Drehbühne und die Band wurde aus dem Bild gedreht. Wir konnten nichts dagegen tun." Minna blieb Musikerin und ging auf Tour, bei The Sandmen, mit großer Hammond-Orgel. Für Mette kam das große schwarze Loch gefüllt mit Frust, Traurigkeit und auch Erleichterung. Es war ein großes, fettes Paket. Lise überlegte, ob sie eine Solo-Platte machen sollte, sprach mit Ernst und dachte nach. Sie mochte eher das Kreative, im Studio sein und schreiben und so kam ihr die Idee, für andere zu schreiben. Sie schrieb für den Eurovision Song Contest (ESC) und Mette wollte auch Teil davon sein. Der erste Beitrag kam sehr weit und Lise war angefixt, einen Sieg zu holen, da Dänemark bereits drei Mal gewonnen hatte. 2011 war sie sehr nahe am Sieg, sie gewann den dänischen Vorentscheid und wurde Fünfte in Düsseldorf. 2013 gewann sie dann mit Only Teardrops von Emmelie de Forest. 2011 wurde bei Anne Lungenkrebs diagnostiziert. Nach Bestrahlung und Chemo wurde ihr 2012 gesagt, dass es unheilbar ist. Sie kämpfte, kam in ein Hospiz in Boston. Mette und Lise schauten mit ihr Bilder eines Fotoalbums an. Sie glaubten noch an ein Wunder noch zwei Tage vor ihrem Tod. Bei den Interviewszenen werden zuerst immer nur Mette und Lise gezeigt und später kam Lene per Splitscreen dazu, weil Minna zwischen Lise und Lena sitzt. Mit Minnas Bandeintritt sehen wir dann alle vier. Und nach dem Tod von Anne wird der Bildausschnitt noch größer und man sieht, dass neben Mette noch ein leerer Stuhl für Anne steht. Und alle sagen, dass sie heute bei ihnen ist! Ab 1:34:13 geht es in die Sweet Silence Studios im November 2022. Dort nehmen Miss B. Haven ihren letzten Song Endeløse Nat, den Titelsong des Films, auf. Sune Rose Wagner ist der Produzent und spielt auch die E-Gitarre anstelle von Anne. Flemming Rasmussen ist der Toningenieur. Man sieht Mette mit nun ungefärbten grauen Haaren am Schlagzeug. Dann singen Lene, Mette und Minna die Backing Vocals ein. Es läuft dann sozusagen das Video von Endeløse Nat mit Einblendungen aus den früheren Tagen. Im Song geht es darum, dass im Nachhinein alles "wie eine Endlose Nacht erschien, alles endlos ohne Antworten, war es nur ein Traum, war es nur ein Jahr - wir werden es nicht wirklich verstehen". Es geht auch um Anne. Der Song endet mit Herzschlägen und einem Regenbogen. Der Abspann folgt bei 1:38:57: Gewidmet Anne Vig Skoven 01.05.1960 - 27.03.2013. Minna Grooss ist Radio Moderatorin bei Denmark Radio Natsvaermeren, Freelance-Kulturjournalistin, macht Dokumentationen und singt in der Band Jodeladies. Lene Lykke Davidsen ist Visual Artist, Kunstschullehrerin und spielt Bass in verschiedenen Bands. Mette Soele Zachau Mathiesen ist Musiklehrerin für Entwicklungsbehinderte und spielt in der Band Naive und macht immer noch Musik zusammen mit Lise. Lise Cabble arbeitet täglich in ihrem Heimstudio an neuen Songs für andere Künstler, für Theater wie das Musical "Matador" und hat ein neues Projekt mit Mette. Als Mitwirkenden im Film werden gelistet: Sanne Unruh, Finn Verwohlt, Ernst Jorgensen, Ole Dreyer Wogensen, Erik Jensen, Tomas Lagermand Lundme, Nanna Kalinka Bjerke, Klaus Lynggaard mit Jeff Lynne, Richard Gottehrer. Die gezeigten Videoclips: Tiptoe 1985, Alt Er Dit 1986, Laeg Dig Ind Under Himlen 1987, Coco (Roskilde Festival) 1987, Til Sommer 1991, A Taste Of A Honeybee 1994, Endeløse Nat 2024. Promovideos: Nobody's Angel 1990 Fredrik Böklund; Making Love In The Snow 1990 Nick Morris; Vent Til Vi Ses Igen 1991 Maria Thastum; Where Do We Do The Thing 1992 EMI/Medley ![]() 1. Om den spaede Musikstart med JC (3:35) Man sieht Susanne Unruh in Farbe, wie sie über den Anfang der Band mit JC und die USA-Reise spricht und wie sie Schlagzeug gespielt hat. Die Fotos sind die gleichen wie im Film und ein paar mehr. Es scheint sich hier um das ausführliche Interview von 2018 zu handeln mit Ausschnitten, die es nicht in den Film geschafft hatten. 2. Band YT, og Punkenborg (5:29) Sanne erzählt über die Punkzeit der Band Yt. aus dem Jahr 1979. Camilla Hoiby spricht zusammen mit Lise. Alle aktuellen Interviewszenen. 3. Clinic Q Version 1 (2:55) Sanne über die ersten Clinic Q. Und internationale Steckdosen, Dorte und Gitte. 4. Clinic Q i Rocknyt Januar 83 (1:30) Promofoto, das Album "Aye" und ein Kassetteninterview aus der Zeit. 5. Mellemspiel med Finn & Hilmer i CQ (1:14) Das Zwischenspiel mit den beiden Männern. Finn und Sanne sprechen aktuell. 6. Lene om sit Forste Mode med Clinic Q (1:14) Lene spricht über ihr erstes Konzert von Clinic Q als Besucherin. 7. Lulu Longdrinks and The Coktails (7:49) Mette spricht vor "Endeløse Nat"-Plattencovern mit Autogrammen. Dann werden Fotos aus der Zeit eingeblendet mit Mette, Sanne, Anne und Lise, die in einer Fußgängerzone spielen, wobei Mette ein Casio und ein Kazoo spielt und man hört ein Traditional. 8. Debat om Kvinderock (1:05) Die vier von 2018 debattieren. 9. Anne Dorte Michelson om Venskab med Anne (10:30) Ein Interview von Anne Dorte Michelson über Anne ohne Einblendungen. 10. Min Ting (9:21) Alle stellen persönliche Dinge vor. Die 2018er-Interviews sind in Farbe und Mette zeigt das Foto mit ihrer Yamaha Leslie-Orgel. Bei 2:22 stellt Minna ein Symphonion vor, in das eine Lochscheibe eingelegt wird und sie es dann mit einer Leier abspielt. Bei 4:39 zeigt Lene ein schwarzes Kästchen, das sie aus ihrer Zeit aus London mitgebracht hat. Bei 6:52 sieht man Lise mit ihrem Casio Keyboard. Sie macht das Metronom auf dem Handy an und spielt die Urversion von Nobody‘s Angel und singt dazu. 11. Film Teaser 2019 (2:10) Der Film-Teaser, der dem Vorspann des Films ähnelt und Szenen aus dem Film zeigt, mit Widmung für Anne und der Ankündigung des Films für das Jahr 2020. 12. 6 Musikvideoer (1986-1994) (30:20) Hier werden 6 Musikvideos gezeigt. Jeder Clip hat eine Karte mit Titel, Datum und Credits der Produktion. Tiptoe von Clinic Q vom 17.02.1986. Ab 0:15 sieht man Lise singen, Mette am Akkordeon und Tom Toms, Sanne am Schlagzeug, Lene am funky Bass, Anne an der E-Gitarre. 5:21 Alt Er Dit von Miss B. Haven vom 17.02.1987; ab 5:29. Lise singt, Anne Gitarre, Lene Bass, Mette schlägt mit Hand die Snaredrum und singt mit Anne Backing Vocals. 9:41 Laeg Dig Ind Under Himlen / Making Love In The Snow von Mitte November 1987 ab 9:50. Mit schönen Spielszenen fährt Anne mit einem Oldtimer in ein Fabrikgebäude, dort bauen die anderen das Set auf. Auch Lotte Brondum ist an Keyboards zu sehen, Mette spielt Schlagzeug und Schellenkranz. Lise singt draußen und kommt ins Gebäude. Mette sieht sehr cool aus. Diese Version hat etwas Country-Feeling. Als Schnee fungieren Styropor-Kringel. 15:17 Til Sommer vom Februar 1993 ab 15:26. Ebenfalls mit Spielszenen einer Protagonistin, die am Seeufer entlangläuft. Die Band sitzt am Wohnmobil und schaut der Szenerie zu. Mina Grooss spielt ein Casio Keyboard. Mette liest ein Buch. Lise schreibt in ein Buch. Lene schnitzt Holz. 20:20 Tango / A Taste Of A Honeybee von 1994 ab 20:28 Im Super-8-Stil mit Vorstellung der Band, der Song Tango startet dann bei 21:38 und ist in Schwarz/Weiß und zeigt die Band im Studio. Anne, Lene und Mina singen Backing. Lise spielt auch Gitarre. Ab 25:06 wird es wieder bunt und zeigt die Band beim Essen, der Clip geht dann bei 25:59 mit A Taste Of A Honeybee im gleichen Studio in Schwarz/Weiß mit eingeblendeten Farbszenen weiter. Bei 29:46 geht es dann wieder in surreale Super-8-Szenen über, die rückwärtslaufen. 13. Miss B. Haven Roskilde 87 Concert (33:05) Man sieht Filmszenen vom Festival am Freitag, 3. Juli 87, bei denen an die Besucher ein Miss B. Haven-Eis am Stil verschenkt wird und sie über Miss B. Haven befragt werden. Dann sieht man, wie sich die Band im Probecontainer vorbereitet und auf die Bühne ins Zelt geht. Um 21:30 spielen sie. Der Film zeigt Making Love In The Snow auf Dänisch. Anne spielt Slide Gitarre, Lotte Keyboards. Das Video ist mit Effekten gespickt. Der Song hört sich live sehr gut an und hat ein neues Zwischenteil. Lise Gitarre und Gesang. Backing hat nur Anne. Und es gibt noch zwei Backing-Sängerinnen, Dorthe Hyldstrup und Lotte Gundlev, die erst bei 10:56 zu sehen sind. Bei 7:59 kommt Coco mit langem Intro und viel Trockeneisnebel. Bis 13:09. Dann folgt Dangerous bis 18:40. 18:53, mit Synthiintro und Beckenschlägen, folgt die dänische Version von Sand In My Eyes bis 24:52. Dann geht es gleich weiter mit einer Rock'n'Roll-Nummer bis 31:02. Dann folgt noch ein kurzer Kommentar von Mette 2018 und der Filmabspann von 1987 mit Hinweis, dass das Videotape 2025 re-stored wurde. 14. Theatrical Trailer 2025 (2:13) Der aktuelle Trailer, dessen Szenen näher am fertigen Film dran sind, auch mit kurzer Einblendung von Jeff Lynne und dem Song Endeløse Nat, den es ja beim 2019er Trailer noch gar nicht gab. nach oben |
Die "neuen" Songs der "Anthology"-Serie der Beatles© Fotos, Apple Records© Text, Hartmut Scholz, ELO Fanclub ![]() Die Beatles gelten zu Recht als eine der größten Bands in der Geschichte der Popmusik, wenn nicht sogar als die Größte überhaupt. Die ganze Aufregung um den letzten "neuen" Song der Beatles, "Now And Then", erinnert uns an die beiden bisherigen "neuen" Beatles-Songs "Free As A Bird" und "Real Love". Neben ihren unglaublichen Songs und ihrer unbestreitbaren kulturellen Bedeutung ist einer der Gründe, warum die Band so beliebt geblieben ist, dass sie nicht jahrelang dahindümpelte, sondern auf ihrem Höhepunkt oder zumindest nicht weit davon entfernt aufhörte. Doch im Laufe der Jahre kam es zu einer Art von Wiedervereinigung, die zur Entstehung von "Free As A Bird", "Real Love" und schließlich "Now And Then" führten. Die
"Anthology"-Reihe
der Beatles
war ein Multimediaprojekt, das 3 Doppelalben, ein dickes gebundenes
Buch und im Mittelpunkt eine beeindruckende Fernsehserie mit 8 Folgen
umfasste, die die gesamte Geschichte der Band von ihren berauschenden
Anfängen bis zu ihrem Ende erzählte. Der Zeitpunkt war perfekt - es war
genug Wasser den Bach hinuntergeflossen, um Paul McCartney, Ringo Starr und
einen oft widerstrebenden George
Harrison (und eine zustimmende Yoko Ono) zu
überzeugen, wieder zusammenzukommen, während die Britpop-Szene jener
Zeit sowohl in Interviews als auch in der Musik ständig die Beatles
beschwor. Und zusätzlich zu dem Rückblick hat die Band sogar etwas
Neues (oder zumindest etwas ziemlich Neues) erschaffen. Nachdem sie
ursprünglich in Erwägung gezogen hatten, als Trio Instrumentalmusik
aufzunehmen, entschieden sie sich, dass jedes der 3 "Anthology"-Alben
einen "neuen" Beatles-Song
beinhalten sollte - mit allen 4 Mitgliedern, einschließlich John Lennon. Daher
wandten sich Paul,
Ringo
und George
an Yoko Ono
und fragten sie, ob sie unveröffentlichte Musik von John hätte, die sie
dem Trio zur Verfügung stellen könnte. Sie erklärte, dass es George und der
ehemalige Beatles-Roadmanager
Neil Aspinall
waren, die sie auf die Idee brachten, John's alte
Kassetten mit neuer Musik zu kombinieren, während sie diese nach John Lennon's
zweiter Solo-Aufnahme in die Rock
and Roll Hall of Fame im Jahr 1994 übergab. Nach der
Zeremonie besuchte Paul
Yoko
zu Hause, wo er sich eine Kassette mit 5 oder 6 Liedern anhörte. Die Beatles
konzentrierten sich auf 4 davon: "Free
As A Bird", "Real
Love", "Grow
Old With Me" (das 1984 auf dem posthumen Lennon/Ono-Album "Milk & Honey"
veröffentlicht wurde) und "Now
And Then".Mit dem Tape von John's Demos in der Hand gingen die überlebenden Beatles ins Studio und begannen mit der Arbeit. George Martin wurde gebeten, die Songs zu produzieren, lehnte jedoch ab, da seine Hörprobleme dies unmöglich machten (obwohl er letztendlich die "Anthology"-Reihe produzierte und leitete). Stattdessen produzierte die Band die Songs selbst, zusammen mit dem ehemaligen ELO-Mann Jeff Lynne, der nicht nur 1987 mit George Harrison an dessen Album "Cloud Nine" gearbeitet hatte, sondern auch Teil der Supergroup Traveling Wilburys war. George bestand offenbar darauf, dass Jeff dabei war. Auch der ursprüngliche Beatles-Toningenieur Geoff Emerick kehrte zurück, zusammen mit Jon Jacobs, der seit den späten 1970er Jahren mit Paul und Geoff zusammengearbeitet hatte. Die
Beatles
kamen im Februar und März 1994 in Paul's
Heimstudio in Sussex
zusammen, um ihre Beiträge zu John's
spärlichem Gesangs- und Klavierdemo hinzuzufügen. "Wir haben einfach so getan, als
wäre John im Urlaub oder beim Teetrinken und hätte uns das Band zum
Abspielen überlassen", erklärte Ringo. "Nur so konnten wir damit
umgehen und die emotionale Hürde überwinden, denn es war wirklich sehr
bewegend"Das ursprüngliche Demo von "Free As A Bird" war recht einfach und die restlichen Beatles fügten genug hinzu, um das Lied offiziell allen 4 Bandmitgliedern zuzuschreiben; es handelt sich also um eine Komposition von Lennon-McCartney-Harrison-Starr. Obwohl die meisten Lieder der Band aus der Partnerschaft von John und Paul stammen, ergänzt durch eine ordentliche Portion von George und einige Ringo-Tracks, war es nicht völlig ungewöhnlich, dass die gesamte Band als Komponisten auftrat. "Flying" und "Dig It" wurden ebenfalls Lennon-McCartney-Harrison-Starr zugeschrieben, ebenso wie die "Anthology"-Outtakes "12-Bar Original" und "Los Paranoias". Bei "Real Love" war der Song praktisch schon vorhanden und wird daher als Komposition von John Lennon aufgeführt. Wäre John damals noch bei den Beatles gewesen, hätte Paul sicherlich eine Mitwirkung erhalten, aber das war nicht der Fall. Es scheint, dass es ursprünglich als Teil eines unvollendeten Bühnenstücks mit dem Titel "The Ballad Of John And Yoko" geschrieben wurde und später in "Real Life" umgewandelt wurde. Mehrere Versuche, es im Studio aufzunehmen, scheiterten, darunter auch für das John Lennon-Soloalbum "Double Fantasy" im Jahr 1980. Da "Free As A Bird" und "Real Love" auf John's Demos basieren, ist es klar, dass seine Stimme die beiden Songs anführen. In der Zeit vor "Get Back" war es nicht möglich, John's Stimme von den anderen Geräuschen auf dem Band zu trennen, weshalb man bei "Free As A Bird" sein Klavierspiel hören kann. Das Lied wurde bearbeitet, um Platz für Paul's und George's Gesang zu schaffen, während George zusätzlich eine Slide-Gitarre und eine Ukulele-Coda über einem rückwärts abgespielten Sample von John hinzufügte, in dem er den bekannten Slogan von George Formby sagte: "Turned out nice again!". Im vollständigen Abspann sind Paul und George mit Lead- und Harmoniegesang zu hören, wobei Paul Bass, Akustikgitarre, Synthesizer und Klavier beisteuert und George Slide-Gitarre, Akustikgitarre und Ukulele hinzufügt. Ringo spielt Schlagzeug und ist auch im Hintergrundgesang zu hören. Jeff Lynne orientierte sich an George Martin, der bei vielen Beatles-Produktionen mitwirkte und zögerte nicht, seine eigene E-Gitarre und seinen Hintergrundgesang hinzuzufügen. Obwohl
es "fertiger" war als "Free
As A Bird", war es in mancher Hinsicht herausfordernder,
dem Demo "Real Love"
den letzten Schliff zu geben - eines, das John
im Juli 1980 auf den Bermudas mit einem tragbaren Tonbandgerät
aufgenommen hatte. Auf dem Band war viel Brummen und Rauschen zu hören,
ebenso wie zahlreiche Klickgeräusche. Es erforderte viel Mühe, das
Rauschen um John's
Stimme zu entfernen, um etwas Brauchbares zu erhalten. Zudem gab es
Probleme mit dem Timing, da John
bei der Aufnahme lediglich eine Idee festhielt und nicht im Takt eines
Trommelschlags oder Metronoms arbeitete. "Es war eine große
Herausforderung, alles rechtzeitig fertigzustellen, damit die anderen
mitspielen konnten", berichtete Jeff Lynne dem
Magazin "Sound on Sound".
"Es
ist ein ziemlich komplexer Prozess, aber aus irgendeinem Grund weiß
ich, wie es funktioniert, weil ich jahrelang an anderen Projekten
gearbeitet habe". Zu den musikalischen Verzierungen beider
Songs fügte er hinzu: "Wir
wollten ein zeitloses Album schaffen, deshalb haben wir auf die neueste
Technik verzichtet. Wir wollten es nicht modisch gestalten".In der finalen Version sind John's Originalgesang und Klavier zu hören, während Paul, George, Ringo und Jeff den Hintergrundgesang beisteuern. Paul spielt außerdem Akustikgitarre, Klavier, Bass, Kontrabass, Harmonium, Cembalo und Schlagzeug, während George E-Gitarre, Slide-Gitarre, Akustikgitarre und Schlagzeug hinzufügt. Ringo ist wieder am Schlagzeug und an den Perkussionsinstrumenten, während Jeff ebenfalls ein wenig Gitarre beisteuerte. "Es war äußerst merkwürdig und gleichzeitig sehr magisch; es hatte etwas Unheimliches und war gleichzeitig wunderbar", erklärte Paul im Interview mit dem Magazin "Bass Player". "Vor der Sitzung haben wir darüber diskutiert und ich habe versucht, bei der Planung zu helfen, da wir nicht einmal wussten, ob wir nach all den Jahren überhaupt gemeinsam in einem Raum sein könnten. Also habe ich mit Ringo besprochen, wie wir es angehen würden und er sagte, es könnte sogar Spaß machen. Und genau das war es - es war wirklich großartig. Wir haben es geschafft, das ist das Entscheidende. Und es ist mir egal, was die Leute denken. Wir konnten zusammenarbeiten. Wir haben einige technische Anpassungen an der Band vorgenommen, damit alles funktioniert und Jeff Lynne war wirklich hervorragend". Während John Lennon-Demos als Bootlegs im Internet auftauchten, wurde "Free As A Bird" nie offiziell in irgendeiner Form veröffentlicht, bevor die Beatles wieder zusammenkamen, um daran zu arbeiten. Ein weiteres Demo von "Real Love" aus dem Oktober 1979, bei man John an der Akustikgitarre statt am Klavier hören kann, war bereits zuvor erhältlich, da es den Soundtrack des Dokumentarfilms "Imagine: John Lennon" aus dem Jahr 1988 eröffnete. "Free As A Bird" wurde am 4. Dezember 1995 als Single veröffentlicht, auf der B-Seite befand sich "Christmas Time (Is Here Again)" - die CD beinhaltete zudem Aufnahmen von "I Saw Her Standing There" und "This Boy". Die Single erreichte schließlich Platz 2 in den britischen Single-Charts und wurde nur von Michael Jackson's überwältigendem "Earth Song" von der Spitze verdrängt, obwohl viele Beatles-Fans bereits die "Anthology 1" erworben hatten. "Real Love" wurde am 4. März 1996 als Single veröffentlicht, 2 Wochen vor der "Anthology 2". Diese Zusammenstellung beinhaltete auch die bisher unveröffentlichten Beatles-Songs "12-Bar Original", die ursprünglich für das Beatles-Album "Rubber Soul" gedacht waren sowie "If You've Got Trouble" und "That Means A Lot", die für das Album "Help!" geplant waren, bevor sie verworfen wurden. "Anthology 2" führte die Charts an, während die Single "Real Love" Platz 4 erreichte, obwohl sie es nicht auf die damals so bedeutende Playlist von BBC Radio 1 schaffte. In den USA erreichte sie immerhin Platz 11. Das Video zu "Real Love" war etwas traditioneller als das zu "Free As A Bird". Der Einsatz neuer Technologien bei der Produktion von "Now And Then" im Jahr 2023 hat dann zu Forderungen nach einem Remix und Remaster von "Free As A Bird" und "Real Love" geführt. Im
Jahr 2025 wurde nach der Ankündigung des "Anthology 4"-Boxsets
bekannt gegeben, dass "Free
As A Bird" und "Real
Love" endlich ein neues Update erhalten haben, bei dem
dieselbe Technologie verwendet wurde, mit der auch "Now And Then"
bearbeitet wurde. Dabei ist es erwähnenswert, dass sowohl "Free As A Bird" als
auch "Real Love"
von Jeff Lynne
zusammen mit Giles Martin
für das Hits-Album "1+
(Deluxe Edition)" aus dem Jahr 2015 sowie die
dazugehörigen DVD's
und Blu-ray's
maßgeblich neu abgemischt wurden.Bei "Free As A Bird" wurde nicht nur John's Gesang überarbeitet, sondern auch die Gesangsteile von George (Verse 2: George) wurden ersetzt ("Whatever happened to the life that we once knew" wurde zu "Whatever happened to the love that we once knew") und Paul's Leadgesang in der zweiten Strophe wurde verstärkt. In das Outro der ursprünglichen Version wurde ein rückwärts abgespieltes Zitat von John integriert. Der Sprachausschnitt ist bewusst über den Ukulelenpart am Ende des Stücks gelegt, da John's Aussage darin - wie bereits weiter oben beschrieben - ein bekannter Slogan von George Formby ist. In Anlehnung an seinen ersten musikalischen Helden äußert der Beatle: "Turned out nice again!". In typischer Beatles-Manier ging die Gruppe jedoch noch einen Schritt weiter und experimentierte mit dem aufgenommenen Ausschnitt, anstatt ihn einfach in ihren Song einzufügen. Sie drehten die Aufnahme um und fügten dem Mix unmittelbar nach der Originalversion eine beschleunigte, rückwärts abgespielte Wiedergabe von John's Imitation hinzu. Paul, George und Ringo waren mit dem Ergebnis dieses Tricks besonders zufrieden, denn es klang zufällig, als würde John "Made by John Lennon" sagen. Sie hatten damit unbeabsichtigt eine weitere Kuriosität geschaffen, die zu den Tausenden winzigen Eigenheiten hinzukam, die die Studioaufnahmen der Beatles ohnehin schon in Hülle und Fülle aufwiesen - etwas, das die Fans zu schätzen wissen. In der neu bearbeiteten Version wird das Original-Zitat vorwärts abgespielt, sodass man wieder "Turned out nice again!" von John Lennon hört. Nach Aussage von Dhani Harrison in einem Interview wurde "Free As A Bird" für die "Anthology 4" mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) neu abgemischt. Auch im Internet sickerte durch, dass John's Gesang mit der neuen MAL-Audiotechnologie, die bereits im Jahr 2023 bei "Now And Then" zum Einsatz kam, bereinigt und alles andere auf Hochglanz poliert wurde. Offiziell heißt es: "Im August 2025 wurde eine neue digitale Version des Remixes von 'Free As A Bird' veröffentlicht. Der Track wurde von Jeff Lynne remastert und unter Verwendung von Audio-Restaurierungstechnologie isoliert, um John Lennon's Gesang zu betonen. Dieser Remix fungiert als Vorläufer einer erweiterten Jubiläumsausgabe der The Beatles-Anthology zum 30-jährigen Bestehen, die im November 2025 erscheinen wird". In der Neuauflage von "Real Love" wurden Cembalo und Harmonium ausgeblendet und sogar einige Leadgitarrenstücke sowie Schlagzeug-Fills aus der Aufnahme von 1995 entfernt. Der
Plan war, "Anthology 3"
auch mit einer dritten "neuen" Aufnahme zu beginnen, doch die
endgültige CD startete stattdessen mit George Martin's
Instrumentalstück "A
Beginning", das ursprünglich für das "White Album"
aufgenommen (aber nicht darauf verwendet wurde) und stattdessen auf "Yellow Submarine" zu
hören war. Was ist also passiert? Es stellte sich heraus, dass die Beatles bereits im
Februar 1995 mit der Arbeit an einem weiteren dieser John Lennon-Demos
begonnen hatten - noch bevor sie mit "Real Love" anfingen.
Während einige dachten, es handele sich um "Grow Old With Me",
das erstmals ein Jahrzehnt vor der "Anthology"-Serie
offiziell veröffentlicht wurde, weiß man heute, dass es sich bei dem
besagten Demo um "Now And
Then" handelte, das John
im Jahr vor seinem Tod im Dakota
aufgenommen hatte. "Wir
haben mit der Arbeit daran begonnen, aber das Demo war offensichtlich
noch nicht fertig, also dachten wir, wir würden an 'Real Love'
arbeiten, das einen vollständigen Textsatz enthielt",
sagte Jeff Lynne.
"Es
muss als Lied vollendet werden, bevor alle entscheiden, was sie damit
machen und es ist nicht schwer, sich vorzustellen, wer es fertig
schreiben würde".Paul äußerte 2012: "Wir haben an 'Now And Then' gearbeitet, doch George hat es abgebrochen ... es liegt immer noch hier, also werde ich mich mit Jeff zusammentun und es umsetzen. Und irgendwann werde ich es vollenden". Im Juni 2023 gab Paul bekannt, dass eine KI eingesetzt wurde, um John's Gesang zu isolieren - ähnlich wie Peter Jackson es für das "Get Back"-Projekt gemacht hatte. "Peter konnte John's Stimme aus einem alten Kassettenstück herausfiltern", erklärte Paul. "Wir hatten John's Stimme und ein Klavier und er konnte sie mit Hilfe künstlicher Intelligenz trennen. Man sagt der Maschine: 'Das ist die Stimme. Das ist die Gitarre. Entferne die Gitarre.' Dann konnten wir die Platte so mischen, wie man es normalerweise tun würde. Das gibt einem also einen gewissen Spielraum". All dies bedeutete, dass Paul und Ringo den Song endlich vollenden konnten und "Now And Then", der "letzte Beatles-Song", veröffentlicht wurde. Original-Manuskript: Mayer Nissim Bearbeitung: Hartmut Scholz nach oben |
The Lights go down forever!© Foto, TMP/KI© Text, Hartmut Scholz, ELO Fanclub ![]() Am 5. Juli 2025 wurde das Eröffnungskonzert von Jeff Lynne's ELO im Zuge der "Over And Out-Tour 2025" in Birmingham abgehalten. Während dieses Konzerts trat Jeff ohne Gitarre auf die Bühne und berichtete, dass er sich bei einem Taxiunfall in London an der linken Hand verletzt hatte. "Ich hatte mein ganzes Leben lang eine Gitarre in der Hand, aber heute Abend nicht", äußerte er. Kurz vor dem Ende der Show in Manchester am 9. Juli 2025 gab es einen Schockmoment, als Jeff nach "Turn To Stone" Schwierigkeiten hatte, sich auf den Beinen zu halten und sich setzen musste, um die letzten Songs im Sitzen zu beenden. Nach "Don't Bring Me Down" blieb die Band auf der Bühne und es folgte sofort die Zugabe "Mr. Blue Sky", wobei Jeff selbst das Sitzen Probleme bereitete - er rutschte immer wieder leicht vom Stuhl, sodass ein Roadie ihm half, wieder die richtige Position einzunehmen. Nach dem Ende von "Mr. Blue Sky" gab es keine Verabschiedung und auch kein gemeinsames Selfie der Band. Alle verließen die Bühne, winkten noch ins Publikum, aber es fand keine gemeinsame Verabschiedung statt. Das 4. Konzert (Manchester am 10. Juli 2025) sowie das Abschlusskonzert (Hyde Park in London am 13. Juli 2025) wurden aufgrund von Krankheit abgesagt. Eine Mitteilung über die Absage des Konzerts in Manchester wurde den wartenden Fans leider erst kurz vor Beginn der Veranstaltung mitgeteilt: um 20:15 Uhr fanden Aktivitäten auf der Bühne statt, da der Auftritt von Dhani Harrison bereits um 20 Uhr beginnen sollte. Dann trat ein Verantwortlicher auf die Bühne und erklärte, dass es Jeff heute Abend nicht möglich sei, aufzutreten. Das offizielle Statement wurde von Jeff Lynne's ELO erst um 20:46 Uhr bestätigt: "Leider kann der für heute Abend geplante Auftritt von Jeff Lynne's ELO bei Co-Op Live aufgrund einer Krankheit nicht stattfinden. Jeff ist am Boden zerstört, dass er heute Abend nicht auftreten kann." Am Nachmittag des 12. Juli 2025 wurde Jeff von einem Ärzteteam behandelt, das bei ihm eine systemische Infektion feststellte und ihm riet, dass Auftritte zurzeit nicht möglich sind. Folglich wurde die gesamte Veranstaltung am Sonntag, den 13. Juli 2025 abgesagt. Somit schließt sich jetzt das Kapitel Jeff Lynne / Electric Light Orchestra / Jeff Lynne's ELO mit einem unangenehmen Nachgeschmack. Es war sicherlich ein Fehler, im letzten Jahr 31 Konzerte in Nordamerika abzuhalten, da Jeff schon zu diesem Zeitpunkt gesundheitlich nicht in der Lage war, 100% zu geben. Zudem hat er bei den UK-Konzerten in diesem Jahr physisch stark abgebaut. Daher wäre es vorteilhaft gewesen, die Abschiedstour bereits 2022/2023 durchzuführen und weniger Konzerte in Nordamerika zu veranstalten, um stattdessen auch einige Auftritte in Deutschland und Europa einzuplanen. Es ist enttäuschend, dass Jeff keinen Abschlussauftritt in Deutschland und Europa für notwendig erachtete, obwohl seine Verkaufszahlen mit dem Electric Light Orchestra in Deutschland nach den USA und England die Millionenmarke weit überschritten haben. Immerhin erreichte er in Deutschland mit den Alben "Out Of The Blue", "Discovery", "Xanadu" und "Time" den Goldstatus. Darüber hinaus hatte das Electric Light Orchestra mit den Alben "Xanadu" und "Time" 2 Nummer 1-Alben. Insgesamt schafften es 14 Alben in die deutschen Charts, von denen 7 in die Top 10 gelangten. "A New World Record" hielt sich 9 Monate in den Charts, während "Out Of The Blue" sogar 20 Monate präsent war. Zudem erreichten 20 Singles die Charts, von denen 5 in den Top 10 platziert waren; die Single "Xanadu" war der einzige Nummer 1-Hit in Deutschland. Viele deutsche Fans von Jeff Lynne dürften daher sehr enttäuscht sein, da sie durch den Kauf seiner Alben, Singles und Videos sowie den Besuch seiner kostspieligen Konzerte maßgeblich dazu beigetragen haben, dass er zu einem millionenschweren Star wurde. Wenn man bedenkt, dass Jeff den Erfolg vom Electric Light Orchestra auch Deutschland zu verdanken hat, ist es umso beschämender, die deutschen Fans so im Stich zu lassen. Das Electric Light Orchestra erlangte bereits Bekanntheit, als sie noch als The Move (noch ohne Jeff) beispielsweise im Hamburger Starclub oder im großen Maße im Radio Bremen Beat-Club (zum Teil mit Jeff) auftraten und die jungen Leute dazu ermutigten, sich die Tonträger zu kaufen. Im Jahr 2020 wurde die "From Out Of Nowhere Tour 2020" aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt, was dazu führte, dass die Tickets mit Verlust zurückgegeben werden mussten. Diese Tatsache alleine schon wäre ein Grund, im Jahr 2025 auch Jeff's Abschied in Deutschland durch mindestens 4 Konzerte (München, Köln, Hamburg, Berlin) zu zelebrieren. Die Entscheidung, keine Konzerte in Deutschland zu geben, könnte möglicherweise darauf zurückzuführen sein, dass die abgesagte Tour 2020 nicht die erhofften Ticketverkäufe generiert hat. Die Mehrheit der ELO-Fans sind nicht bereit, überhöhte Preise für ein Konzert zu zahlen, bei dem zu 90% die gleichen Songs gespielt werden. Betrachtet man die Setlisten der Konzerte von 2016 und 2018, so wurden dort noch Titel wie "When I Was A Boy", "Secret Messages", "Wild West Hero" und "Standing In The Rain" aufgeführt. In den Jahren 2024/25 hingegen wurden mit "Believe Me Now" und "Fire On High" nur verkürzte Versionen gespielt, während "One More Time", obwohl es ein neuer Song in der Setliste war, um eine Minute gekürzt dargeboten wurde. Dazu gab es auch äußerst lieblose Veröffentlichungen zum 50-jährigen Jubiläum vom Electric Light Orchestra: im Jahr 2021 wurden "ELO 50th Anniversary Vol. 1" und "ELO 50th Anniversary Vol. 2" veröffentlicht - allerdings nur als digitale Versionen auf Streaming-Plattformen, obwohl sich sicherlich viele Fans dieses Jubiläum auf Vinyl LP oder wenigstens auf CD gewünscht hätten. Fazit: Jeder kann erkranken, jedoch war Jeff's Gesundheitszustand bereits während der Nordamerika-Tour 2024 suboptimal. Beim ersten Konzert in England (Birmingham am 5. Juli 2025) war seine angeschlagene Gesundheit deutlich erkennbar. Nach der langen Tour 2024 hätte man frühzeitig den "Stecker ziehen" müssen und im Jahr 2025 keine weiteren Konzerte mehr durchführen sollen. Wahrscheinlich wurde Jeff von seinem Management schlecht beraten, das ihn offenbar dazu gedrängt hat, sich LIVE von seinen Fans zu verabschieden. Die Verantwortlichen hätten bereits frühzeitig erkennen MÜSSEN, dass er nicht mehr in der Lage sein würde, eine derart umfangreiche Tour gesundheitlich zu bewältigen. Die Frage, die sich nun stellt, ist, wer die Verantwortung für diese schlecht organisierte "Over And Out"-Tour übernimmt? Ist es der Manager Craig Fruin in seiner Funktion als Geschäftsführer und Mark Berryman als Bühnenmanager für Jeff Lynne's ELO? Oder ist auch Jeff's Freund und Berater Phil Hatton in diese Angelegenheit involviert? Jeff Lynne hat in den vergangenen Jahrzehnten viele Konzerte gegeben - er ist uns nichts schuldig, auch kein neues Album. Dennoch hat er uns über 50 Jahre lang mit großartiger Musik unterhalten. Ein neues Album anstelle einer umfangreichen Tour wäre jedoch angemessener gewesen und hätte ihm die gesundheitlichen Belastungen erspart! nach oben |
Merry Xmas - Die Konkurrenz
zwischen Slade und Wizzard
©
Fotos,
Warner/Polydor/Internet |
Eine Epoche neigt sich dem Ende zu - vorerst!© Fotos, Hartmut Scholz, ELO Fanclub© Collagen & Text, Hartmut Scholz, ELO Fanclub Am Dienstag, den 29. Oktober 2024 fand in Phoenix (Arizona) das letzte Konzert von Jeff Lynne's ELO in Nordamerika statt. Ursprünglich war geplant, dass der letzte Auftritt der Nordamerika-Tour in Inglewood (Los Angeles) stattfinden sollte. Aufgrund einer Erkrankung innerhalb der Band wurde jedoch das Konzert in Phoenix, das für den 21. Oktober 2024 angesetzt war, auf den 29. Oktober 2024 verschoben. In Phoenix, dem letzten Konzert in Nordamerika, verabschiedeten sich die Musiker Jeff Lynne, Mike Stevens, Marcus Byrne, Milton McDonald, Lee Pomeroy, Iain Hornal, Donavan Hepburn, Jo Webb, Shannon Harris, Melanie Lewis-McDonald, Amy Langley, Jess Cox und Jessie Murphy nochmals mit einem atemberaubenden Auftritt. Die Veranstaltung begann mit "One More Time", einem Titel aus dem Jeff Lynne's ELO-Album "From Out Of Nowhere" von 2019. Dieser Song könnte der am wenigsten bekannte unter den 20 Titeln gewesen sein, die Jeff während der 90-minütigen Darbietung präsentierte. Mit "Evil Woman", der darauf folgte, gab es keine derartigen Schwierigkeiten, da das markante Klavierriff, das den Song eröffnet, sofort erkennbar ist. Ähnliches gilt für die kraftvollen Akkorde, die "Do Ya" einleiten, welches technisch gesehen ein Cover eines Songs der 1960er-Jahre-Band The Move ist, aus der Jeff Lynne sowie die ELO-Mitbegründer Roy Wood und Bev Bevan stammen. ![]() Zu den weiteren Höhepunkten zu Beginn des Sets zählten "Showdown", eine langsamere Nummer mit einem Hauch von Western-Thematik sowie "Last Train To London", ein elektronischer Dance-Pop-Song aus den späten 1970er Jahren. Jeff Lynne präsentierte sich auf der Bühne als eher zurückhaltende Persönlichkeit. Sein volles Haar, sein Bart und seine Sonnenbrille waren unverändert. Meistens in Schwarz gekleidet, stand er auf der Bühne, sang und spielte Gitarre, äußerte jedoch selten mehr als ein "Danke" an das Publikum und hob gelegentlich den Daumen, um deren Begeisterung und Applaus zu würdigen. Die anderen Bandmitglieder sorgten während des gesamten Abends für mehr Dynamik. Der Operngesang der Backgroundsängerin Melanie Lewis-McDonald glänzte besonders bei der Ballade "Steppin' Out" sowie bei "Rockaria!". Die Geigerin Jessie Murphy trat auf der Bühne in den Vordergrund, um Jeff bei mehreren Stücken zu unterstützen, darunter das Instrumentalstück "Fire On High" sowie bei dem Violinsolo, das zu "Livin' Thing" - einer weiteren der wohl bekanntesten Kompositionen vom Electric Light Orchestra - überging. Dieser Titel zeichnet sich, wie viele andere in der Show und im ELO-Repertoire, durch eine markante Melodie und einen eingängigen lyrischen Refrain aus, der oft im Titel des Liedes enthalten ist und es den Fans erleichtert, mitzusingen, was sie am Dienstag bei nahezu jedem Stück taten. Zu den Höhepunkten des letzten Teils des Abends zählte "Telephone Line", das mit dem Geräusch eines klingelnden Telefons und entfernt klingende Gesangseffekte eingeleitet wurde. "Turn To Stone" präsentierte sich mit einem dynamischen Rhythmus. "Don't Bring Me Down" bildete den Abschluss des Hauptsets, wobei sowohl die Gitarrenriffs als auch die Schlagzeugbeats den Song prägten, während Jeff und die Backgroundsänger den einfachen, aber einprägsamen Text vortrugen. ![]() ![]() Es stellt sich nun die Frage, ob dies das Ende der musikalischen Aktivitäten von Jeff Lynne bedeutet? Wird er sich in den Ruhestand zurückziehen oder dürfen wir auf ein neues Album von Jeff Lynne's ELO oder das mit Spannung erwartete Soloalbum "Long Wave 2" hoffen? Bekanntlich hat Jeff für sein Album "Long Wave" aus dem Jahr 2012 neben den 11 veröffentlichten Titeln auch weitere Songs aufgenommen und produziert. Eine bemerkenswerte Tatsache ist, dass viele Titel vom Electric Light Orchestra auf Spotify mehrere 100 Millionen Streams erreichen. Tatsächlich hat ELO mehr monatliche Hörer auf dieser Plattform als Tom Petty, George Harrison oder Roy Orbison - 3 der 4 Rocklegenden, mit denen Jeff Lynne Ende der 1980er Jahre zusammenarbeitete, um die Traveling Wilburys zu gründen. nach oben |
Besuch in Charlie T. Junior's Geburtsort Gainesville© Fotos, Mike Franke (FTM Germany) / Text, Hartmut Scholz, Mike Franke (FTM Germany), ELO FanclubVorwort: Der Jeff Lynne- und Tom Petty-Fan Mike Franke ließ es sich nicht nehmen, einmal den Geburtsort vom Traveling Wilbury, Charlie T. Junior (Tom Petty), in den USA zu besuchen. Tom Petty wurde am 20. Oktober 1950 in dem Ort Gainsville im US-Bundesstaat Florida geboren. Der Ort Gainesville hat heute eine Gesamt-Einwohnerzahl von141.085 Menschen. ![]() Die Ausstellung, die in dem Ort zu sehen war, folgt der musikalischen Reise von Tom Petty durch sein im November 1994 veröffentlichtes Album "Wildflowers". Die Ausstellung zeigt Artefakte, die 1994 in der Rock & Roll Hall of Fame in Cleveland, Ohio ausgestellt waren. ![]() "The
Petty Legacy setzt sich dafür ein, in Künstler, Schöpfer und Erfinder
zu investieren, die aus Gainesville hervorgehen", erklärte
Adria Petty, Tom's
Tochter, in einer Pressemitteilung. "Das Cade Museum ist dafür wie
geschaffen. Unser Vater war ein so bescheidener und wunderbarer Mann,
ich weiß, dass ihn diese Ehre sehr erfreuen würde.""Wir freuen uns sehr, dass diese wichtige Ausstellung von der Rock & Roll Hall of Fame in die Heimatstadt unseres Vaters in Zentralflorida reisen durfte." Während dieser Ausstellung können Gäste Berichte zur Entstehung des Albums als Audiomaterial hören, die von den Machern des "Wildflowers"-Albums stammen. ![]() Der Ausstellungsraum ist in drei Segmente unterteilt. Zu den vielen ausgestellten Artefakten gehören die Originalgitarre und das Original-Outfit vom Cover des Rolling Stone Magazine von 1995 mit Tom Petty sowie Original-Songtexte und Instrumente, die während der Aufnahme verwendet wurden. Die Ausstellung ist stark von der Dokumentation "Tom Petty: Somewhere You Feel Free - The Making of Wildflowers" aus dem Jahr 2021 inspiriert, bei der Mary Wharton Regie führte. Produziert wurde diese Dokumentation von Adria Petty, der ältesten Tochter Tom Petty's zusammen mit ihrer Schwester Annakim Violette und Stiefmutter Dana York Petty. Hier der Bericht von Mike zum Erlebten in diesem ganz besonderen Ort: ![]() Im
Cade Museum
Gainesville gab es vom 22. Juli 2023 bis 31. Dezember 2023
eine kleine Tom Petty-Ausstellung
zu seinem Solo-Album "Wildflowers"
mit dem Titel "Among The
Wildflowers - You Belong Somewhere You Feel
Free".n dieser Ausstellung, die in einem kleinen Raum zu sehen war, konnte man Gitarren, Drum Sticks und Kostüme sehen, die während der Aufnahmen zum Album "Wildflowers" verwendet wurden. Einmal in Gainesville, fuhr ich auch zu ganz besonderen Tom Petty-Orten. Da wäre das Elternhaus, in dem er groß geworden ist. Unscheinbar befindet es sich unter der Adresse 1715 NE 6th Terrace, 32609 Gainesville. Der nach ihm benannte Tom Petty Park in der 501 NE 16th Avenue, 32601 Gainesville ist nur einige Blocks von seinem Elternhaus entfernt. Unter der Adresse 312 NW 16th Avenue, 32601 Gainesville ist die Sidney Lanier School, die Grundschule, in der Tom Petty seinen ersten Unterricht bekam, zu finden. Seine weitere schulische Laufbahn war in der Highschool, in der 1900 NW 19th Street, ebenfalls in dem Ort Gainesville. Der Ort hat eine Menge Parkanlagen, wo sich Tom Petty And The Heartbreakers oft trafen, meistens war es im Devil's Millhopper Geological State Park, in der 4732 Millhopper Road. Dort hing man ab und sprach natürlich eine Menge über Musik. In der 1701 S Mainstreet ist ein großes Tom Petty-Gemälde auf einer Gebäudewand zu sehen. Es befindet sich seitlich eines Geschäftshauses. ![]()
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Der Beat-Club mit The Move© Fotos, Radio Bremen/Studio Hamburg© Text, Hartmut Scholz, ELO Fanclub Die beliebteste Musiksendung im deutschen TV war der Radio Bremen Beat-Club, der vom 25. September 1965 bis 1972 ausgestrahlt wurde. Die erste Sendung startete am Samstag, den 25. September 1965 um 16:47 Uhr. Es wurden insgesamt 83 Folgen von dem kleinen Sender Radio Bremen produziert. Der letzte Beat-Club war einer einzigen Gruppe gewidmet: den Osmonds, bei der eine Schulklasse
aus Bremerhaven
als Publikumsersatz eingeladen wurde. Man wollte auch im Fernsehen das Osmonds-Fieber
ausbrechen lassen. Die ganze Sache war aber schlecht geplant
und umgesetzt, denn die Schüler kamen in Begleitung mit ihren
Lehrern und daher gab
es kein Fieber, sondern eher eine kühle Atmosphäre.
Diese
Kühle
hinterließ bei der Osmond-Familie
eine große Ratlosigkeit. Uschi Nerke
formulierte es so: "Das
Phänomen sind nicht die Osmonds, das Phänomen ist eigentlich das
Publikum".Da das Sendekonzept an einem Samstagnachmittag nicht mehr gefragt war, wurde der Beat-Club schließlich im Dezember 1972 eingestellt. Somit war der Beat-Club Geschichte, aber schon 4 Tage später startete mit dem Musikladen die Nachfolgesendung. Die erste Beat-Club-Sendung war noch komplett Live und begann mit einer Entschuldigung - Wilhelm Wieben kündigte die Sendung mit folgenden Worten an: "Guten Tag, liebe Beat-Freunde. Nun ist es endlich so weit. In wenigen Sekunden beginnt die erste Show im Deutschen Fernsehen, die nur für Euch gemacht ist. Sie aber, meine Damen und Herren, die Sie Beat-Musik nicht mögen, bitten wir um Ihr Verständnis: Es ist eine Live-Sendung mit jungen Leuten, für junge Leute. Und nun geht's los!". Moderiert wurde die Sendung von Gerd Augustin und Uschi Nerke. Uschi Nerke war 21 Jahre jung, als sie im Beat-Club vor der Kamera stand. Ihr Weg in die Sendung führte über Rudi Carrell, der sie mit Michael Leckebusch, dem "Erfinder" des Beat-Clubs, bekannt gemacht hatte. Gesendet
wurde im monatlichen Rhythmus in schwarz/weiß, erst ab Folge 51 sendete man
die Folgen in Farbe.Folge 7 vom 16.04.1966 war die letzte Sendung mit Moderator Gerd Augustin und ab Folge 8 (28.05.1966) stand Moderator Dave Lee Travis neben Uschi Nerke. Am 18.06.1966 (Folge 9) gab es ein "Best of" mit Ausschnitten der ersten 8 Sendungen. Am 27.08.1966 (Folge 11) wurde der Beat-Club als Aufzeichnung aus dem Tiles Club in London gesendet. Eine Sendung nur mit Film- bzw. Videoausschnitten gab es in Folge 13 vom 22.10.1966. Folge 16 vom 21.01.1967 war ebenfalls eine Aufzeichnung, diesmal kam die Sendung von der "DAG Swing Time Party" in Hamburg. Auch Folge 18, die am 11.03.1967 ausgestrahlt wurde, war eine Aufzeichnung - gewählt wurde der Marquee-Club in London, erstmals mit Dave Lee Travis von Radio Caroline als Co-Moderator. Mit Folge 23 vom 26.08.1967 gab es abermals ein "Best of" mit Ausschnitten der letzten Sendungen. Von der Funkausstellung in Berlin (Folge 24, 23.09.1967) sendete man den Beat-Club in Farbe, er wurde aber offenbar nur in schwarz/weiß archiviert. Ab Folge 33 vom 13.07.1968 wurde das bekannte Intro aus "A Touch Of Velvet, A Sting Of Brass" von Mood Mosaic als Titelmusik gespielt. Ab Folge 35
(14.09.1968) kam bis Folge
74 der WDR
als mitproduzierender Partner hinzu, wobei die Sendezeit auf 60 Minuten
ausgedehnt wurde.Ab 1969 veränderte sich der Beat-Club musikalisch. Es gab in der Sendung weniger Pop- und Beatmusik, die musikalischen Darbietungen wurden zunehmend progressiver. Der Beat-Club entfernte sich vom Hitparadencharakter und die Bands spielten immer öfter Live. Die letzte Sendung mit Dave Lee Travis als Co-Moderator war Folge 46 vom 30.08.1969. Sein Nachfolger wurde Dave Dee (Dave Dee, Dozy Beaky, Mick & Tich) ab Folge 47, aber nur für 6 Folgen. Schwerpunkt
von Folge 47
vom 27.09.1969 bildeten Songs von The Who aus der
Rock-Oper "Tommy".Mit Folge 50 vom 31.12.1969 sendete man den Beat-Club zum letzten Mal in schwarz/weiß, ab Folge 51 (31.01.1970) wurde ausschließlich in Farbe gesendet. Ab Folge 53 moderierte Uschi Nerke alleine diese Sendung. Sie begann mit einer Einstellung, in der Uschi nackt in der Badewanne lag und überrascht fragte: "Wieso? Schon wieder Beat-Club?" Die letzte Sendung mit den Go-Go-Girls war Folge 54 vom 18.04.1970. Da in
Folge 70
vom 09.08.1971 alle gespielten Titel Überlänge hatten, traten in dieser
Sendung nur vier Interpreten auf: Emergency,
Can, Weather Report und Beggar's Opera. Folge 80
(30.09.1972) war ein Special mit Johnny
Cash.Weil mehr Songs für die jeweiligen Folgen aufgezeichnet wurden als tatsächlich benötigt, entgingen den Fernsehzuschauern einige gute Auftritte. Einige Songs zeigte man in späteren Ausstrahlungen, viele liegen wohl heute noch im Archiv von Radio Bremen. Es handelt sich dabei um ca. 340 Songs, die nicht ausgestrahlt wurden. Auch die beiden Songs "Words Of Aaron" und "Ella James" von The Move waren nie im TV zu sehen - beide waren für Folge 73 vorgesehen. Zu finden sind diese beiden nie gesendeten Auftritte aber zusammen mit den 7 weiteren Beat-Club-Auftritten auf der DVD "The Move - The Lost Broadcasts", die im Jahr 2012 vom Label Gonzo Multimedia (HST108 DVD) veröffentlicht wurde. The Move waren 7 mal im Beat-Club zu sehen, Raymond Froggatt (mit Louis Clark) 2 mal. Andy Fairweather-Low's Band The Amen Corner waren mit der Roy Wood-Komposition "Hello Susie" 1 mal zu sehen. ![]() 2008 wurde die Sendung unter dem Titel "The Story of Beat-Club" auch auf 3 DVD-Boxen veröffentlicht. Box 1 enthält die Jahre 1965 - 1968, Box 2 die Jahre 1968 - 1970 und Box 3 die Jahre 1970 - 1972. Auf allen 3 DVD-Boxen, die 2015 als Neuauflage auf DVD erschienen sind, befinden sich Songs von The Move, Raymond Froggatt (Louis Clark) und Amen Corner. Folge 30 vom 06.04.1968 mit The Move "Fire Brigade" Folge 33 vom 13.07.1968 mit Raymond Froggatt "Callow La Vita" Folge 35 vom 14.09.1968 mit The Move "Wild Tiger Woman" Folge 39 vom 25.01.1969 mit The Move "Blackberry Way" Folge 39 vom 25.01.1969 mit Raymond Froggatt "Roly" Folge 44 vom 28.06.1969 mit Amen Corner und der Roy Wood-Komposition "Hello Susie" Folge 46 vom 30.08.1969 mit The Move "Curly" Folge 54 vom 18.04.1970 mit The Move "Brontosaurus" (mit Jeff Lynne) Folge 62 vom 31.12.1970 mit The Move "When Alice Comes Back To The Farm" (mit Jeff Lynne) Folge 73 vom 27.11.1971 mit The Move "Down On The Bay" (mit Jeff Lynne) Sehr zu empfehlen sind folgende Bücher über den Beat-Club: 40 Jahre Beat-Club (von Uwe Nielsen) (2005) 40 Jahre mein Beat-Club: Meine persönlichen Erlebnisse und Erinnerungen (von Uschi Nerke) (2010) Beat-Club: Alle Sendungen. Alle Stars. Alle Songs 50 Jahre (von Torsten Schmidt) (2015)
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Songwriter Raymond Froggatt ganz leise gestorben© Cover & Labelfotos, Polydor/Spartan Records© Text, Hartmut Scholz, ELO Fanclub ![]() Am 23. Juli 2023 starb Raymond Froggatt im Royal Shrewsbury Hospital im Alter von 81 Jahren. Er wurde in Bordesley Green, Birmingham am 13. November 1941 geboren. In Deutschland war der Sänger bei der breiten Masse nicht so bekannt.
Raymond und der Beat-Club: Dass es doch einige Musikliebhaber gibt, die seine Musik kennen und lieben, liegt wohl daran, dass Raymond Froggatt mit seiner Band im legendären Radio Bremen Beat-Club zu sehen war. Am 13. Juli 1968 in Folge 33 war die Band mit ihrem größten Hit "Callow-La-Vita" zu sehen, am 25. Januar 1969 in Folge 39 sah man sie nochmals, diesmal mit dem Song "Roly". Und was hat das alles mit Jeff Lynne und dem Electric Light Orchestra zu tun? Unter den Mitgliedern der Raymond Froggatt Band war der unscheinbare Musiker Louis Clark, der als Bassist bei dieser Band tätig war. Zudem hat Lou einige Stücke des Albums "The Voice And Writing Of Raymond Froggatt" arrangiert. Lou war bei den Electric Light Orchestra-Alben Eldorado (1974), Face The Music (1975), A New World Record (1976), Out Of The Blue (1977), Discovery (1979), Xanadu (1980) und Secret Messages (1983) für den orchestralen Sound verantwortlich. Ich selbst habe mir Folge um Folge der Beat-Club-Sendungen mit Begeisterung angesehen - auch die Folgen mit Raymond Froggatt, wobei mir die Songs "Callow-La-Vita" und "Roly" nie wieder aus dem Sinn kamen. Erst sehr viel später, als Louis Clark beim Electric Light Orchestra mitmischte, wurde mir bewusst, dass Lou seine musikalischen Anfänge bei der Raymond Froggatt Band bzw. bei The Monopoly hatte.
Die Singles mit Louis Clark aus den Jahren 1968 / 1969 / 1970: "Anything You Want" / "Ring Ting A Ling" (Polydor 59276) // "Callow La Vita" / "Lost Autumn" (Polydor 59 202) // "The Red Balloon" / "Lost Autumn" (Polydor 56284) // "Roly" / "Lonely Old World" (Polydor 59 250) // "Roly" / "Rosalind" (Polydor 56294) // "Just A Little Bit Of Love" / "ABC Goldfish" (Polydor 56274) // "Movin' Down South" / "It's Only Me" (Polydor 59 312) // "Hasn't The Lord Blessed You" / "Lazy Jack" (Polydor 56358). Einige Songs sind dabei nur als Singles, aber nicht auf den Alben erschienen. Außerdem erschien 1970 die Single "A Matter Of Pride" / "Fisher Boy" (Polydor 2058 028), die Louis Clark als Arrangeur und Dirigent ausweisen.
Alles auf Anfang: Angefangen hat alles nach Schaltung einer Werbeanzeige für Musiker in der Birmingham Evening Post, bei der Raymond Musiker für sein Projekt suchte. Über diese Annonce lernte er den jungen Gitarristen Hartley "H." Cain kennen sowie auch den Bassisten Louis Clark und Schlagzeuger Len Ablethorpe. Sie gründeten 1964 die Band The Buccaneers, später The Monopoly und schließlich die Raymond Froggatt Band. In der Formation The Monopoly begannen sie, im Birminghamer Clubzirkus aufzutreten, wo sie eine treue Anhängerschaft hatten und zu Stammgästen wurden. Sie tourten durch England und Frankreich, bevor sie 1967 von Polydor Records unter Vertrag genommen wurden. Zu dieser Zeit entstanden die Songs "House Of Lords", "Magic Carpet", "We're All Going To The Seaside" und "It Isn't Easy", die als Singles auf Polydor erschienen. Den richtigen Sound finden: In der Flut von progressiven Sounds und Pop-Experimenten war es schwierig, eine eingängige Melodie in den Songs zu schaffen. Da die Finger von immer mehr Gitarristen immer schneller über die Griffbretter flogen und immer mehr Musiker versuchten, sich von formalen Beschränkungen zu lösen, war es wirklich erfrischend, einen eingängigen Song mit einer angenehmen Begleitung zu erschaffen - so, wie die amerikanische Country-Musik zu jener Zeit ihre Songs darboten. Mit dieser herangehensweise punktete Raymond Froggatt mit seinen Produktionen. Aber Raymond experimentierte auch auf seine eigene Art - mit einem vollen Orchester. Die Raymond Froggatt Band begann in Birmingham und zog später nach London, wo sie in Lokalen wie dem Speakeasy und den üblichen Folk-Clubs auftrat. Raymond genoss diese Zeit, hatte aber das Gefühl, dass ihre Situation ins Nichts führte. "Wir befanden uns in einer Sackgasse, wir spielten Elektro-Folk wie viele andere Leute auch. Wir beschlossen, auszubrechen und etwas eigenes zu kreieren." So entstanden ihre ersten Songs mit eingängigen Melodien, die sie für die beiden Singles "House Of Lords" / "Magic Carpet" (Polydor 56164) und "We're All Going To The Seaside" / "It Isn't Easy" (Polydor 56188) unter ihrem Bandnamen The Monopoly verwendeten. 1968, mit dem geänderten Bandnamen zu Raymond Froggatt, machten sie im gleichen Stil weiter und veröffentlichten das Album "The Voice And Writing Of Raymond Froggatt".
The Voice And Writing Of Raymond Froggatt: Das Album erschien 1968 mit den Tracks "Always Goodbye" // "Corrina" // "Callow-La-Vita (The Red Balloon)" // "Lonely Old World" // "ABC Goldfish" // "Sonnet By Hartley Cain" // "Something's Goin' On" // "The Old Accordion" // "Froggatt Went A Courtin'" // "Jeannie With The Light Brown Hair (A Tribute To Stephen Foster)" // "We're All Going To The Seaside" // "Roly". Die Singleauskopplung "Callow-La-Vita" erschien ebenfalls 1968 und kam in die englischen, deutschen, dänischen, niederländischen und belgischen Charts. In den 1970er Jahren wurde die Band von Don Arden geleitet, der hoffte, in der Musikszene der Vereinigten Staaten Fuß zu fassen, doch diese Erfahrung führte zum Zusammenbruch der Band. 1972 kam das Raymond Froggatt-Album "Bleach" (Bell Records - BELLS 207), bei dem Lou Clark schon nicht mehr an der Bassgitarre dabei war und durch Mick Hincks ersetzt wurde. Ende der 1970er Jahre nahm Raymond Froggatt das Album "Southern Fried Frog" ("Conversations") für Don Arden auf dem Jet-Label auf und wurde schließlich mangels Erfolgs aus seinem Vertrag entlassen. 1984 kam das Album "Why" (Happy Face MMLP 1032), das letzte erwähnenswerte Werk von Raymond Froggatt, heraus, das aber sehr stark vom ursprünglichen Sound von "The Voice And Writing Of Raymond Froggatt" abdriftete und sich komplett im Country- und Western-Genre befand. Die "Non-Album-Tracks": Erst 2004 kamen einige "Non-Album-Tracks" auf dem Remastered Digipak "The Voice And Writing Of Raymond Froggatt" von Repertoire Records mit der Katalognummer REPUK 1023 heraus. Darauf als Bonus Tracks: "Just A Little Bit Of Love" // "Time Goes By" // "Movin' Down South" // "It's Only Me" // "Lazy Jack" // "Hasn't The Lord Blessed You" // "Just A Little Bit Of Love " // "Anything You Want" // "Ring Ting A Ling" // "Lost Autumn". Leider fehlten die Songs "A Matter Of Pride" / "Fisher Boy", "Rosalind" ("Rosalyn"), "Don't Let Me Cry Again" und "Jetting".
Das leise Ende: In den 1990ern bis 2000ern gab es weitere Album-Veröffentlichungen, die auf seinem eigenen Label Red Balloon Merchandise nur noch auf CD's gepresst wurden. Es folgte seine Autobiografie "Raymond Who?", die heutzutage schwer zu bekommen ist. Raymond begann, als Vorgruppe durch die USA zu touren und ließ sich von der Feindseligkeit des Publikums nicht aufhalten. Irgendwann zahlte sich seine Beharrlichkeit aber aus und er wurde von den Fans endlich freundlicher aufgenommen. Schließlich wurde er zu einer sehr beliebten Figur in der internationalen Country-Musikszene und schrieb weiterhin eigene Lieder. Raymond Froggatt stand darüber hinaus auch weiterhin bei verschiedenen Veranstaltungen auf der Bühne, so zum Beispiel am 28. April 2011 in Gatecrasher, Birmingham bei einem Konzert mit Bev Bevan, Jasper Carrott, Neil Lockwood, Hartley Cain, Danny King, Trevor Burton, Phil Tree und Tony Kelsey oder auch im September 2011 zusammen mit Hartley Cain, Bev Bevan, Trevor Burton, Tony Kelsey, Phil Tree und Tony Ariss, leider nur noch mit mäßigem Erfolg.
Raymond würdigt Musiker aus seiner Heimatstadt: In seinem Lied "Birmingham Rain" vom gleichnamigen Album aus dem Jahr 2011 würdigt er die in seiner Heimatstadt heimischen Künstler. Es werden unter anderem Jeff Lynne, Bev Bevan, Roy Wood, Louis Clark, Trevor Burton, Ace Kefford, Carl Wayne, Steve Gibbons, Dave Morgan und viele andere Musiker aus Birmingham genannnt. Live präsentierte Raymond den Song 2008 als Raymond Froggatt and the Frog Band in der Birmingham Town Hall. Unter den Musikern waren auch die Ex-Wizzard-Mitglieder Bill Hunt am Keyboard und Charlie Grima an den Percussions dabei. Bev Bevan (The Move, ELO) über Raymond Froggatt: "Ich teilte in den sechziger Jahren mehrmals die Bühnen mit Raymond, als er die Raymond Froggatt Band hatte (mit Louis Clark, der Bass spielte). Die Bev Bevan Band hat während der 2000er Jahre viel mit Raymond an Shows wie Brum Rocks und Drum Rocks Live gearbeitet. Er war ein talentierter Mann und eine sanfte Seele. Ein großartiger Songwriter, Lyriker, Dichter und wahrer Wortschmied. Ich liebte seine Arbeit und seine Musik."
Mein persönliches Empfinden: Für mich war die Musik des Albums "The Voice And Writing Of Raymond Froggatt" eine Bereicherung, wobei die nachfolgenden Alben bei mir kein großes Interesse weckten - auch bedingt dadurch, dass man in den 1960ern und 1970ern die LP's von solchen Künstlern nicht in den örtlichen Plattenläden finden konnte. Raymond Froggatt starb am 23. Juli 2023 ganz leise, ohne dass die Medienwelt großartig darüber berichtete. In deutschen Musikmagazinen und Tageszeitungen sowie den Medienabteilungen von Radio und TV wurde keine einzige Silbe zum Tod dieses hochtalentierten Musikers und Songwriters verschwendet - mit Ausnahme vom Radio Bremen Beat-Club, der am Sonntag, den 13. August 2023 in der Sendung auf Bremen Eins ein kurzes Statement zum Tod von Raymond Froggatt abgab und den Song "Callow-La-Vita" zum Abschluss der Sendung spielte. "Unsere Helden von
einst, scheint mir, sind sehr schnell vergessen" (Hartmut Scholz)
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Deutsche Originalaufnahme oder nur Coverversion?© Cover, Diverse / Collagen & Text, ELO Fanclub / FTM Germany![]() Auch Songs von Jeff Lynne waren davon nicht ausgeschlossen, gecovert zu werden. Es gibt dabei einige ganz annehmbare deutsche Versionen zum Original, aber nur wenige schafften es auch als rein deutsche Version in die Hitparaden. Der Song "Xanadu", mit einem neuen deutschsprachigen Text von Michael Kunze, war von Ireen Sheer gegenüber manch anderer deutscher Coverversion recht erfolgreich und verhalf Ireen 1980 zu Auftritten in der ZDF-Hitparade und dem WWF Club des WDR.
Der aus Bochum stammende Songwriter und Produzent Joachim Horn (Hans-Joachim Horn-Bernges), der schon zahlreiche Songs für Howard Carpendale, Roland Kaiser und Bernhard Brink komponiert hat, veröffentlichte 1980 als Single den Song "Verloren", die deutsche Version des Electric Light Orchestra-Klassikers "Confusion" mit Text von ihm selbst geschrieben.
1983 versuchte es Ted Herold noch einmal mit einer deutschen Electric Light Orchestra-Version, diesmal mit dem Song "Rock 'N' Roll Is King", der von Ulf Krüger und Jörn-Christoph Seelenmeyer getextet wurde. Die Roy Orbison / Tom Petty / Jeff Lynne-Komposition "California Blue" mit deutschem Text von Irma Holder war für Roy Black ein großer Erfolg. Der Song erschien von ihm 1989 als B-Seite der Mini-CD-Single "So Wie Damals". Im Februar 1990 gab es von Roy Black dann die Vinyl Single "California Blue" als A-Seite.
Juliane Werding nahm sich 1994 diesem Song mit dem veränderten Text von Andreas Bärtels als "Du Schaffst Es" an und veröffentlichte die Single am 24. Juni 1994. Am 26. August 1994 erschien von Juliane das gleichnamige Album, auf dem die Coverversion "Du Schaffst Es" ebenfalls enthalten ist. 1995 gab es auf dem Album "Portrait: Gold Serie" eine Coverversion von "California Blue", die Christian Anders sang.
2011 hat sich auch Andy Borg entschieden, "California Blue" mit deutschem Text für sein Album "Komm Ein Bisschen Mit... Zum Tanzen, Singen & Träumen" aufzunehmen. 2019 sang Ross Antony "Xanadu" für sein Album "Schlager Lügen Nicht" mit deutschem Text von Michael Kunze. Für ihr Album "Ich Muss Mir Nichts Mehr Beweisen", das am 22. Februar 2019 erschien, nahm Ireen Sheer den Song zusammen mit Ross Antony neu auf.
Zu erwähnen wäre noch, dass es eine deutsche Instrumentalversion des Songs "Eldorado" von Howard Carpendale (Original vom E.L.O. Eldorado-Album) gibt. Die Version ist Bestandteil des 14-minütigen Live-Medleys von seiner "Tour '96". Sie ist sowohl auf der CD Maxi-Single "Mit Dir Verschwend' Ich Meine Zeit ..." (Polydor 567 583-2) enthalten als auch auf dem "Live"-Album von 2001 und ebenfalls auf der "Live"-DVD, die 2005 erschien. Auf der Limited Edition CD-Single von "Mit Dir Verschwend' Ich Meine Zeit ..." (Polydor 567 759-2) ist diese Version hingegen nicht enthalten.
Aber eine deutsche Coverversion eines internationalen Songs klingt nun mal nicht für jeden Musikfan gut - da ist von den Hörern teilweise sehr viel Toleranz nötig. ![]() nach oben |
Knibbel dir E.L.O.© Cover, CBS / Fotos, Coca Cola / Collagen & Text, ELO Fanclub / FTM Germany![]() Die erste Serie Knibbelbilder erschien 1982 mit 40 Bildern zu "Meilensteine der Verkehrsgeschichte". Wegen des großen Erfolges folgten 1983 "Pop Star Gallery" mit 40 Bildern und "Olympia-Champions" im Jahr 1984. In der Serie "Pop Star Gallery" im Jahr 1983 wurde unter den 40 Stars in den Deckeln das Electric Light Orchestra als ELO "Hold On Tight" "gepresst". Zu den "Knibbel-Bildern" gab es Sammelposter, auf denen die Gummi-Bildchen geklebt werden konnten. Zu den "Pop Stars" veröffentlichte Coca Cola einen Sampler als knallig rote Vinyl LP mit den "Top 12" der Serie (Katalognummer CBS COKE 999). Track 3 auf Seite 2 ist "Hold On Tight" von ELO. Diesen Sampler gab es auch als Musikkassette mit der Katalognummer 40-COKE 999. ![]() Außerdem erschienen von Coca Cola 1983 Mini-LP's in Singlegröße, die in LP-Geschwindigkeit (45 RPM) abgespielt wurden, ebenfalls als rote Vinyl. Auf den Mini-LP's waren jeweils vier Songs plus dem damaligen Werbe-Song "Coke Is It" enthalten. Auf Mini-LP 2 "Coca Cola Hot Hits 2" von CBS Special Products mit der Katalognummer ESP 12155 befindet sich neben Billy Joel's "You May Be Right", Altered Images' "I Could Be Happy", Toto's "Rosanna" auch E.L.O.'s "Hold On Tight". ![]() |
Carl Wayne mit Et Cetera© Cover, AKASA Records / Text, ELO Fanclub / FTM Germany Seit 1996 arbeitet Ulli Eichblatt an
seinem Projekt Et Cetera,
bekannt für Neuaufnahmen englischsprachiger Hits und deren deutscher
Versionen. In Zusammenarbeit mit dem Hollies-Sänger Allan Clarke wurden Hollies-Hits wie
"Long Cool Woman (In A Black Dress)" und "He Ain't Heavy, He's My
Brother" neu eingespielt.Auch mit Carl Wayne wurde von 2002 bis zu seinem Tod zusammengearbeitet und mehrere Klassiker neu eingespielt. Dies war der "Soldier's Song" von Mike Batt und den Hollies in 4 verschiedenen Versionen (sowie in deutscher Original-Aufnahme), der Bing Crosby-Song "White Christmas" mit den Versionen als True Feeling Mix, Radio Mix, Swing Mix und "Heavy Flames" als Lounge-Titel. Auch "White Christmas" wurde in deutscher Sprache produziert und hieß dann "Träum' mit mir von der Zeit Weihnacht", bzw. "Süss singt der Engelchor Weihnacht" mit 5 Versionen. Danach gab es noch das Projekt Eichblatt (= Et Cetera) / Wayne mit dem The Move-Song "Blackberry Way", den es in englischer Sprache in den Versionen Radio Mix (3:46), Alternate Mix (2:58), Remix (4:06), Soft Mix (3:33) und Swing Mix (2:57) als CD-Single gibt. Der Song wurde ebenfalls als deutsche Originalversion aufgenommen und hat 4 Versionen: Radio Mix (3:47), Remix (3:46), Soft Mix (3:36) und Swing Mix (2:56). "Blackberry Way" im neuen Look klingt frisch und modern und hat mit diesen Versionen nichts an Hit-Potential verloren. Er erreichte im August 2004 Platz 16 der sogenannten Mallorca-Kneipencharts. Ferner
nahm Ulli Eichblatt
mit Carl Wayne
die Titel "When The Boys Come Home", "Song For You" und "Flowers
In The Rain" auf. In derselben Session wurden "He Ain't Heavy,
He's My Brother" (mit Allan
Clarke) und "Sorry Suzanne"
aufgenommen. Die beiden letztgenannten Songs wurden zusätzlich
von den Produzenten Clubsequencer
und DJ Dragostea
clubtauglich ge-remixt.Auch die letzten Video-Aufnahmen mit Carl Wayne entstanden während der Zusammenarbeit mit Ulli Eichblatt. Im Sommer 2006 sollte das Album mit den letzten Aufnahmen von Carl Wayne unter dem beziehungsreichen Titel "Relive The Moment" veröffentlicht werden. Zu dieser Veröffentlichung kam es aber leider nie. Im Jahr 2005 gab es eine gigantische "Neu"-Version des 1970er Hits "Dreams Are Ten A Penny" mit dem "Original"-Kincade-Sänger John Carter. Dass diese Zusammenarbeit zustande kam, verdankte er ausschließlich dem Verdienst von Carl Wayne, da er John Carter bereits im Jahr 2002 Ulli Eichblatt und Et Cetera vorschwärmte. ![]() nach oben |
Carl Wayne und die Hollies© Cover, EMI / Collage & Text, ELO Fanclub / FTM Germany![]() Nachdem der Leadsänger der Hollies, Allan Clark, im Jahr 1999 die Band verließ und sich aus der Musikwelt verabschiedete, wurde er durch Carl Wayne (ehemaliger Sänger der Birminghamer Band The Move) ersetzt. Als Carl 1997 in einem Nachtclub auftrat, traf er den damaligen Piansiten der Hollies, Ian Parker. Bei dieser Unterhaltung scherzte Carl: "Ist Allan noch bei euch? Wenn er irgendwann keine Lust mehr bei den Hollies hat, ruf mich an". 3 Jahre späte bekam Carl tatsächlich einen Anruf von Ian. Er erinnerte sich an das Gespräch von 1997 und meinte: "Wir haben ein paar Probleme, weil Allan die Band verlassen hat. Unser Management ist der Meinung, du solltest ein paar Auftritte mit uns machen". Carl willigte ein. Er kaufte sich eine Hollies "Greatest Hits" und lernte die wichtigsten Songs. So begann seine Zeit mit den Hollies. Ab dem 8. Oktober 2000 gingen die Hollies in neuer Besetzung auf England-Tour. Vorab war ein Galakonzert der Daimler-Chrysler AG in Sindelfingen am 7. Juli 2000 geplant, dafür musste er 15 Songs einstudieren. Die Line-Up der neuen Hollies war zu diesem Zeitpunkt: Carl Wayne (Lead Gesang) // Tony Hicks (Lead Gitarre und Gesang) // Ian Parker (Tasteninstrumente) // Alan Coates (Gitarre) // Ray Stiles (Bassgitarre) // Bobby Elliot (Schlagzeug). Mit Tony Hicks und Bobby Elliot waren noch zwei Ur-Mitglieder bei den Hollies. Anfang der 1990er stieß Ray Stiles zu den Hollies. Einigen dürfte er noch aus den "Mud"-Zeiten bekannt sein. Neben den meisten Songs der Hollies haben die neuen Hollies "Flowers In The Rain" und "Blackberry Way" von The Move in ihr Live-Repertoire aufgenommen. Ihr Schlagzeuger Bobby Elliott beschrieb Carl als "furchtlosen Performer und Powerhouse-Sänger". Carl wurde ein regelmäßiger Interviewpartner bei der BBC und dem Independent Radio, was das Profil der Band weiter erhöhte. Während seiner vier Jahre bei der Band tourte er erfolgreich durch Großbritannien, Europa, Australasien und Nordamerika mit von der Kritik gefeierten, ausverkauften Hallen. Im Februar 2001 besuchten The Hollies Australien und Neuseeland, wo sie bei einer Show vor 28.000 Menschen spielten. Die Live-Shows waren so erfolgreich, dass "The Hollies Greatest Hits" von EMI in Neuseeland wiederveröffentlicht wurde. Im Februar 2003 kehrte die Band in die Abbey Road Studios zurück, um "How Do I Survive" aufzunehmen, einen brandneuen Track für ihre 47-Song-Doppel-CD "The Hollies Greatest Hits" (EMI Records), die am 24. März 2003 erschien. Carl Wayne spielte sein letztes Konzert mit der Gruppe am 10. Juli 2004 in Egersund, Norwegen. Kurz darauf ging er zu Vorsorgetests ins Krankenhaus, wo bei ihm Speiseröhrenkrebs diagnostiziert wurde. Bis zu seinem Tod am 31. August 2004 im Alter von 61 Jahren war er Sänger der Hollies. nach oben |
20. Todestag von George Harrison© Cover, Sony Music/Warner![]() Nach John Lennon war George Harrison der
zweite Beatle,
der verstarb. Er wurde zuerst in New
York und dann in Los
Angeles wegen eines inoperablen Hirntumors behandelt. Am
Ende bewegte ihn nur noch ein Gedanke: "Liebet einander". George erlag am 29.
November 2001 mit 58 Jahren in Los
Angeles seinem Krebsleiden. Sein Todestag jährt sich
jetzt, am 29. November 2021, zum 20. Mal.George war immer der "stille" oder der "dritte Beatle". Er wurde am 25. Februar 1943 in Liverpool als Sohn eines Busfahrers geboren und machte zunächst eine Elektrikerlehre. 1958 lernte er John Lennon kennen und schloss sich als Gitarrist der Band an, die 1960 erstmals unter dem Namen The Beatles auftrat. Er wurde durch die Musik ein ganz persönlicher Freund von Jeff Lynne - zwei außergewöhnliche Musiker mit dem Gespür zum perfekten Sound. 1987 erschien das 11. Studioalbum von George Harrison mit
dem Titel "Cloud Nine", das
neben ihm auch von Jeff
Lynne produziert wurde. Ab 1988 war
George Harrison
zusammen mit Jeff Lynne,
Tom Petty,
Bob Dylan
und Roy
Orbison Teil der Supergroup Traveling Wilburys, die
im gleichen Jahr das Album "Vol. 1" und 1990 den Nachfolger "Vol.
3" rausbrachten. 1989 kam der Film "Lethal Weapon 2" ins Kino.
"Cheer Down", der Titelsong des Films, wurde
von George
Harrison und Tom
Petty geschrieben und von George
Harrison und Jeff
Lynne produziert. Der Song ist auf dem
Soundtrack-Album von "Lethal Weapon 2" und auch auf der George
Harrison-Compilation "Best Of Dark Horse 1976-1989" zu
finden und
ist außerdem im Abspann des Films zu hören.1990 erschien das Soloalbum "Armchair Theatre" von Jeff Lynne, auf dem George Harrison bei den Songs "Every Little Thing", "Lift Me Up", "September Song" und "Stormy Weather" Gitarre spielte und bei "Every Little Thing" und "Lift Me Up" außerdem in den Backing Vocals zu hören ist. 1995 gab es schließlich eine kleine Sensation: 25 Jahre nach der Auflösung der Beatles wurde der unfertige Song "Free As A Bird" mit Jeff Lynne als Co-Produzent vervollständigt, 1996 folgte der ebenfalls unfertige Song "Real Love", auch mit Jeff als Co-Produzent (siehe hier). 2001 spielte George Harrison zudem auf dem "Zoom"-Album vom Electric Light Orchestra Slide-Gitarre bei den beiden Songs "A Long Time Gone" und "All She Wanted". Am
29. November 2001 starb George
Harrison, bevor er sein neues Album
"Brainwashed" fertigstellen konnte. Er hatte aber alle Songs schon als
Rohfassungen fertiggestellt. Da Jeff Lynne mit George Harrison
bereits zu
Lebzeiten zusammengearbeitet hat, vollendete er das Album "Brainwashed"
mit George's
Sohn Dhani Harrison,
der genau wusste, wie sich sein
Vater das fertige Album vorstellte. George
wollte es nicht extravagant,
sondern es sollte mehr wie ein Demo klingen. Allerdings ist das
Endergebnis alles andere als ein Demotape. Jeff Lynne sagte
dazu: "Die
Lieder sind einfach so schön, sie haben noch ein wenig mehr 'Arbeit'
gebraucht. Einige habe ich aber auch im Rohzustand belassen. Es ist
wirklich eine der minimalistischsten Produktionen geworden, die ich je
gemacht habe. Ich wollte, dass es George's
Album bleibt. Also wurde
George
herausgearbeitet, seine Stimme und Gitarre sind am lautesten.
Das sind die wichtigsten Aspekte von George's Arbeit.
Alles, was Dhani
und ich hinzugefügt haben, sind ein paar akustische Gitarren. Es wurde
sehr wenig gemischt, so dass George
immer durchscheint". Im November
2002, fast 1 Jahr nach dem Tod von George,
erschien "Brainwashed"
schließlich.Am 29. November 2002 fand zu George Harrison's Gedenken in der Londoner Royal Albert Hall das Concert for George statt, bei dem Freunde und musikalische Weggefährten auftraten. Zusammen mit seinem Sohn Dhani Harrison spielten bei diesem Konzert unter anderem Jeff Lynne, Tom Petty, Gary Brooker, Billy Preston, Joe Brown, Albert Lee, Eric Clapton, Anoushka Shankar, Paul McCartney und Ringo Starr. Außerdem gab es bei diesem Konzert einen Auftritt der britischen Komikergruppe Monty Python, an dem auch Tom Hanks beteiligt war. nach oben |
65 Jahre BRAVO (1956 / 2021)© Fotos, BRAVO Am 26. August 1956
kam die erste BRAVO
für 50 Pfennig (heute inflationsbereinigt etwa 1,25 €) mit einer
Auflage von 30.000 Exemplaren auf den Zeitschriften-Markt.Damals trug sie noch den Untertitel "Zeitschrift für Film und Fernsehen". Auf dem Cover war Marilyn Monroe zu sehen. Das Heft 13 / 1957 erschien am 31. März 1957 mit dem neuen Untertitel "Die Zeitschrift mit dem jungen Herzen" und dem Zusatz "Film, Fernsehen, Schlager". Auch Jeff Lynne, Roy Wood, The Move und das Electric Light Orchestra fanden den Weg in die Kult-Zeitschrift. In Ausgabe 40 vom 25. September 1967 gab es in der Rubrik "BRAVO Leser sind BRAVO Reporter" eine kurze Notiz über The Move mit dem Titel "Piratenfreunde 'killen' Wachs-Wilson". Hierbei ging es um das Verbot der englischen Piratensender. ![]() Berichte über Roy Wood / Wizzard gab es zum Beispiel in den BRAVO-Ausgaben Nr. 16 vom 12. April 1973 "Roy Woods dritte Gruppe ist da: Wizzard" sowie auch in BRAVO Nr. 30 vom 19. Juli 1973 mit dem Titel "Roy Wood: Hexer oder Spinner?". In BRAVO Nr. 43 vom 18.
Oktober 1973 ist die Story "Wizzard-Boss
Roy lüftet seine Maske" … "See
my Baby jive" - ganz England singt diesen Hit von Wizzard (zu deutsch
Hexer). Bei jeder Show sind die Fans von dem schillernden Super-Star
Roy Wood wie verhext. BRAVO-Mitarbeiter
Jörg Flemming nahm ihn in die Mangel.Im Mai 1978 gab es den Bericht "Electric Light Orchestra - so elektrisieren sie die Fans", im Juni 1978 "ELO - Jeff Lynne ist der starke Mann bei ihnen" und ebenfalls im Jahr 1978 gab es in der BRAVO-Story die Frage "Wirft Jeff die Streicher raus?". In der BRAVO Nr. 1 vom 23. Dezember 1980 sah man die zweiseitige Story "Schlagzeuger Bev Bevan verrät intimste Geheimnisse der englischen Supergruppe Electric Light Orchestra, die seinen Kollegen gar nicht schmecken". BRAVO Nr. 46 vom 5.
November 1981 kam mit einer Story zur Tournee "ELO - mit
Roboter auf Tournee", ein Bericht über "Die brandneue
Show '81 des Electric Light Orchestra".Im November 1979 wollte man wissen, ob Jeff alleiniger Herrscher über das Electric Light Orchestra ist und kam mit der Story "Jeff Lynne der ELO Diktator". In der Ausgabe vom 26. November 1981 gab es ein Interview mit Jeff Lynne, im April 1982 erschien eine zweiseitige Story über ELO mit dem Titel "So gab ich ELO neue Power, Nr. 40 im September 1982 befasste sich mit einem zweiseitigen Bericht "Rockgiganten - Anfangs wurde Jeff Lynne mit seinem Electric Light Orchestra ausgelacht - heute ist er der Größte". Einen Rückblick gab es zudem im Juni 1981 mit dem Titel "ELO, So fing alles an". "ELO, So läuft
ihre Show in Germany", "Turbulenter
Deutschland-Start des Electric Light Orchestra - Zwei ELO-Fans brachen
sich die Beine", "Sie landen im
Raumschiff auf der Bühne - Alles über die 'Fliegende Untertasse' von ELO"
und "Mit
einer Plastikgitarre fing alles an" waren Storys über Jeff und
dem Electric
Light Orchestra aus den 1980er Jahren. Eine Kategorie, in
der es um gelungene oder auch missratene Songveröffentlichungen ging,
war Platten auf dem
Prüfstand.In BRAVO Nr. 28 vom 7. Juli 1983 stand zum Beispiel die Electric Light Orchestra-Single "Rock'n' Roll Is King" zur Prüfung. Der Song schnitt in der Redaktion mit vollen 3 Sternen als "Riesig" ab. Die Poster, die es jeder Ausgabe der BRAVO zu finden gab, waren immer ein Highlight. Viele haben sich die "bunten Blätter" an die Wand gepinnt, Sammler allerdings haben diese Poster niemals aus dem Heft "gerissen". Poster von ELO und Co. gab es unter anderem in den Heftausgaben vom November 1978 (Electric Light Orchestra, über zwei Seiten), Nr. 46 vom 6. November 1967 (The Move mit Roy Wood, Bev Bevan, Carl Wayne, Trevor Burton und Ace Kefford, in der Zeitschriftenmitte über zwei Seiten), Nr. 17 vom 21. April 1969 mit The Move (Roy Wood, Carl Wayne, Bev Bevan und Rick Price, auf der
letzten Seite (Rückseite) der Zeitschrift), Nr. 31 vom 27. Juli 1970 (The Move mit Rick Price, Jeff Lynne, Roy Wood, Bev Bevan, als
Back-Cover der Zeitschrift), November 1973 (Roy Wood, über zwei
Seiten), August 1980 (Electric
Light Orchestra, über zwei Seiten), September 1981 (Electric Light Orchestra,
über zwei Seiten) und 18. März 1982 (Electric Light Orchestra,
über zwei Seiten in s/w). In vielen
Ausgaben dieser Jugend-Zeitschrift gab es auch Songtexte mit
deutscher Übersetzung. Vom Electric
Light Orchestra
waren es zum Beispiel "Turn To Stone", "Mr. Blue Sky", "Don't
Bring Me Down", "Confusion", I'm Alive", "Xanadu", "The Diary Of Horace
Wimp", "Here Is The News", "Hold On Tight", "Rock'n' Roll Is King" und
"Calling America". Ab
Ausgabe 16 / 1978 gab es als Beilage gedruckte Autogrammkarten im
Format 15 x 10 cm. Auf der Rückseite gab es zu den jeweiligen Künstlern
einige
Informationen und eine kleine Bio- und Diskografie.Autogrammkarte Nr. 95 war in der Ausgabe 50 / 1981 das Electric Light Orchestra (Jeff Lynne, Bev Bevan, Kelly Groucutt und Richard Tandy). In der BRAVO-Hitparade tauchten The Move, ELO und Wizzard in den 1960ern bis 1980ern regelmäßig auf. Seit 1992 erscheint mit den BRAVO Hits auch eine Serie von Samplern mit aktuellen Chart-Hits. Auf Vol. 11 aus dem Jahr 1995 befindet sich das Electric Light Orchestra Part Two mit dem Song "Power Of A Million Lights" in der Radio Edit Version. nach oben |
Die ZOOM-Konzerte in Amerika (2001)© Fotos, Mike Franke (FTM Germany) / Cover, Live CD![]() Calling America oder "Wie ein Traum Wirklichkeit wurde" (Ein Konzertbericht von Mike Franke, der Jeff Lynne mit seinem Electric Light Orchestra LIVE beim PBS-Konzert in den CBS-Studios in Los Angeles am 23. und 24. Mai 2001 erleben durfte) Der 23. Mai 2001, das erste Konzert. Alles begann damit, dass ich nicht zur ELO VH1 Storytellers-Aufzeichnung nach New York konnte, obwohl ich immer sagte, ich werde dorthin gehen, wo Jeff Lynne auftreten wird. Alle die dort waren, schwärmten davon und waren überwältigt. Eine PBS-Aufzeichnung in Los Angeles sollte im Mai folgen, wo vielleicht auch wieder Fans dabei sein könnten. Es war immer mein größter musikalischer Wunsch, Jeff Lynne einmal Live auf der Bühne zu erleben. Am 14. Mai buchte ich meinen Flug in die USA und war bereits am 18. Mai gegen 18 Uhr in Amerika - nur für Mr. Jeff Lynne! Bis zum 22. Mai lernte ich die Stadt und Strände kennen. Am Abend gab es ein erstes Aufwärmtreffen der ELO-Fans, die aus der ganzen Welt angereist waren. In der Main Street in Santa Monica, im "O'Briens", einem irischen Pub, trafen wir uns gegen 18 Uhr. Nicholas Schmidt, ein deutscher Fan, der schon seit 6 Jahren in den Vereinigten Staaten lebt, organisierte dieses Treffen, wobei mir einige Gesichter der ELO-Fans bekannt vorkamen. Rob Caiger, Ralf Zurloh und der Schweizer Markus Brunner waren auch dabei. Der 23. Mai sollte dann für uns alle einer der großartigsten Momente unseres ELO-Lebens werden. Im "Canter's Deli"-Restaurant in North Fairfax traf sich ab 15 Uhr die ELO-Weltfangemeinde, 10 Minuten entfernt von den CBS-Studios. Vom ganzen Globus kamen Fans. Aus Australien, Neuseeland, Japan, Argentinen, Chile, USA, Kanada, Großbritannien, Schweiz, Ghana und natürlich Deutschland. Endlich
konnte ich zu den ganzen E-Mail-Namen auch die Gesichter sehen und
zuordnen. Gegen 17:30 Uhr fuhren wir auf das Studiogelände der CBS. Ja unglaublich,
dank unserer Tickets konnten wir hier wirklich bequem parken. Vor dem
Bereich des Hintereingangs der Bühne
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war ein Sicherheitstor, wie man es auch von Flughäfen her kennt. Keine
Kameras, Mobiltelefone oder andere elektrische Geräte durften
mitgenommen werden (oder mussten bei der CBS-Security
abgegeben werden). Nun saßen wir Fans auf Betonbänke und warteten auf
den Einlass. Ein CBS-Kamerateam
versuchte krampfhaft, verschiedene Fans zu interviewen.Kurz nach 18 Uhr war der Einlass in die Halle, die gut klimatisiert war. Wir betraten die Halle und waren erstaunt, wie klein doch alles war. Auf der Bühne bemerkten wir ein halbkugeliges Gebilde und mir wurde klar: das ist das neue ELO-Raumschiff, für das 21. Jahrhundert gebaut, unglaublich! Bald würde sich das Geheimnis im Inneren für uns lüften. Die ersten 3 Reihen waren wohl nur für VIP's reserviert. Es gab zwar Platzanweiser, aber jeder kämpfte mehr oder weniger für sich selbst. Ich war damit zufrieden, nicht ganz weit vorne, sondern mittig zu sitzen, ungefähr 10 Meter vom Raumschiff entfernt. Die Stuhlreihen selbst bildeten einen Halbkreis um die Bühne herum, keine Kameras störten den Blick zur Bühne, da sie mobil waren. Ich zählte 7 Kameras, eine an einem gewaltigen Auslegerarm befestigt und mehrere tragbare Mobilkameras. Hinter den Standkameras war eine Tribüne für die Presse und After-Show-Partygäste. Die Höhe des gesamten Raumes konnte ich schwer schätzen, aber es hingen unzählige Scheinwerfer an den Seiten und von der Decke. Die Wände waren alle mit schwarzem Stoff verhüllt, in denen kleine Lampen leuchteten, so dass man den Eindruck gewann, vor einem Sternenhimmel zu stehen. Ungefähr 150
Journalisten und VIP's sowie 150 Fans aus der ganzen Welt füllten
diesen Saal. Eine Frau der CBS
trat nach vorne und sie begrüßte uns stehend vor dem geschlossenen
Raumschiff. Sie bedankte sich für unser Kommen, wünschte uns eine gute
Show und dass wir richtig mitmachen sollten. Ganz wichtig war,
dass wir doch bitte alle elektronischen Geräte ausschalten sollten, war
wohl eher für die Presse bzw. VIP's gedacht, denn wir hatten ja nichts
mit hineinnehmen können. Eine männliche Lautsprecherstimme bat uns
nochmals, alle Platz zu nehmen. Das Licht wurde dunkler, das Raumschiff
begann zu strahlen, ein spaciges Intro erklang und dann öffnete sich
langsam diese Halbkugel in einzelnen vertikalen Segmenten, die Teile
wurden nach oben gezogen und die Körper der einzelnen Musiker gewannen
an Gestalt. Bis jetzt saßen noch alle Zuschauer auf ihren Plätzen.Dann endlich stand unser Idol Jeff Lynne auf der Bühne, nur wenige Meter vor mir. Links saßen die Cellistinnen Nancy Stein, Ross und Peggy Baldwin mit ihren transparenten Instrumenten. Marc Mann an der E-Gitarre mit französischer Baskenmütze, dann Jeff's (damalige) Freundin Rosie Vela (Gesang), Jeff Lynne (Gesang, E-Gitarre / Akustik Gitarre), Gregg Bissonette am Schlagzeug, sein Bruder Matt Bissonette am Bass und ganz rechts Richard Tandy am Klavier und Synthesizer. Beim ersten Stück "Do Ya" standen alle Fans sofort auf und waren überwältigt. Es fällt mir sichtlich schwer zu beschreiben, was in mir alles vor sich ging, es war in diesem Augenblick einfach die perfekteste Sache der Welt für mich. Jeff
und all die anderen auf der Bühne waren ganz in schwarz gekleidet,
obwohl wahrlich keine Trauer herrschte. Er machte auf mich einen sehr
gelösten Eindruck und sang und spielte auf den Punkt genau, ohne Fehler
oder Unstimmigkeiten, halt ein absoluter Profi. Die Maskenbildnerin kam
ständig zwischen den Songs, um Jeff
und Rosie,
aber auch die Cellistinnen, abzutupfen und wieder TV tauglich
herzurichten. Eine Leinwand wurde für verschiedene Lieder im Raumschiff
auf- und wieder abgeklappt. Dort liefen verschiedene farbige
Animationen.Gefeiert wurde jeder Song wie die Auferstehung eines uralten Traumes eines jeden Fans dieser Musik. Nach so vielen Jahren war es auch für viele Zuhörer das allererste Mal in ihrem Leben, wie auch für mich selbst, so etwas zu erleben. "Telephone Line" hatte ein neues Intro und "Mr. Blue Sky" wurde ohne das Outro am Ende gespielt. Die tollste Version für mich an diesem Abend war allerdings "One Summer Dream". Einfach genial!!! Rosie Vela passt ausgezeichnet in die Band. Nicht nur optisch, auch stimmlich gibt sie ELO einen exotischen, erotischen Touch. Nach gut 60 Minuten gab es eine Pause, Ende von ACT 1. Während der Pause blieb das Raumschiff geöffnet und wir sahen uns das Schiff aus der Nähe an. ACT 2 begann
mit dem niemals zuvor Live gehörten "Tightrope". Mit "Ordinary Dream"
wurde noch ein Traum für mich wahr. Jeff
machte hin und wieder Witze und jedes Mal, wenn er einen neuen Titel
ankündigen wollte, riefen wir bereits begeistert ZOOM, ZOOM, ZOOM...
"Don't Bring Me Down" hatte ein tolles Soli von Richard Tandy
und man sah es ihm an, dass er Spaß bei der ganzen Show hatte. Er
zeigte viel Elan und trug mittlerweile auch eine Brille. Beim
klassischen Teil von "Roll Over
Beethoven" mimte Jeff
den Dirigenten, was sehr lustig anzusehen war.Nach den letzten Tönen von "Roll Over Beethoven" schloss sich langsam das Raumschiff, die einzelnen Segmente, an denen unzählige Scheinwerfer hingen, fügten sich wieder zu dieser Halbkugel zusammen. Alles mit neuer Outromusik, bei der ganz kurz das Intro, die ersten 3 bis 5 Sekunden von "Twilight", zu hören war, fantastisch!!! Gegen 21:30 Uhr war dann die erste Show vorbei und wir alle waren mehr als zufrieden mit diesem unglaublich hervorragenden musikalischen Erlebnis an diesem Abend. Viele Fans warteten am Haupteingang auf die Band, um von den Mitgliedern Autogramme zu bekommen oder sich mit ihnen fotografieren zu lassen. Zuerst gingen die Musiker zur After-Show-Party, um sich der Presse zu stellen. Ein Sicherheitsbeamter der CBS bewachte die Tür, um nur VIP's den Zutritt zu erlauben. Im Hintergrund sahen wir Jeff und Rosie, die sich in Richtung Fahrstuhl begaben, wobei er in unsere Richtung seine typische Handbewegung, beide Daumen nach oben, zeigte. Der
Sicherheitsbeamte signalisierte uns mit den Worten "Die Band ist auf
der After-Show-Party, sie wird nicht herunterkommen, sie wird keine
Autogramme geben und auch keine Fotos mit uns machen lassen." Nun gut,
dank meiner Konzerterfahrung kannte ich solche Aussagen, so warteten
wir trotz dieser Aussage auf die Mitglieder der Band.Nach gut 45 Minuten kam Richard Tandy rauchend vor die Tür, so dass ich auf ihn zugehen konnte und ihm sagte, dass ich aus Deutschland angereist war, worauf Richard in deutscher Sprache zu mir sagte: "Wie geht's?". Er gab Autogramme und ließ Fotos mit sich machen. Dann die nächste Überraschung: Eric Idle, einer der ehemaligen Mitglieder der sehr erfolgreichen englischen Comedytruppe "Monthy Phython", wurde von uns gesichtet. Auch Jeff's Töchter Stephanie und Laura Lynne waren bei diesem Konzert anwesend. Stephanie half einigen Fans mit After-Show-Pässen und gewann durch diese Aktion sofort meine Sympathie und mein Herz. Die Familie Lynne war an diesem Abend sehr nett, denn nun geschah für uns alle das unglaubliche, unfassbare. Jeff Lynne und Rosie Vela kamen umringt von Sicherheitskräften durch die Tür und alle waren ausnahmslos begeistert. Wir, vor unserem großen Idol stehend und Jeff, der sich sehr locker gab, lächelte und ging auf uns Fans zu. Es gab Autogramme, der wohl größte Traum eines jeden von uns. Als er vor mir stand, reichte ich ihm meine Hand und Jeff Lynne ergriff diese lächelnd. Ich war in diesem Augenblick emotional in einer völlig anderen Welt. Ich erzählte ihm kurz, dass ich 20 Jahre darauf gewartet habe und sich nun mein Traum erfüllt hat. Dass ich ihn nicht eher sehen konnte, wegen des eisernen Vorhangs, der mich von der westlichen Welt trennte. Ich bedankte mich für diese großartige Musik. Auch Rosie war sehr nett und wich nicht von Jeff's Seite. Der schwarze Van wurde vorgefahren, Rosie stieg ein, beifahrerseitig stieg Jeff dazu und gab aus dem Wagen heraus noch weitere Autogramme. Rosie startete den Wagen, wendete ihn und fuhr los. Beide winkten, Rosie hupte noch
mehrmals und sie entschwanden in das nächtliche Los Angeles.Das zweite Konzert war einen Tag später, am 24. Mai, wieder gab es ein Treffen im "Canter's Deli". Die Show startete kurz nach 19 Uhr und Jeff wirkte noch gelöster und spielfreudiger als am Abend davor. An diesem Abend gab es allerdings einige technische Probleme. Es gab Rückkopplungen und die Lichtshow auf der rückseitigen Leinwand funktionierte nicht optimal. In der vorderen VIP-Reihe waren einige Plätze für Rosie's Freunde reserviert, die auch fotografieren und filmen durften. Auch die Presse durfte Bilder schießen, blieb aber bis auf wenige Ausnahmen etwas teilnahmslos sitzen. Uns Fans hielt es nicht auf unseren Sitzplätzen, wir standen und feierten selbst die langsamen Balladen. Einige Fans, die Jeff auf der TIME-Tour sahen, erzählten später, er habe wesentlich präziser und besser gesungen als damals. Auch diesmal, wie auch am Vorabend, kam die Trockeneismaschine zum Einsatz und bedeckte den Boden mit Nebelschwaden. Jeff war so angetan von der Stimmung im Saal, dass er am Ende der Show fast vergessen hätte, sich bei den Fans zu bedanken, wenn Rosie ihn nicht darauf hingewiesen hätte. An diesem Abend waren die CBS-Sicherheitsleute vorbereitet und stellten beidseitig eine 12 Meter lange Sicherheitsgittergasse vom Ausgang bis zum Van, der bereits an richtiger Stelle wartete. Das Warten
auf Jeff
nahm kein Ende, da mehr Fans als in der Nacht zuvor auf das signieren
ihrer CD- und LP-Cover warteten. Ein Traveling Wilbury-Fan
war überglücklich, als sein Shirt mit Jeff's Unterschrift
veredelt wurde.Langsam bewegten sich Jeff und Rosie zum Fahrzeug, stiegen ein und fuhren winkend und hupend in die Nacht von L.A.. Lynn Hoskins erzählte, dass es nur ca. 300 Menschen pro Nacht in der Halle 36 waren und Jeff erzählte ihr, dass er sehr glücklich war über die gelungenen Shows und das ergreifende Feedback der Fans. Nach all den Jahren des Hoffens und Wartens wurde mein Traum Wirklichkeit, Jeff Lynne mit seinem Electric Light Orchestra Live erleben zu dürfen. Die Programmabläufe vom 23. und 24. Mai waren musikalisch identisch. Die beiden Konzerte wurden aufgezeichnet und das Material für die "ZOOM TOUR"-DVD verwendet. ACT 1 Do Ya, Evil Woman, Showdown, Strange Magic, Livin' Thing, Alright, Lonesome Lullabye, Telephone Line, Turn To Stone, Just For Love, Easy Money, Mr. Blue Sky, Ma-Ma-Ma Belle, One Summer Dream ACT 2 Tightrope, State Of Mind, Can't Get It Out Of My Head, Moment In Paradise, 10538 Overture, Ordinary Dream, Rock And Roll Is King, Shine A Little Love, All She Wanted, Sweet Talkin' Woman, Don't Bring Me Down, Roll Over Beethoven
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Jeff Lynne-Interview im DLF (2003)© Fotos, Internet Am Montag, den 6.
Januar 2003 sendete der Deutschlandfunk
von 22:05 Uhr bis 22:50 Uhr im Rahmen seiner "Rock et cetera"-Reihe ein
Interview mit Jeff Lynne
zum Thema "Jeff Lynne
und seine Zusammenarbeit mit George
Harrison". Das Interview wurde geführt von Christiane Rebmann.
Sie machte sich auf den Weg nach Amerika, um Jeff in seinem Haus
in Bel Air
zu treffen. Jeff
wohnt, bescheiden wie er nun mal ist, ganz oben in der teuersten Gegend
von Bel Air.
Die Tür wurde dem DLF-Team
von Jeff's
damaliger Lebensgefährtin, der kanadischen Sängerin und Schauspielerin Rosie Vela,
ungeschminkt und im Morgenmantel geöffnet. Auch Jeff gab sich ganz
häuslich, mit Mütze in Jeans und Pulli.Nach der Begrüßung kochte er einen Tee und führte das Reporterteam in sein Studio. Hier hat Jeff dem Harrison-Album "Brainwashed" den letzten Schliff gegeben. Aussagewillig und freundlich wie nie zuvor beantwortete Jeff alle Fragen. Dabei redete er hauptsächlich über seine Arbeit am "Brainwashed"-Album. Er lobte ganz besonders Dhani Harrison, den Sohn von George, der bei den gesamten Endarbeiten anwesend war und viel Profil ins Album gebracht hat. Jeff: "Er hat ein ähnlich musikalisches Talent wie George". Besonders hervorheben wollte Jeff dann noch das Talent, wie George mit der Slide-Gitarre und der Sitar arbeitete. Jeff: "Es klang bei George immer sehr indisch". Das war wohl das Ergebnis von Ravi Shanka, bei dem George in die Lehre ging. Jeff: "Auch ich habe von George viel gelernt, da ich bisher immer sehr oberflächlich war. Dies hat sich aber über die Jahre der Zusammenarbeit mit George geändert". In dem
Song "Brainwashed" singt George
über all die Dinge im Leben, die er nicht so sehr mochte. Wenn er auch
im Text als Hauptstadt Bonn
anstatt Berlin
angibt, findet Jeff
das eher unwichtig. Jeff:
"Keiner ist perfekt und George hat es wohl
nicht mehr mitgekriegt". Jeff redete nicht
nur über die Arbeit am "Brainwashed"-Album, sondern er äußerte sich
auch über die Arbeiten mit George
an dem "Cloud Nine"-Album und über die Traveling Wilburys-Zeit.
Jeff
sagte, es gibt noch einige lustige Geschichten, die er mit George, Paul und Ringo bei den
Arbeiten zur Beatles-Anthology
erlebt hatte, die er jedoch nicht erzählen darf.Dann kamen von Jeff doch noch ein paar Geschichten, so hatte George ihn zum Beispiel im Jahr 1987 zu einem Formel 1 Grand Prix-Rennen nach Australien mitgenommen. Jeff: "Es war fantastisch, wir lernten all die Rennfahrer in der Boxengasse kennen". George war bekannt als Autofreak und liebte schnelle Flitzer. So bekam er eine Sonderanfertigung eines McLaren F1 vom damaligen McLaren-Chefdesigner. Er hatte vorne drei Sitze. Jeff: "George fuhr gerne sehr schnell und nahm mich einmal mit dem Auto mit. Ich setzte mich auf die linke Seite, weil mir das sicherer erschien" ... "Er ist ja oft 270 km/h schnell gefahren und ich habe mir vor Angst beinahe in die Hose gemacht, aber George lachte und gab noch mehr Gas". Jeff erzählte, dass George darunter litt, dass er seit dem Erfolg mit den Beatles von aufdringlichen Fans und der Presse belagert wurde. Selbst als er todkrank war, richteten die Reporter noch die Teleobjektive auf ihn. Jeff: "Wenn er in die Stadt fuhr, wurde
er immer wieder von Fans belagert. Ich bin viel mit George zusammen
gewesen und mich hat nie jemand belästigt, weil kein Schwein mich
erkannte, das war klasse".Jeff erzählte außerdem, dass er bis kurz vor dem Tod von George nicht richtig mitbekam, wie krank er wirklich war, da er es ihm nicht anmerkte. Jeff: "George war immer gut drauf und fand seine Krankheit immer halb so schlimm". Sehr glücklich und entspannt war George bei der Gartenarbeit auf seinem Anwesen. Jeff: "Wenn er eine neue Lieferung mit Baumsetzlingen aus Japan bekam, verbrachte er Tag und Nacht im Garten". Unbekannterweise war George Harrison ein kleiner Fan von Jeff's Musik. Jeff: "Einmal im Haus von George bemerkte ich in der Musicbox die Single 'Telephone Line', ich war gerührt und fühlte mich geehrt". Untermalt wurde das Interview mit den Songs "Any Road", "Rising Sun", "Brainwashed", "Between The Devil And The Deep Blue Sea", "Pisces Fish", "P2 Vatican Blues" vom "Brainwashed"-Album und dem Traveling Wilburys-Song "Handle With Care". Im gesamten Interview kann man erahnen, wie groß die Freundschaft zwischen George und Jeff gewesen sein muss. nach oben |
H-Five 'n One (Creedsight) in Himmelpforten© Fotos, Hartmut Scholz Die Band entstand
aus einem Spaß heraus und spielte seit 2006 zusammen. Oliver Achnitz,
Gründungsmitglied der Band und langjähriger Roy Wood- und Jeff Lynne-Fan,
spielte am Freitag, den 13. April 2007 mit seiner Band H-Five 'n One in dem
kleinen Ort Himmelpforten
(Landkreis Stade)
in der Nähe von Hamburg
"Live on Stage" im Gasthaus
Jarck "Zur Linde".Ich ließ es mir nicht nehmen und besuchte das Konzert, um zu sehen (und hören), wie ein E.L.O.-Fan seine Musik dem Publikum nahe bringt. Die Dorfjugend sowie auch die "reifere" Jugend kamen zu diesem Event. Es fing sehr rockig mit "Great Balls Of Fire" an, gefolgt vom ersten Jeff Lynne-Song "Evil Woman". Ich war sehr überrascht, wie professionell die fünf Musiker die Songs spielten.
Besonders ihre Eigenkompositionen waren ein Ohrenschmaus, vor allem
"I'm On The Run", "Holding On" und "Hello". Es folgten weitere eigene
Songs, die von Rock bis Blues alles beinhalteten. Auch "Can't Get It
Out Of My Head" war eine fantastische Interpretation der Jungs. Es
wurden zudem einige Coversongs ausgewählt, die auch an Jeff Lynne
nicht vorbeigingen, wie z.B. "Johnny B. Goode", "In The Hall Of The
Mountain King" und "Roll Over Beethoven". Der absolute Knaller war die
erste Zugabe, der The
Move-Klassiker
"Brontosaurus". Die Jungs kamen beim Publikum so gut an, dass sie nicht
ohne weitere Zugaben ihren Auftritt beenden konnten. Sie spielten fast
zweieinhalb Stunden (mit kurzen Pausen) bis Mitternacht. Selbst der
Inhaber des Gasthauses kam zu Oliver,
um sich für den tollen Auftritt persönlich zu bedanken.In den Pausen unterhielt ich mich mit Oliver über seine Zukunftspläne mit der Band. Geplant war eine CD ihrer eigenen Songs sowie weitere Auftritte in ihrer Heimat rund um Bonn. Ich erfuhr von ihm außerdem, dass sie in Himmelpforten zum letzten Mal unter dem Namen H-Five 'n One auftraten, danach wurde die Band in Creedsight umbenannt. Die Songliste: 787, Great Balls Of Fire, Evil Woman, Hello, I Am On The Run, Man On The Road, A Better Life, Holding On, The Lazy Student Blues, Can't Get It Out Of My Head, Roll Over Beethoven, You Got It, Girl From Ipanema, The Long Goodbye Zugaben: Brontosaurus, In The Hall Of The Mountain King Das Line-Up der Band: Oliver Achnitz (Vocals & Bass), Matthias Stegmann (Acoustic Guitar), Dominik Hartmann (Guitar), Alex Panek (Drums), Markus Pfeifer (Keyboards) 2007 veröffentlichten Creedsight ihr erstes Album "Hide The Sunlight From Your Eyes", im Jahr 2010 erschien das 2. Album "Planet Two". Unter den 12 Songs des ersten Albums "Hide The Sunlight From Your Eyes" befindet sich auch der Ohrwurm "My Valley".
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Der Beat-Club mit The Move und Louis Clark© Fotos, Radio Bremen / Cover, Gonzo Multimedia![]() Am
28. April 2009 startete der Radio
Bremen Beat-Club seinen eigenen YouTube-Kanal. Seit
2020 haben auf diesem Kanal The
Move ihre eigene Playlist mit 7 Clips von ihren Auftritten
im Beat-Club.
The Move
traten mit insgesamt 9 verschiedenen Songs im Club auf. In Folge 30 am
06.04.1968 mit "Fire Brigade", in Folge 35 vom 14.09.1968 mit "Wild
Tiger Woman", in Folge 39 vom 25.01.1969 mit "Blackberry Way", in Folge
46 vom 30.08.1969 mit "Curly", in Folge 54 vom 18.04.1970 (die letzte
Sendung mit den Go-Go-Girls) mit "Brontosaurus", in Folge 62 vom
31.12.1970 mit "When Alice Comes Back To The Farm" und in Folge 73 vom
27.11.1971 mit "Down On The Bay". Bei "Brontosaurus", "When Alice Comes
Back To The Farm" und "Down On The Bay" war Jeff Lynne schon als
Mitglied bei The Move
und auch im Beat-Club
auf der Bühne zu sehen. "Ella
James" und "The Words Of Aaron" vom Beat-Club
Nr. 73 (27.11.1971) wurden allerdings nie im TV in der Beat-Club Reihe
ausgestrahlt. Zu finden sind die beiden nie gesendeten Auftritte aber
zusammen mit den 7 weiteren Beat-Club
Auftritten auf der DVD "The Move - The Lost Broadcasts", die im Jahr
2012 vom Label Gonzo
Multimedia (HST108 DVD) veröffentlicht wurde.Der Sendestart des Beat-Club war am Samstag, den 25. September 1965 um 16.47 Uhr. Die Sendung begann mit einer Programmansage von Wilhelm Wieben, dem späteren Tagesschau- Sprecher. Er kündigte die erste Sendung mit folgenden Worten an: "Guten Tag, liebe Beat-Freunde. Nun ist es endlich soweit. In wenigen Sekunden beginnt die erste Show im Deutschen Fernsehen, die nur für Euch gemacht ist. Sie aber, meine Damen und Herren, die Sie Beat-Musik nicht mögen, bitten wir um Ihr Verständnis: Es ist eine Live-Sendung mit jungen Leuten, für junge Leute. Und nun geht's los!". Uschi Nerke war
Moderatorin in allen Folgen der Sendung. In den ersten 6 Folgen
moderierte sie zusammen mit Gerd
Augustin, der nach der sechsten Sendung als Moderator
wieder ausschied. Es folgte als Co-Moderator Dave Lee Travis, der
1969 zur BBC
ging. Für die nächsten acht Folgen stand Dave Dee von der
Musikformation Dave Dee,
Dozy, Beaky, Mick & Tich an Uschi Nerke's Seite. Weitere
kurze "Facts":Der Beat-Club war die erste Musiksendung mit englischsprachigen Interpreten im deutschen Fernsehen. Sie war speziell für Jugendliche konzipiert worden, wurde von Radio Bremen produziert und von 1965 bis 1972 ausgestrahlt. Die Beat-Club-Ausgaben 1 bis 34 wurden von Radio Bremen allein produziert, von Folge 35 bis Folge 74 war der Beat-Club eine Gemeinschaftssendung mit dem WDR, der jugendorientierte Einspielfilme beisteuerte. Ab Folge 51 wurde der Beat-Club in Farbe ausgestrahlt und ab Folge 55 wurden keine Go-Go-Girls mehr eingesetzt. In
Folge 33 vom 13. Juli 1968 trat die Raymond
Froggatt Band mit dem Titel "Callow-La-Vita" auf. Bei
diesem Song sah man Louis
Clark (später beim Electric
Light Orchestra) am Bass.In Folge 39 vom 25. Januar 1969 trat nochmals die Raymond Froggatt Band auf, diesmal mit dem Titel "Roly". Hier saß Louis Clark am Klavier. Die Band The Amen Corner war in Folge 44 vom 28. Juni 1969 mit der Roy Wood-Coverversion "Hello Susie" zu Gast. Als Titelmusik wurde zunächst "Rinky Dink" von Sounds Incorporated benutzt, die ab dem 13. Juli 1968 durch die mittlerweile legendäre Erkennungsmelodie "A Touch Of Velvet (A Sting Of Brass)" von der unbekannten Gruppe The Mood Mosaic Featuring The Ladybirds ersetzt wurde. Ein Titel, der heute unter Sammlern als Rarität gehandelt wird. nach oben |
Jeff Lynne-Songs von Ed Payne© Cover, Ed Payne Rock & Roll Music
ist der Titel von Ed
Payne's 2019er Albums, das im März 2019
erschien. Darauf sind 12 verschiedene bekannte Rock 'n' Roll-Songs aus
den 50er und 60er Jahren. Das Besondere an diesem Album: Ed hat die
Chuck Berry-Hymne
"Roll Over Beethoven" in der ELO-Version
aufgenommen. Als Track 2 (2:50 Minuten-Version) und als Track 13
(4:56 Minuten-Version) mit dem Intro von Beethovens 5. Sinfonie,
ähnlich wie es Jeff Lynne
bei seiner ELO-Version
getan hat.Ed Payne hatte bereits 2018 ein komplettes Album mit Jeff Lynne-Songs aufgenommen. Das Album Rock N' Roll Is King beinhaltet die Songs "Rock N' Roll Is King", "Have Mercy", "Don't Let Go", "Hold On Tight", "Handle With Care", "Rattled", "Not Alone Anymore", "Heading For The Light", "New Blue Moon", "You Took My Breath Away", "Wilbury Twist" und "End Of The Line". Das Album ist ein Tribute an einen seiner Heroes, Jeff Lynne. Der US-Amerikaner Ed Payne ist ein Musikliebhaber und mag alle Arten von Musik. Ed wuchs in einer kleinen Musikerfamilie in der kleinen Stadt Cottage Grove in Oregon, 20 Meilen (ca. 32 km) südlich von Eugene, auf. Als Jugendlicher, in den sechziger Jahren, waren seine Lieblingsgenres klassischer Rock 'n' Roll, Blues und Country. In den frühen Jahren als Familienvater machte er nebenbei zu seinem eigenen Vergnügen Musik, manchmal auch nur, um seine Kinder in den Schlaf zu singen. In 80er Jahren spielte er in einer Garagenband mit ein paar Freunden, wobei die Live-Aufführungen eine ernstere Wendung nahmen, als er 1998 "Young" Ed traf, einen 17 Jahre jüngeren Keyboarder, mit dem er ein Duo namens Two Ed's Are Better Than One gründete. Sie spielten zeitweise als fünfköpfige Band mit Clay Smith an der Gitarre, Bob Akers am Bass und Chris Sulak am Schlagzeug. Die Gruppe spielte vorwiegend auf Veranstaltungen und privaten Partys in der Umgebung von Oregon. Nachdem er 10 Jahre lang auf diese Weise Musik gemacht hatte, hörte er im Jahr 2008 damit auf. Über Jahre hinweg hatte Ed mit Clay Smith viele Coversongs und selbstkomponierte Songs "nur so zum Spaß" aufgenommen. Vor
einigen Jahren wurde Ed
aber klar, dass seine Aufgabe darin bestand, zu
versuchen, seine Studio-Aktivitäten mit der Öffentlichkeit zu teilen,
seine Aufnahmen zu vermarkten und auf CD's zu vertreiben. Da sein
Sohn Adam
im Bereich Marketing und Musikförderung eine Ausbildung
absolvierte, fragte er ihn, ob er ihm helfen würde, diesen Traum zu
verwirklichen. Er stimmte zu und Adam
half bei den CD-Cover-Gestaltungen, der Lizenzierung und der
CD-Vervielfältigung. Ein
weiteres Mitglied seines Teams ist Clay
Smith. Clay
besitzt das
SoundSmith
Recording Studio, ist ein Meistermusiker und dient bei den
Projekten als "Band", der alle Instrumente der Songs spielt. Außerdem
hat Clay ein
Talent für den komplexeren Hintergrundgesang.Seit mehr als 10 Jahren ist die Aufnahme im Studio der wichtigste musikalische Bereich von Ed Payne. 2011 nahm er sein erstes Album Just Passing Through mit eigenen Kompositionen auf. Danach folgten noch weitere Alben als Tributes zu den Everly Brothers, Buddy Holly, John Fogerty, Bob Seger und anderen. Das Album Rock N' Roll Is King war die 13. Veröffentlichung von Ed Payne und ist am 9. Oktober 2018 erschienen. Ed Payne dazu: "Dieses Projekt begann als Tribut an einen meiner absoluten Top Rock 'n' Roll-Helden, Songwriter, Produzent, Sänger und Gitarrist Jeff Lynne und seine Band Electric Light Orchestra (ELO) aus vergangenen Zeiten. Als sich die Song-Liste zum Album jedoch weiterentwickelte und schließlich 8 Traveling Wilburys-Songs dazukamen, wurde mir klar, dass dies auch eine Hommage an meine Rock 'n' Roll-Helden sein sollte, George Harrison, Tom Petty und Roy Orbison. Und ja, ich muss Bob Dylan einschließen, der ein wichtiges Mitglied der Wilburys war und nun, seit Tom Petty's Tod, neben Jeff Lynne das einzige weitere überlebende Mitglied der Wilburys ist. Ich liebte das humorvolle Songwriting und den Stil der Traveling Wilburys. Der erste Song und Titelsong des Albums ist 'Rock N' Roll Is King', einer meiner absoluten Lieblings-ELO-Songs. Das zweite Lied, 'Have Mercy', ist ein Song, den Jeff Lynne als Solo-Künstler einspielte. Das dritte Lied, 'Don't Let Go', ist ein Song von Solo-Projektalbum 'Armchair Theatre', das 1990 veröffentlicht wurde. Das vierte Lied ist 'Hold On Tight', ein weiterer meiner Lieblingssongs von ELO. Die letzten 8 Songs sind alles Traveling Wilburys-Songs, 5 aus Volume One und 3 aus Volume Three. Wie bei all meinen Tribute-Projekten war die Arbeit am Album Rock N' Roll Is King eine interessante Arbeit!" nach oben |
Wer ist die Frau an Jeff's Seite?© Fotos, YouTubeDie Frau, die immer mal wieder an Jeff Lynne's Seite zu sehen ist, heißt Camelia Lynne. Sie wurde am 10. Dezember 1954 in West Hollywood, Kalifornien, als Camillia Emily Ortiz geboren. Ihr
Leben:Camelia war mit Terry Kath von 1974 bis 1978 verheiratet. Mit ihm hat sie eine Tochter, Michelle Kath Sinclair, die am 19. Mai 1976 geboren wurde. Terry Kath war Gründungsmitglied der US-Band Chicago. Am Nachmittag des 23. Januar 1978 gegen 17 Uhr begann der an Waffen interessierte Terry in seinem Haus in Los Angeles seine halbautomatische 9-Millimeter-Pistole zu putzen. Um den anwesenden Don Johnson zu beruhigen, sagte er: "Keine Sorge, die ist nicht geladen", hielt sich die Pistole an die Schläfe und drückte ab - mit tödlicher Folge! Camelia heiratete 1987 Kiefer Sutherland, Sohn des Schauspielers Donald Sutherland. Am 18. Februar 1988 wurde ihre Tochter Sarah Sutherland geboren. Die Ehe mit Kiefer wurde im Jahre 1990 geschieden. Seit 2006 ist Camelia in einer Beziehung mit Jeff Lynne. Seit 2008 waren sie verlobt und seit dem 19. September 2017 verheiratet. Ihre
Filme:Camelia hatte in mehreren Spielfilmen mitgewirkt, so zum Beispiel in "Terror on Tour" von 1980. In diesem Film spielte sie das "Stoned Girl" Freebase Chick. 1987 drehte sie zusammen mit Kiefer Sutherland "The Killing Time", in dem sie die Figur der Laura Winslow spielte. Weitere Filme waren "Fake-Out" (1982) und die TV-Serie "Buchanan High" bei der sie in der Folge "Deadline" (1984) mitspielte. In der TV-Serie "Die Nanny", die von 1993 bis 1999 produziert wurde, war sie 1999 als Executive Assistant beschäftigt. Zu einer Folge dieser Serie, "Babys aus Plastik" (Originaltitel: "The Dummy Twins") schrieb sie das Drehbuch als Co-Autorin. In dem Movie "Mr Blue Sky: The Story of Jeff Lynne & ELO" (2012) war sie Hairstylistin beschäftigt. Außerdem wirkte sie in der Filmografie "The Terry Kath Experience" (2016) selbst mit. Fotos: links oben: Camelia Lynne, Jeff Lynne rechts unten: Jeff Lynne, Camelia Lynne, Phil Hatton |
Jeff Lynne als Produzent der Beatles© Cover, Apple Records "Free As A
Bird" ist eine
unvollendet gebliebene The
Beatles-Komposition von John Lennon. Er
hatte sie (vermutlich) im Jahr 1977 privat in New York auf eine
Audiokassette aufgenommen und begleitete sich selbst bei dieser
Aufnahme ausschließlich auf einem Klavier. John konnte das Lied
bis zu
seinem Tod im Jahr 1980 nicht mehr vollenden. Insbesondere im
Mittelteil fehlten noch einige Textzeilen und Harmonien. Im Januar 1994
übergab Yoko Ono,
die Witwe von John Lennon,
den verbliebenen Beatles
Paul McCartney,
George Harrison
und Ringo Starr
die Kassette, damit
diese die Aufnahme beenden bzw. vervollständigen konnten. Sie baten
Jeff Lynne
als Co-Produzenten dazu.Im Februar und März 1994 fanden die endgültigen Aufnahmen statt. Zunächst musste John's ursprüngliche Kassetten-Aufnahme klanglich überarbeitet und taktgenau umgeschnitten werden. Nach dieser aufwendigen Arbeit, die vor allem von Produzent Jeff Lynne durchgeführt wurde, fügten Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr die Aufnahmen ihrer Instrumente (elektrische und akustische Gitarren, Bass, Klavier und Schlagzeug) hinzu. Den von John Lennon unvollständig hinterlassenen Mittelteil füllten sie mit neu geschriebenem Text und neuer Melodie. "Free As A Bird" wurde am 20. November 1995 veröffentlicht. "Real
Love", das zunächst
den Titel "Real Life" trug, war ursprünglich Bestandteil einer
umfangreicheren Komposition, aus der John Lennon später
zwei andere
Stücke kreierte: "Watching The Wheels" und "I'm Stepping Out". Das
Überbleibsel davon bildete an Melodie und Text das Gerüst für das
spätere "Real Love". John
konnte auch dieses Lied bis zu seinem
Tod im Jahr 1980 nicht mehr vollenden. Ebenso wie "Free As A Bird"
wurde auch "Real Love" von den drei damals noch lebenden Mitgliedern
der Beatles
überarbeitet. Als Co-Produzent fungierte hier ebenfalls
Jeff Lynne."Real Love" wurde am 4. März 1996 veröffentlicht. Zusammen mit "Free As A Bird" gelten beide Singles als virtuelle Wiedervereinigung der Beatles. Am 6. November 2015 erschien "1+" als 2015 Remaster in einer Limited Deluxe Edition. Auf den Blu-ray Discs sind auch die Musikvideos zu "Free As A Bird" und "Real Love" enthalten. Interessant dabei ist, dass bei dem Musikvideo zu "Real Love" die Tonspur von Giles Martin und Jeff Lynne neu abgemischt wurde. Dieser neu bearbeitete Song räumt John Lennon's Gesang weiter auf und setzt einige der 1995 aufgenommenen, gelöschten Elemente wie Lead-Gitarren-Phrasen und Drum-Fills wieder ein. Außerdem werden Cembalo und Harmonium in dieser Mischung hervorgehoben. Diese Version wurde auch auf dem offiziellen The Beatles YouTube-Kanal veröffentlicht. ![]() |
Todestag von Pete HaycockPete Haycock war langjähriges
Mitglied der Climax
(Chicago) Blues Band.
Zum Zeitpunkt der Aufnahmen für das Debütalbum "The Climax Chicago
Blues Band" im Jahr 1968 war der Gitarrist und Sänger erst 17 Jahre
alt. 1985/86 brachte er die Alben "Total Climax" und "The Soft Spot"
als Pete Haycock's Climax
heraus und nahm 1986 die Songs "One
And One Is One", "Pictures In The Sky" und "Cadillac" mit John Fiddler und Scott Gorham als Medicine Head auf.
Von 1989 bis 1993 war er Mitglied beim Electric Light Orchestra Part II
und veröffentlichte mit dieser Band das Album "Electric Light Orchestra
Part Two" im Jahr 1991. In den 1990ern arbeitete Pete zusammen mit Hans Zimmer an
Filmmusiken wie Thelma & Louise, K2, Toys, Drop Zone und The
Dilemma. Pete
komponierte außerdem Lieder für den Film One False Move. Er schrieb und
produzierte unzählige Songs für die verschiedensten Künstler, blieb
selbst aber immer sehr bescheiden. Pete
Haycock baute ein Aufnahmestudio in Frankfurt/Main, wo
er mittlerweile auch lebte. Am 30. Oktober 2013 starb er im Alter von
62 Jahren an einem Herzinfarkt.
Ende der 1990er Jahre erstellte ich die Electric Light Orchestra-Fanpage "First Movement", die Vorgänger- bzw. Partner-Seite vom ELO Fanclub. Auf dieser Plattform hatte ich eine Pete Haycock-Diskografie ausgearbeitet, die Pete auf seiner eigenen Homepage übernommen hatte. Am 5. März 2003 erhielt ich eine E-Mail von Pete Haycock persönlich, in der er meine Homepage mit den Worten lobte: "Congratulations. You have obviously put a lot of work into Your website and I, for one, appreciate it a lot. thank you, Pete Haycock" ![]() |
Roy Wood und Doctor & The Medics© Cover, Universal Music, Edel Records, RCADie TV-Sendung Saturday Superstore war eine Kinderfernsehserie, die von 1982 bis 1987 auf BBC 1 ausgestrahlt wurde. Sie lief am Samstagmorgen mit den Moderatoren Mike Read, Sarah Greene, Keith Chegwin und John Craven. In Folge 12 der Staffel 5 vom 13. Dezember 1986 waren Doctor & The Medics zu Gast und gaben unter anderem ein Interview. Danach gab es von Doctor & The Medics ein spezielles Konzert für Teresa Stephenson, das sie im Vorraum ihres Hauses aufführten. In diesem Video, mit der Hintergrundmusik von "Spirit in the Sky" (Doctor & The Medics-Version), war Roy Wood als Statist dabei. Man sieht ihn zu Anfang des Videos, als die Musiker von der Truck-Ladefläche springen, danach, als sie an der Eingangstür des Hauses klingeln, beim gegenseitigen "Augenschminken" und beim eigentlichen Song "Waterloo" im Haus von Teresa Stephenson, bei dem Roy Wood Saxofon spielt und als Backgroundsänger agiert. Bei den Studioaufnahmen zum Song "Waterloo" war Roy Wood offiziell dabei und spielte Saxofon und sang die Backing Vocals. Die Doctor & The Medics-Version von "Waterloo" wurde 1986 aufgenommen. Der Videoclip dazu wurde als "Eurovision Song Contest" inszeniert, wobei man unter den Jury-Mitgliedern Captain Sensible und Lemmy Kilmister (Motörhead) findet. Roy spielt sein Saxofon und singt im Background-Chor mit. Die Mitglieder der Band waren: Gesang, "The Doctor" (Clive Jackson) / Gitarre, Steve McGuire / Bass, Richard Searle / Schlagzeug, Vom Ritchie / der Backgroundgesang kam von "The Anadin Brothers" Wendi Anadin und Colette Anadin, die eigentlich Wendy West und Colette Appleby heißen. Der Song erschien 1986 auf Vinyl als 7 inch und 12 inch Single. Auf dem Cover der Single wurden nicht nur die Bandmitglieder als Karikatur abgebildet, auch Roy wurde in der Mitte des Covers hinter einer Kanone abgebildet. Auf dem dazugehörigen Album "I Keep Thinking It's Tuesday" von 1987 war der Song nicht enthalten, erst 1988 erschien er auf gleichnamigen Album in den USA auf CD, Vinyl LP und Kassette.
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Francis Rossi & Jeff Lynne© Cover, Universal Music, Edel Records, RCA
Dass Francis Rossi (Status Quo) ein Fan von Jeff Lynne ist, hat er kürzlich wieder einmal in einem Interview zum Ausdruck gebracht. Francis sagte im März 2019 auf die Frage, welche Musiker ihn am meisten in seiner Karriere beeinflusst haben: "Die Everly Brothers, Little Richard, die frühen Fleetwood Mac, Stan Webb's Chicken Shack, Rory Gallagher und Jeff Lynne ... In dem Moment, in dem ich andere Bands sehe, wie etwa die Eagles oder einen Typen wie Jeff Lynne, denke ich: Das will ich auch machen. Aber es funktioniert nicht. Wenn ich auf die Bühne gehe oder im Studio bin, kann ich nur das machen, was ich immer mache. Und meistens mag ich es dann auch. Mein persönlicher Held nach den Everly Brothers ist Jeff Lynne. Ich kenne Jeff schon seit meinem 15. oder 16. Lebensjahr. Wir haben ihn mit Idle Race in den Midlands gesehen. Persönlich sagte er mir einmal: 'Du musst deine Helden nie unbedingt wirklich treffen.' Ich mag italienische Oper, ich mochte die Bee Gees, ich mochte Jeff Lynne, auch wenn das alles angeblich nicht cool war." Im Jahr 2003 coverte Francis Rossi mit Status Quo den Electric Light Orchestra-Song "Don't Bring Me Down", der auf dem Album "Riffs" enthalten ist, allerdings nur als Bonus Track der UK-Edition (Universal Music 9813910). Beim Song "Pennsylvania Blues Tonight" wurde sogar Jeff Lynne erwähnt - da heißt es in einer Textzeile ... Maybe baby it seems alright Jeffrey Lynne and George H tonight ... Der Song ist auf dem Album "In Search Of The Fourth Chord" aus dem Jahr 2007 zu finden. Außerdem bleibt noch zu erwähnen, dass der Song "Ships In The Night" von Francis Rossi bei wiederkehrenden Passagen Ähnlichkeiten von ELO's "Poor Boy (The Greenwood)" aufweisen. Dieser Song wurde auf dem Album "Exiled" (1980) von Mitchell / Coe Mysteries veröffentlicht sowie auf der 3 CD-Box von Status Quo mit dem Titel "Collected", die im Jahr 2017 erschien.
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Supersonic - mit dem Electric Light Orchestra© Foto, ITV"Supersonic" war ein ITV UK-Popmusikprogramm, das vom 1. März 1975 bis zum 2. April 1977 lief und von Mike Mansfield produziert wurde, einem bekannten Musikproduzenten, der später ELO's "Live At Wembley"-Konzertvideo produzieren sollte. Die Show dauerte in der Regel 30 Minuten und war dafür bekannt, wilder und übertriebener zu sein als der BBC-Rivale "Top Of The Pops", einschließlich Bubble-
und
Nebelmaschinen und anderer Spezialeffekte. Von "Supersonic" gab es 2
Staffeln, Staffel 1 vom 1. März 1975 bis 27. März 1976 mit 30 Episoden,
Staffel 2 vom 1. September 1976 bis 2. April 1977 mit 28 Episoden. In
Show 13 vom 27. November 1975 und in Show 23 vom 31. Januar 1976 trat Roy Wood mit dem
Song "Looking Through The Eyes Of A Fool" auf. Das Electric Light Orchestra
hatte tatsächlich nur einen Auftritt in der Show und spielte "Evil
Woman" am 4. Dezember 1975. Die Band imitierte ein Playback der
Single-Version mit ein paar einfachen Änderungen: Cutting der String
Interlude und schnelles Ausblenden des Chorus während des Refrains nach
dem letzten Vers. Über diesen Backing-Track spielte Jeff
Live-Lead-Gesang und Richard
lieferte einen Live-Piano-Track nur auf der Instrumental Bridge. Richards
Piano Bridge unterschied sich sehr von der LP oder der Single-Version,
da die Dancehall-Version viel energischer war. Der Rest der Band
imitierte nur den Song und die Instrumente, während sie auf einer
mehrstufigen Bühne, die mit Rauchmaschinen eingenebelt wurde, stand,
wobei der Rauch die Cellisten Melvyn
Gale und Hugh
McDowell meistens verdeckte. Es gab einen amüsanten Moment
beider "Piano Bridges", als Jeff
zu dem fast völlig vernebelten Hugh
hinüberblickte, sichtlich laut lachte und für einen Moment bei der
gemimten Vorstellung abgelenkt war.Obwohl das Electric Light Orchestra nur einmal im Programm vertreten war, sind sie Anfang 1977 ins Studio gegangen und nahmen einen neuen Titelsong für die Show auf, der einfach als "Supersonic" betitelt wurde. Sie nahmen auch eine Version mit Lead-Gesang eines unbekannten Sängers namens Nathan James auf (alternativ bekannt durch den Spitznamen Fred from Stoke). Eine dieser Aufnahmen wurde angeblich nur für die letzten beiden Sendungen verwendet, die am 26. März und 2. April 1977 für 30 Sekunden mit dem Show-Intro ausgestrahlt wurden. Alle anderen Sendungen verwendeten die Aufnahme des Titelsongs "Supersonic" von Andy Bown, der seit 1976 Mitglied der britischen Band Status Quo ist und Backgroundgesang, Keyboard, Gitarre und Mundharmonika bei der Band spielt. In den ELO-Archiven existiert ein vollständiges Titellied von Jeff Lynne, aber es wurde wohl niemals in einer der Shows verwendet. Ebenso wurde die Jeff Lynne-Version bisher nicht veröffentlicht, der Song von Nathan James hingegen ist seit November 2014 auf YouTube zu finden. |
Todestag von Tom Petty© Fotobearbeitung, Hartmut ScholzWenn unsere Lieblingsmusiker sterben, hinterlässt es bei den Fans eine große Lücke in ihren Herzen. Für Millionen Menschen und Musikerkollegen hat der Tod der Rocklegende Tom Petty genau diese Leere hinterlassen. In seiner 50-jährigen Karriere hat er weltweit mehr als 80 Millionen Tonträger verkauft und ist somit einer der erfolgreichsten Musikkünstler aller Zeiten. Die
eigentliche Karriere von Tom
Petty begann 1976, als er mit den Heartbreakers
das Debüt-Album "Tom Petty & The Heartbreakers" am 9. November
1976
veröffentlichte. Gleich das erste Album erreichte in den USA
Goldstatus. Spätestens 1988 wurden auch die Jeff Lynne-Fans auf Tom Petty
aufmerksam, als den Musikern Jeff
Lynne, George
Harrison, Bob
Dylan und Roy
Orbison zusammen mit Tom
Petty als The
Traveling Wilburys ein Sensationsschlag mit dem Album
"Traveling Wilburys Volume One" gelang. 1989 vertiefte Tom seine
Zusammenarbeit mit Jeff
Lynne an seinem Solo-Album "Full Moon Fever". 1990 ging es
dann weiter mit dem zweiten Album der Traveling Wilburys,
"Traveling Wilburys Volume Three", leider ohne den 1988 verstorbenen Roy Orbison. Im
gleichen Jahr erschien "Into The Great Wide Open", das Album von Tom Petty & The
Heartbreakers, auch wieder unter Mitarbeit von Jeff Lynne. 1997
spielte Tom Petty
eine kleine Gastrolle in dem Film Postman,
zusammen mit Kevin
Costner. 2002 lieh er seiner Zeichentrickfigur in einer
Folge der Simpsons
die Stimme. Ebenfalls 2002 wurden Tom
Petty & The Heartbreakers in die Rock and Roll Hall of Fame
aufgenommen. Eine weitere Zusammenarbeit mit Jeff Lynne gab es
mit dem Album "Highway Companion", das 2006 als Soloalbum von Tom Petty erschien.Im Februar 2008 trat er mit den Heartbreakers in der Halbzeitshow des Super Bowl XLII auf. Ein Reunionalbum seiner ehemaligen Band Mudcrutch mit seinen alten Weggefährten Tom Leadon, Mike Campbell, Benmont Tench und Randall Marsh veröffentlichte Tom im April 2008. "Hypnotic Eye", das am 29. Juli 2014 erschien, war das letzte Studio-Album der Heartbreakers. Auch von Schicksalsschlägen wurde Tom Petty nicht veschont. So musste er nach einem Brandanschlag auf sein Haus mit seinen Angehörigen mehrere Monate in provisorischen Unterkünften verbringen. Im Jahr 2005 sagte Tom einmal: "Ich versuche einfach nur gute Musik zu machen, denn ich habe festgestellt, dass diese Musik mich selbst überleben wird. Ich möchte, dass sie zeitlos und ehrlich ist." Diese Aussage trifft es auf den Punkt, denn seine Musik ist auch 2 Jahre nach seinem Tod immer noch allgegenwärtig. Tom Petty starb im Krankenhaus in Santa Monica am 2. Oktober 2017 im Alter von 66 Jahren. Sein Tod war für viele ein großer Schock, da seine Fans immer glaubten, Tom sei unsterblich. Nach einer Autopsie wurden die starken Schmerzmittel Oxycodon und Fentanyl aus der Stoffgruppe der Opioide nachgewiesen. Abhängig von diesen Schmerzmitteln wurde Tom, weil er unter einem Emphysem und Knieproblemen sowie an einer angebrochenen Hüfte litt. Er starb laut Angaben von seiner Familie an einer versehentlichen Überdosis Schmerzmittel. Als Hommage und Danksagung spielten die Highway Kings (Tom Petty- und Bruce Springsteen-Tribute Band) am 20. Oktober 2017, dem Geburtstag von Tom Petty, ein kostenloses 2-stündiges Konzert in der Gaststätte Hannes im niedersächsischen Bremervörde. |
Todestag von Carl Wayne© Fotobearbeitung, Hartmut ScholzAm 31. August 2004 starb Carl Wayne im Alter von 61 Jahren nach längerem Leiden an Krebs. Seine Anfänge hatte er bei Carl Wayne & The Vikings. Mit dieser Formation veröffentlichte er die Songs What's The Matter Baby? / Your Lovin' Ways / This is Love / You Could Be Fun at the End of A Party / My Girl / Shimmy Shammy Jingle. Von Mitte
der 1960er Jahre bis 1970 war er Sänger bei The Move, nach
seinem Ausscheiden aus der Gruppe von Roy Wood im Jahr
1970 startete Carl
eine Solokarriere, zu der auch Arbeiten im Fernsehen und Radio
gehörten. Er trat weltweit in Schallplatten-, Film-, Fernseh- und
Bühnenproduktionen auf, insbesondere in den 1990er Jahren als The Narrator in
Londons mehrfach preisgekrönter West End-Theaterproduktion von Blood Brothers (Ivor
Novello; Theaterstücke und -spieler; Society of West End Theaters;
Drama Magazine). Seine Aufführung von The Narrator wurde
hoch gelobt gelobt und dauerte 6 Jahre.Von 2000 bis 2004 war er Sänger bei The Hollies. Solo war Carl mit folgenden Songs unterwegs: Maybe God's Got Something Up His Sleeve, Imagine, Take My Hand For A While, Sweet Seasons, You're A Star, San Diego, Way Back In The Fifties, A Little Give A Little Take, Home Lovin' Man, Deeper Than Love, Aerial Pictures, Love Your Dog (A Dog Is For Life). Anfang der 2000er nahm Carl mit dem deutschen Projekt Et Cetera einige ältere Songs neu auf, wie z.B. Soldier's Song, den The Move Klassiker Blackberry Way in englischer und auch in einer deutschen Version sowie den Weihnachtssong White Christmas und davon ebenfalls die deutsche Version Träum' mit mir von der Zeit Weihnacht. Als Sänger / Background-Sänger war er in einigen Projekten involviert wie Adrian Lee (The Magician), The Care Bears (To The Rescue), Mike Oldfield (Earth Moving), Artists United For Nature (Yes We Can), Kylie Minogue (Your Disco Needs You) und Tandy / Morgan (Earthrise). Carl war auch körperlich sehr aktiv - unter anderem nahm er regelmäßig am jährlichen London-Marathon teil, bei dem er Geld für die Leukämieforschung sammelte. Er spielte sein letztes Konzert mit The Hollies am 10. Juli 2004 in Egersund, Norwegen. Kurz darauf wurde bei ihm Speiseröhrenkrebs diagnostiziert und Carl starb einige Wochen später im Alter von 61 Jahren. |
Die Musicland StudiosFans des Electric Light Orchestras
wissen,
dass Jeff Lynne
mit seinem Orchester fünf Alben in den Münchener Musicland
Studios aufgenommen
hat (Face the Music / 1975, A New World Record / 1976, Out of the
Blue / 1977, Discovery / 1979, Time / 1981).
Was
viele aber nicht
wissen: Gründer der legendären Studios in München war Giorgio Moroder,
Sänger und Produzent aus Südtirol und Neffe von Luis Trenker.
Hits wie "Looky Looky", "Moody Trudy", "Underdog", "Arizona Man", "From
here to Eternity" und "Son of my Father" stammen aus seiner Feder.
Einen
großen Erfolg feierte er als Produzent der deutschen Version vom Sir Douglas Quintett
Song "Mendocino" in der Version mit Michael
Holm. Giorgio
war seiner Zeit weit voraus mit seinem Moog-Synthesizer-Sound. Sein
erster Synthesizer hatte noch die Größe eines Schrankes und passte
gerade eben mal in ein normales Zimmer. Anfang der 1970er Jahre
gründete er die Musicland
Studios
im Untergeschoss des Arabella-Hauses
(jetzt: Sheraton München
Arabellapark Hotel). Welterfolge feierte er zusammen mit Donna Summer, die
den
typischen Moroder-Sound glanzvoll darbieten konnte. Nachdem Giorgio Mitte der
1980er Jahre nach Los
Angeles auswanderte, leitete der Tontechniker und
Produzent
Reinhold Mack
"Mack" die Studios weiter, bis sie Mitte der 1980er Jahre geschlossen
wurden. Künstler wie das E.L.O.,
BAP, Queen, Deep Purple, Elton John, Falco, Led Zeppelin, Meat Loaf, Rainbow, Scorpions, The Sweet, T. Rex, Uriah Heep, Whitesnake und
viele andere nahmen Alben im Musicland auf.Die Legende sagt, dass die Studios aufgegeben wurden, da die Münchner U-Bahn in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre zum Arabellapark gebaut wurde und die Trasse nur wenige Meter hinter der Studiowand vorbei führte, was zu Vibrationen führte und eine hochwertige Tonaufnahme nicht mehr möglich war. Ein weiterer Grund für den Auszug soll einer Mieterhöhung zur gleichen Zeit zugrunde liegen und dadurch wäre das Studio nicht mehr rentabel gewesen. nach oben |
Godley & Creme, die Video-Macher Kevin Godley und Lol Creme gehörten
in den 1970ern wohl mit zu den außergewöhnlichsten Musikern. Als
Mitglieder der Bands The Hotlegs
(Neanderthal Man) und 10cc
hatten sie zusammen mit Eric
Stewart und Graham
Gouldman einige Hits, "The Dean and I", "Rubber Bullets",
"The Wallstreet Shuffle", "I'm not in Love" und viele mehr. Nachdem Godley und Creme im Jahr 1976 10cc verließen,
arbeiteten sie weiter zusammen, allerdings als
Musikvideo-Regisseure. Sie inszenierten originelle Musikvideos, unter
anderem zu Visage
"Fade To Grey", "Mind of a Toy", Herbie
Hancock "Rockit", The
Police "Every Breath You Take", Duran Duran "Girls
On Film", Peter Gabriel
"Biko", Eric Clapton
"Forever Man", Go West
"We Close Our Eyes" und Sting
"Set Me Free". Auch für die Jeff
Lynne-Produktionen "When we was Fab" von George Harrison und
"Real Love" von den Beatles
inszenierten sie die originellen Video-Clips. Im Jahr
1985 schufen sie als Godley
& Creme den Hit "Cry" mit einem ebenso originellen
Clip.Zudem entwickelten sie Anfang der 1970er Jahre ein Effektgerät namens Gizmotron (The Gizmo) für elektrische Gitarren, das durch drehende Räder einen gestrichenen geigenähnlichen Sound ermöglichte. nach oben |

























Die
"
Die
Obwohl
es "fertiger" war als "
Im
Jahr 2025 wurde nach der Ankündigung des "
Der
Plan war, "


Parallel
dazu entwickelte
4.
Platz erreichen. Beide Gruppen traten damals bei 





"

Im


Tom
Petty's Elternhaus







Schulklasse
aus 
Gesendet
wurde im monatlichen Rhythmus in schwarz/weiß, erst ab
Ab
Schwerpunkt
von
Da in













































Seit 1996 arbeitet 
Ferner
nahm
"Sorry Suzanne"
aufgenommen. Die beiden letztgenannten Songs wurden zusätzlich
von den Produzenten 


Nach
Am
29. November 2001 starb
Da
Am 26. August 1956
kam die erste 
In 
"
Eine Kategorie, in
der es um gelungene oder auch missratene Songveröffentlichungen ging,
war 
In vielen
Ausgaben dieser Jugend-Zeitschrift gab es auch
Ab
Ausgabe 16 / 1978 gab es als Beilage gedruckte Autogrammkarten im
Format 15 x 10 cm. Auf der Rückseite gab es zu den jeweiligen Künstlern
einige
Informationen und eine kleine Bio- und Diskografie.
Endlich
konnte ich zu den ganzen E-Mail-Namen auch die Gesichter sehen und
zuordnen. Gegen 17:30 Uhr fuhren wir auf das Studiogelände der
Ungefähr 150
Journalisten und VIP's sowie 150 Fans aus der ganzen Welt füllten
diesen Saal. Eine Frau der 
ACT 2 begann
mit dem niemals zuvor Live gehörten "Tightrope". Mit "Ordinary Dream"
wurde noch ein Traum für mich wahr.
Der
Sicherheitsbeamte signalisierte uns mit den Worten "Die Band ist auf
der After-Show-Party, sie wird nicht herunterkommen, sie wird keine
Autogramme geben und auch keine Fotos mit uns machen lassen." Nun gut,
dank meiner Konzerterfahrung kannte ich solche Aussagen, so warteten
wir trotz dieser Aussage auf die Mitglieder der Band.
winkten,
Das Warten
auf 

Am Montag, den 6.
Januar 2003 sendete der
In dem
Song "Brainwashed" singt
Die Band entstand
aus einem Spaß heraus und spielte seit 2006 zusammen.
spielten.
Besonders ihre Eigenkompositionen waren ein Ohrenschmaus, vor allem
"I'm On The Run", "Holding On" und "Hello". Es folgten weitere eigene
Songs, die von Rock bis Blues alles beinhalteten. Auch "Can't Get It
Out Of My Head" war eine fantastische Interpretation der Jungs. Es
wurden zudem einige Coversongs ausgewählt, die auch an 



"Ella
James" und "The Words Of Aaron" vom 

In
Folge 33 vom 13. Juli 1968 trat die 
Vor
einigen Jahren wurde 
Ihre
Filme:
"Free As A
Bird" ist eine
unvollendet gebliebene
"Real
Love", das zunächst
den Titel "Real Life" trug, war ursprünglich Bestandteil einer
umfangreicheren Komposition, aus der 









Bubble-
und
Nebelmaschinen und anderer Spezialeffekte. Von "Supersonic" gab es 2
Staffeln, Staffel 1 vom 1. März 1975 bis 27. März 1976 mit 30 Episoden,
Staffel 2 vom 1. September 1976 bis 2. April 1977 mit 28 Episoden. In
Show 13 vom 27. November 1975 und in Show 23 vom 31. Januar 1976 trat
Die
eigentliche Karriere von
Von Mitte
der 1960er Jahre bis 1970 war er Sänger bei
Was
viele aber nicht
wissen: Gründer der legendären Studios in München war 